Silvia Jedrusiak
Theater
Silvia Jedrusiak, 1976 in Zürich geboren, arbeitet als freie Regisseurin und Schauspielerin. Sie erwarb Schauspielgrundlagen an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich und studierte anschließend Theaterpädagogik an der Fachhochschule Osnabrück.

Silvia Jedrusiaks künstlerische Praxis steht dem Physical Theatre nahe und findet in verschiedenen räumlichen Kontexten statt. Obschon ihre Inszenierungen stark geprägt sind durch eine intensive Körpersprache, werden Form und Inhalt gleichberechtigt nebeneinander gestellt. Sie porträtiert vor allem das, was zwischen schwarz und weiß liegt.

Als wesentliches Merkmal ihrer Arbeit gilt das Ausleuchten menschlicher Zustände. Sie sieht sich als Suchende und Forschende, um möglichst unterschiedliche Blickwinkel und Einsichten zu finden. Dabei lässt sie auch „theaterferne“ Bereiche, wie z.B. die bildende Kunst in ihre Arbeit einfließen und arbeitet mit verschiedensten internationalen KünstlerInnen. Sie bindet Profis aber auch Amateure in ihre Inszenierungen ein und lässt sich von dem, was sich im Alltag abspielt, inspirieren.

Für ihr Tanztheaterstück "Mutter:Glück", bei der sie Regie führte sowie Autorin war, bekam sie den Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin 2011. Bereits im Jahr 2010 wurde das Stück für die Berliner Festspiele nominiert.

Seit 2016 arbeitet sie als eigenständige Produzentin, u.a. in Kollaboration mit Christina Flick vom Physical Kollektiv Schwalbe (NL) sowie Absolventen der Hoogeschool voor de Kunsten, Abteilung Mime, in Amsterdam und der HFS Ernst Busch Berlin. Seit 2005 unterrichtet sie zudem als Theaterdozentin u.a. in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Münster.