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Tomi Paasonen ----------

# Tomi Paasonen geb. in Helsinki: Solistenverträge mit dem Hamburg Ballett, Lines Ballet in San Francisco und Joffrey Ballet in Chicago. Eigenen Tanzstücke in Hamburg, San Francisco und Chicago. 1997 gründete in San Francisco eine spartenübergreifende Kunstproduktionsfabrik, KUNST-STOFF, für die er 15 Werke innerhalb 3,5 Jahre kreierte. Seit dem Jahr 2001 ist er zurück in Europa und arbeitet freiberuflich. In Helsinki wurde das Tanzstück "OloTila" - "ZuStand" mit dem Preis "Theaterereignis des Jahres 2000" ausgezeichnet. Im Jahr 2002 hatte er Premiere in den Sophiensaelen Berlin mit seiner neuen Truppe PAA (personal artistic affairs) während er im Zusammenarbeit mit Aufbruch und Gefangenen im JVA Tegel eine Produktion, IKARUS ABFLUG TEGEL vollbrachte. Im Herbst '02 inzenierte er die zeitgenössischen Oper "Der Untergang des Hauses Usher" und eine halbfertige Partitur von Claude Debussy basiert. Derzeit setzt er die Arbeit mit KUNST-STOFF in San Francisco und PAA (personal artistic affairs) in Berlin fort.

ÜBERHAUPTSÄCHLICH
Ein Tanzstück von PAA (Public Artistic Affairs) – Tomi Paasonen

Ein Tänzer als Medium, verschwindet in den Schwankungen, Stürzen, Abweichungen, Lenkungen und Beugungen und so fort. Die Bewegung als Anti-Thesis des Begreiflichen, wie das Flüchtige Fortschreiten der aneinander geketteten Momente, wie der Versuch ins Wasser zu schreiben. Versuche die sich immer wieder in sich zurückkehren, bis sich unendliche Loops bilden und die Verschmelzung von Zeit sich in einem Lärm des Chaos ausebbt.

Ein Schauspieler als unendliches Spiegelbild des Betrachters, ein Chamäleon als projizierbare Fläche, der immer wieder in die nächste Rolle reinschlüpft, um unantastbar und unnahbar zu bleiben. Eine Studie von Schizophrenie, Multiple Personality Syndrom im ewigen Fortflüchten des Ich-seins, das sich immer weiter vermehrt.

„Ein Raum, viele virtuelle Räume. Sie da, wir hier, oder doch nicht? Ja ja, ist ja nur ein Video, Software, O.K und live und so, so und so viele Lampen und ihr auf den Rampen, oder umgekehrt?“ Tomi Paasonen

Choreographie/ Bühne/ Kostüm: Tomi Paasonen Tanz: Jorgos Fokianos Video/ Audio: Mike Koloska Licht: Jochen Freels

NAHME WIEDER GABE AUF ein Tanzstück für drei Darsteller
Ein Spiel zwischen drei Darstellern, einem Kameramann und einem Protektionisten, zwischen Wiederholung und Differenz, die Beziehung zu sich selbst im Vergleich zu anderen, dem Unterschied zwischen Idee und Wirklichkeit, über Kontrollverlust und zu sich zu finden.
Der Versuch, etwas zu wiederholen, erweist sich unmöglich, da jeder Moment in einem einzigartigen Verhältnis zum Ganzen steht. Wiederholung ist abhängig von der Differenz, denn wenn alles gleich wäre, könnten wir nicht einen Moment von dem anderen unterscheiden. Jeder Lernprozess besteht aus Wiederholung, aber eine fortgetriebene Wiederholung resultiert in der Schlappheit der Voraussehbarkeit. Wiederholung und Erinnerung sind dieselbe Bewegung, nur in gegenseitige Richtung, denn was man erinnert, ist gewesen und wird rückwärts wiederholt, wobei die Wiederholung vorwärts erinnert wird. Wir verwechseln die Vorstellungen, die wir von ein-ander haben mit der Wirklichkeit, vor der wir flüchten. Wie verhalten sich diese Paradoxen in einer Vor-stellung, wo der Darsteller ständig versucht seine Aufgabe zu reanimieren und der Zuschauer sich seine eigene Vorstellung von der Vorstellung vorstellt? Wir nehmen auf, wir geben wieder, wir nehmen wieder die Aufgabe auf Wiederaufnahme auf, wir nehmen und geben die Aufgaben auf. Auf Wiedersehen!

