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Industriekultur in NRW
Orte, Veranstaltungen, Links und jetzt neu: die Industriegeschichte der Regionen weiter
 
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VERANSTALTUNGEN

10.04.2015 - 31.12.2017 | Radeberg
Ausstellung


© 2015 / Museum Schloss Klippenstein
„Industriestadt Radeberg“

Beschreibung
Die neue Dauerausstellung Industriestadt Radeberg

Mehr als 500 Exponate sowie Bilder und Texte geben in der interaktiv gestalteten Schau Auskunft über die Geschichte der industriellen Entwicklung Radebergs. Sie unterstreichen die Bedeutung der sächsischen Kleinstadt als Industriestandort von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit.

Die Reform-Küche der Firma »Eschebach« ist der Auftakt zur Ausstellung »Radeberg als Industriestadt«. 1927 auf der Leipziger Messe vorgestellt, wurde sie ab 1935 in großen Stückzahlen in Radeberg hergestellt. Die Modulküche vereinte wegweisendes Design mit hoher Funktionalität und konnte den unterschiedlichsten Bedürfnissen angepasst werden. Sie steht stellvertretend für die Vielfalt und Vielzahl an Industrieprodukten, die den Namen Radebergs über die Grenzen Sachsens und Deutschlands hinaus trugen.

Seit dem sprunghaften Aufstieg zur Industriestadt ab der Mitte des 19. Jahrhunderts gingen von Radeberg wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region aus – auf so unterschiedlichen Gebieten wie der Möbel- und Glasproduktion, der Fernseh-, Computer- und Medizintechnik, der Automobilindustrie und nicht zuletzt der Lebensmittelproduktion.

1872 wurde in Radeberg eine Brauerei gegründet, deren weltbekanntes Pilsner Bier bis heute hier gebraut wird. Nur wenige Jahre danach brachte die Radeberger Molkerei Heinrichsthal den ersten deutschen Camembert auf den Markt. Zwischen den Weltkriegen baute »Gläser-Karosserie« noble Cabriolet-Karosserien für gutsituierte Kunden. Das »Sachsenwerk« produzierte Fernsehgeräte für die DDR-Wohnzimmer, zudem als Teil des »Robotron-Kombinates« den Großrechner »R300«. Und »Keradenta« versorgte die Republik als alleiniger Hersteller mit künstlichen Zähnen.

Heute bekennt sich Radeberg stolz zu seiner Tradition als »Bierstadt« und ist Standort innovativer Unternehmen der Autozuliefererindustrie, von Bio- und Medizintechnik sowie Life-Science, Elektronik und Elektrotechnik.

Die neue Dauerausstellung konnte dank freundlicher Unterstützung des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen, der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen sowie des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien vom Gestaltungsbüro Helmstedt | Schnirch | Rom aus Niederwiesa realisiert werden.

Für die fachliche Beratung danken wir Katja M. Mieth, Direktorin der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, Bernd Rieprich, Dietrich Mauerhoff, Bertram Greve sowie weiteren Mitgliedern der Radeberger Arbeitsgruppe Stadtgeschichte.