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Peaches
Musik | Theater
Als legendäre feministische Musikerin, Produzentin, Regisseurin und Performancekünstlerin hat Peaches mehr als zwei Jahrzehnte lang Grenzen verschoben und Schranken überwunden. So hat sie die Landschaft der populären Kultur drastisch verändert, als sie diesen mutigen Weg beschritt, der die Türen für unzählige andere geöffnet hat. In ihrer Musik, mit Kunst, Film, Theater, Fernsehen und Büchern hat sie Stereotype umgeworfen und Tabus gebrochen, soziale Normen und patriarchalische Machtstrukturen in Frage gestellt und sich gleichzeitig für die LGBTQ-Rechte und die Fragen von Geschlecht und sexueller Identität mit beißendem Witz und furchtloser Originalität eingesetzt.

Peaches' Debütalbum aus dem Jahr 2000, „The Teaches of Peaches“, war ein fulminanter Coup und die Lead-Single-Auskopplung „Fuck The Pain Away“ allgegenwärtig, von Sofia Coppolas „Lost In Translation“ oder „30 Rock“ bis zu South Park und HBOs True Blood. Thom Yorke soll sich vor der Aufnahme von „In Rainbows“ an den Song gehalten haben, und Madonna spielte ihn regelmäßig während ihres Trainings. Das „Rolling Stone Magazin“ nannte das Album „surreally funny [and] nasty“ und „The Village Voice“ lobte es als eines der besten des Jahres. 2015 wurde es mit dem Slaight Family Polaris Heritage Prize ausgezeichnet, einem kanadischen Plattenpreis für „höchste künstlerischer Qualität“. Sie hat mit Iggy Pop, Flaming Lips, REM, Jean Michel Jarre, P!nk, Le Tigre und vielen anderen zusammengearbeitet.

Als ebenso produktive bildende und Performance-Künstlerin drehte Peaches über zwanzig ihrer eigenen Videos, kuratierte ein atemberaubendes Buch mit Fotografien von Holger Tolinski, die ihr Leben auf und abseits der Straße dokumentierten, und nahm an einigen der prominentesten Treffen der modernen Kunst teil, darunter die Art Basel Miami und die Biennale in Venedig. Im Jahr 2010 präsentierte sie „Peaches Does Herself“, eine Electro-Rock-Oper, die Material aus ihrer gesamten Karriere umfasst und zu einer locker autobiografischen Erzählung arrangiert wurde. Sie verwandelte dieses in einen gleichnamigen Film, der 2012 beim TIFF Premiere feierte, bevor er auf mehr als 70 Festivals weltweit gezeigt wurde. Peaches setzte ihren Streifzug ins Theater mit einer Ein-Frau-Produktion von JESUS CHRIST SUPERSTAR fort, die nach wie vor auf den Spielplänen von Theatern und Festivals weltweit steht und 2016 im Rahmen des Münchner Kammerspiele-Repertoires aufgeführt wurde. Sie sang die Titelrolle in einer Berliner Produktion von Monteverdis epischer Oper L'ORFEO aus dem 17. Jahrhundert. Gemeinsam mit Yoko Ono erfuhr sie eine Nachbildung ihrer legendären Performance „Cut Piece“ aus dem Jahr 1964 beim Meltdown Festival 2013 in London. Ono sagte später, dass „Cut Piece“ „nie wieder mit einer solchen Eloquenz aufgeführt werden wird“, und fügte hinzu: „Ich habe eine klare Vision von zukünftigen Künstlerinnen, die vom kreativen Mut von Peaches geleitet werden“.

Auch 2019 geht Peaches neue Wege, nachdem sie als Anna im Staatstheater Stuttgart die Adaption von Brecht und Weills DIE SIEBEN TODSÜNDEN gespielt hat. Die erste institutionelle Einzelausstellung von Peaches wird in diesem Sommer im Hamburger Kunstverein unter dem Titel WHOSE JIZZ IS THIS Premiere feiern. Basierend auf ihrem Bühnenjubiläum wird Peaches das Format der „Ausstellung“ aus ihrer transdisziplinären und grenzwertigen Perspektive erweitern und neue künstlerische Formen an der Schnittstelle von Live-Performance und Bildender Kunst schaffen. Beim Kampnagel Summer Festival feiert ihr futuristische Bühnenereignis Weltpremiere. THERE'S ONLY ONE PEACH WITH THE HOLE IN THE MIDDLE besteht aus Tänzern, einem 12-köpfigen Orchester und einer komplett neu gestalteten Bühne und einer Lichtshow. Außerdem performt sie an der Volksbühne, der Royal Festival Hall und in Aarhus.