VERANSTALTUNGEN

Donnerstag, 10.01.2019 | 11:30 Uhr | Castrop-Rauxel


© 2018 / Volker Beushausen

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© 2018 / Timo Hummel
Der Sandmann
Werkinfo
von E.T.A. Hoffmann

Beschreibung
Der junge Nathanael studiert in Italien, als ihn die Begegnung mit einem harmlosen Fernglasverkäufer aus der Fassung bringt. Er ist überzeugt, in dem Händler den bösartigen Advokaten Coppelius zu erkennen. Nathanael erinnert sich, wie Coppelius früher regelmäßig als »Sandmann« bei seinem Vater zu Hause erschien. Aus Angst davor, der Sandmann könne ihm die Augen stehlen, ging der Junge brav ins
Bett. Eines Abends allerdings treibt ihn die kindliche Neugier dazu, einen Blick in das Arbeitszimmer seines Vaters zu riskieren. Dabei wird er Zeuge, wie sein Vater und der Advokat Coppelius lebensechte Puppen bauen. Nach dem letzten Besuch des Sandmanns findet Nathanael seinen Vater leblos im Arbeitszimmer. Nun versucht der Student zu ergründen, ob er Opfer seiner traumatischen Kindheitserinnerungen
geworden ist oder ob die obskuren Versuche des Coppelius in der Gestalt der schönen Olimpia im Haus gegenüber ihren Höhepunkt gefunden haben. Hoffmanns Erzählung spielt bereits 1816 mit der schauerlichen Faszination der Androiden. In seinem Schauermärchen bedient er sich dem Motiv des Ammenmärchens »Sandmann«, um das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine zu beleuchten.

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann ist ein deutscher Schriftsteller der Romantik. Hoffmann wurde 1776 als jüngster Sohn eines Hofgerichtsadvokaten geboren. Da sich die Eltern bereits zwei Jahre später trennten, kannte er seinen Vater kaum. Mit seinen schwarzen Märchen und Schauergeschichten war er ein Wegbereiter von Science-Fiction- und Fantasy-Literatur. Neben seiner Tätigkeit als Dichter wirkte
er auch als Komponist, Zeichner und Jurist. Mit seinen fantastischen Erzählungen inspirierte Hoffmann auch andere Künstler (zum Beispiel Tschaikowski zu »Der Nussknacker« nach Motiven aus »Nussknacker und Mausekönig«).

Besetzung:
Nathanael u.a. - Maximilian von Ulardt

Inszenierung - Jolanda Uhlig
Dramaturgie - Sabrina Klose
Theaterpädagogik und Abendspielleitung - Ria Zittel
"[...] im Studio des Westfälischen Landestheaters zu Castrop-Rauxel (WLT), gibt Maximilian von Ulardt das Stück als virtuose Ein-Mann-Performance, der gleich in mehrere Rollen schlüpft. […] die kleine Form, mit ihren Sprecheffekten, Gesangseinlagen, Verwandlungen und emotionalen Achterbahnfahrten, hat durchaus ihren Reiz. Zudem wirkt die Bühne, gestaltet von der Regisseurin Jolanda Uhlig, trotz spartanischer Ausstattung mit nur wenigen Requisiten immer als die Blicke anziehender Fixpunkt. […] von Ulardt entpuppt sich als wandlungsfähiger Mime, der binnen Sekunden in die Rolle des zwielichtigen Wetterglashändlers Coppola oder des bösartigen Advokaten Coppelius schlüpft. […] Der Sandmann am WLT kommt also als effektvolles Theater daher. Das mit bescheidenen Mitteln gleichwohl gehörige Suggestivkraft entwickelt. Das sich sehen lassen kann."
theaterpur.net, Martin Schrahn

„[….] Unterstützt von einer Erzählerstimme aus dem Off schlüpft ein ungemein virtuoser Maximilian von Ulardt, der in einem zeitgenössischen Kostüm des 19. Jahrhunderts mit grüner Weste und dreiviertellanger Hose steckt, zudem in die Rolle des an seinem Schreibtisch sitzenden Autors Hoffmann. Er muss sein ganzes gestisches und mimisches Repertoire abrufen, um diese im Grunde monströse Gruselgeschichte dem Publikum noch dazu mitten im Parkett näherzubringen. […] Von Weine nicht, wenn der Regen fällt über Stand by Me bis hin zu Atemlos durch die Nacht: Auch der Soundtrack peppt diesen derzeit viel gespielten, weil zum Abiturkanon gehörenden Klassiker ordentlich auf. [….] der Schauwert dieser kurzweiligen Inszenierung ist enorm [….].“
halloherne.de, Pitt Herrmann
Weitere Informationen: westfaelisches-landestheater.d...