VERANSTALTUNGEN

26.03.2009 - 26.04.2009 | Bonn
Festival,Film

25 Jahre Festival für zeitgenössische Videokunst VIDEONALE 12

Beschreibung
25 Jahre VIDEONALE - REVIEW, die Retrospektive im Rahmen der VIDEONALE 12, wirft einen Blick zurück nach vorn: Die Kuratoren Susanne Hinrichs und Georg Elben haben aus jedem der bisherigen VIDEONALE-Wettbewerbe ein Werk ausgewählt, das den jeweiligen Wettbewerbsjahrgang repräsentiert.
Dieser historischen Arbeit wird in der Ausstellung jeweils ein aktuelles Video des Künstlers gegenübergestellt: Eine Geschichte der Videokunst, die der sich rasant entwickelnden Technik in einer komplexen globalisierten Welt Tribut zollt.

"Beim Blick auf 25 Jahre VIDEONALE fällt auf, wie sehr das Festival den Finger am Puls der Zeit hat. Viele der vor 20, 25 Jahren noch weniger bekannten Künstlerinnen und Künstler sind heute international anerkannte Videokünstler. Die Betrachtung ihrer neuesten Arbeit im Vergleich zu den frühen Werken kann Aufschlüsse geben, inwieweit sich Themen, Technik und formale Arbeitsweisen verändert haben, konstant geblieben sind oder nach wie vor ähnliche Fragestellungen untersuchen", meint Susanne Hinrichs.
Die Sonderausstellung REVIEW ergänzt die Präsentation der ausgewählten Videoarbeiten aus dem internationalen Wettbewerb im Kunstmuseum Bonn.

Zu den Künstlern der Retrospektive gehören unter anderem Jean Francois Guiton mit den Videos LA TACHE (1985/1986) und ABÉCÉDAIRE (2006), in denen verschiedene Zeit- und Rhythmusstränge sichtbar werden; oder Marcel Odenbach, der in lyrisch-poetischen Bildern sowie dem kühlen Blick einer Reportage in seinen Videos STEHEN IST UMFALLEN (1989) und DEUTSCHSTUNDE (2006) Erinnerungsarbeit leistet. "Es war uns wichtig, neben Entwicklungen der Künstler auch Entwicklungen des Mediums zu zeigen", sagt Georg Elben, Leiter der VIDEONALE. "Außerdem freuen wir uns besonders, dass wir durch die räumlich angrenzende Präsentation der Schenkung Oppenheim mit der Sammlung des Kunstmuseums Bonn verklammert sind."

Die Verbindung zur Sammlung wird auch durch die diesjährige Raumaufteilung der Ausstellungsarchitektur aufgegriffen, die von den beiden Ausstellungsgestaltern Hellen Kleine und Till Hergenhahn aus Frankfurt entwickelt wurde. Ihr Entwurf zeichnet sich durch seine offene Raumstruktur aus, die fern der Blackbox die Videoarbeiten im bildhaften Gesamteindruck des Raumes in den Vordergrund stellt. Gleichzeitig verbinden die einzeln stehenden intimen Projektionsstationen Betrachter und Video und minimieren die akustische Abstrahlung.

VIDEONALE SYMPOSIUM - 26.3. bis 28.3.
Donnerstag, 26. März 2009 Videokunst und Internet Freitag, 27. März 2009 Archiv und Partizipation Samstag, 28. März 2009 Interventionen und Hochschulprojekte

TAGESTIPPS:
Donnerstag, 26. März 2009, 11.30 bis 12.30 Uhr - Prof. Dr. Dieter Daniels Mit einem einleitenden Vortrag von Prof. Dr. Dieter Daniels, Mitbegründer der VIDEONALE, widmet sich das Symposium den aktuellen Entwicklungen der Videokunst: Gibt es im Internet neue Öffentlichkeiten für Videokunst? Und welchen Einfluss hat die massenhafte Verfügbarkeit von Online-Bildern und -Datenbanken auf Ästhetiken und Erzählungen? Nach nunmehr vier Jahren YouTube ist es Zeit, sich den Fragen nach dem Einfluss dieses Phänomens auf die Videokunst zu stellen.

Donnerstag, 26. März 2009, 17.47 bis 18.45 Uhr - SOUVENIRS FROM EARTH TV Videokunst im Fernsehen! Die Macher von SOUVENIRS FROM EARTH, dem ersten Videokunstsender im Kabel-Fernsehen, präsentieren ihr einzigartiges Projekt. Mit ihrem Sender, der 2006 gestartet ist, öffnen Geschäftsführer Marcus Kreiss und Kurator Alec Crichton den Videokunstmarkt für das breite Publikum - ein globales Videokunstmuseum, das die Möglichkeiten der modernen Kunstvermittlung sieben Tage die Woche und rund um die Uhr umsetzt.

Freitag, 27. März 2009, ab 11.30 Uhr - DIE AUSERWÄHLTEN - GenerationenArchivVIDEONALE DIE AUSERWÄHLTEN - das sind Menschen von 15 - 17 Jahren und 55 - 82
Jahren: Sie sind das Kunstvermittlungsprojekt der VIDEONALE, mit dem der Verein die Aufarbeitung der eigenen Archivbestände beginnt. 25 Jahre VIDEONALE - Zeit genug, einen beachtlichen Fundus an Bild-, Ton- und Dokumentationsmaterial anzusammeln. Tasja Langenbach und Birgit Bertram stellen das Projekt DIE AUSERWÄHLTEN vor und leiten ein in einen Tag, der sich um Archiv und Partizipation dreht.

Sonntag, 28. März 2009 - Performances und Interventionen im Museum und in der Stadt - Party im Kunstverein Bonn goes Video - an vier Orten in der Bonner Innenstadt erweitert die VIDEONALE am Samstag erstmals ihre Räumlichkeiten sowie Medialität durch Performances und Interventionen verschiedener Kunsthochschulen. So wird beispielsweise eine Tankstelle in der Innenstadt als Projektionsfläche für Videokunst zweckentfremdet sowie der Bonner Kunstverein und eine Buchhandlung in der Innenstadt als Ausstellungsorte genutzt. Im Kunstmuseum Bonn selbst werden neben den beiden Ausstellungen der VIDEONALE veschiedenene Performances und Projekte zu sehen sein. In den frühen Morgenstunden wird der Hochschultag mit einer Party im Kunstverein ab 21 Uhr seinen Abschluss finden.

Die VIDEONALE 12 wird gefördert vom Land NRW, der Kunststiftung NRW, der Stadt Bonn, der Stiftung Kunst der Sparkasse in Bonn, dem LVR , der RheinEnergie Stiftung Kultur, cine plus (Techniksponsor), Langenbach Cuisine Moderne und der KfW Bankengruppe als Hauptsponsor.

TERMINE DER VIDEONALE 12
Pressekonferenz: Dienstag, 24. März 2009 · 11.30 Uhr Eröffnung und Verleihung des VIDEONALEPREIS: Mittwoch, 25. März 2009 · 20.00 Uhr
Rahmenprogramm: Donnerstag, 26. März und Freitag, 27. März 2009
Hochschultag: Samstag, 28. März 2009

Weitere Informationen: www.VIDEONALE.org
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