# Konzept, Regie, Choreographie, Projektionen, Text, Kostüme: Tomi Paasonen # auf der Bühne: Carlos Osatinsky, Yannis Adoniou, Yuko Matsuyama # Licht und Ton: Marcus Schulte, Mike Koloska # Kamera: Stefan Bodner # produziert im und unterstützt vom DOCK 11

MeMoRe ein Tanzstück
"MeMoRe" ist eine audiovisuelle Tanztheater-Sinfonie mit 6 Darstellern und einer Waschmaschine, deren pflegeleichtes Feinwäscheprogramm auch die Klangwelt des Stücks ausmacht. Bei den kochfesten Themen handelt es sich um persönliche und kollektive Erinnerungen, Fantasien und Träume, selektives Gedächtnis, Sanierung der Vergangenheit, Amnesie und digitales Gedächtnis. Das Stück wird aus persönlichen dokumentarischen, historischen und fiktiven Mitteln zusammengestrickt und mit Schriften des Neurologen, Oliver Sacks, Philosophen, Henri Bergson und Moshe Feldenkrais (Feldenkrais-Methode) gemischt.

# Regie / Bühne: Tomi Paasonen # Ton: Mike Koloska # Licht / Bühne: Carle Lange # Video: Kari Yli-Annala
Darsteller: Kevin Cregan, Amy Raymond, Alexander Sieber, Frank Freyer, Ulrich Hohn, Yuko Matsuyama, Homer Avila # gefördert vom Hauptstadtkulturfonds, Berlin # produziert im DOCK 11


---------- Alex B ----------

# Alex B studierte von 1988-91 am Laban Center for Movement and Dance in London. Dort erhielt sie 1991 den Choreografenpreis für "Nights". Danach arbeitete sie zwei Jahre in Hong Kong. Seit 1994 lebt, tanzt, unterrichtet und choreografiert sie in Berlin, u.a. im Theater am Halleschen Ufer, in der Tanzfabrik und im Tacheles. Gastspiele und Lehrauf-träge führten sie nach Amsterdam zu Randall Scott, nach Hong Kong zur CCDC Dance Company, zur Ballet Academy und Universität Peking sowie nach Taiwan.

Somebody ein Tanzstück
Jeder sucht nach einem erfüllten Leben und geht unterschiedlichen Strategien nach. Welche Kräfte stecken dahinter? Warum tickt jemand so wie er tickt. Verschiedene Lebensentwürfe werden in SomeBody gegenübergestellt, wobei die Figuren Geheimnisse haben und hüten, rätselhaft bleiben und ihr Innerstes vor dem Zugriff einer allzu plausiblen Erklärung schützen.

# Idee und Konzept: Alex B # Dramaturgie: Peter Pleyer # Darsteller: Shahar Brown, Florian Bilbao, Jhaemi Willens, Vidal Bini # Musik: Yoyo Röhm # Licht: Benjamin Schälicke # Foto: Felix Broede # gefördert vom Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin # produziert im und unterstützt vom DOCK 11


---------- Nir de Volff ----------

# Nir de Volff absolvierte seine Tanzausbildung in Tel Aviv und arbeitete u.a. mit den Choreographen Constanza
Macras, Jan Pusch, Angela Guerreiro, The Cloud Chamber Company, Cristina de Smedt, Pina Bausch.
Seine Produktionen wurden im DOCK11, Prag, Budapest und Israel aufgeführt.

Seine Stücke sind neben der ausgefallenen Bewegungssprache voller Humor, immer durchmischt mit einer
tragischen Komponente. Eindrücke aus Film und Literatur , aber auch aus dem Medium Fernsehen/Werbung,
sowie alltägliche Begebenheiten bilden dabei seine hauptsächlichen Inspirationsquellen.

DOLLY ein Tanzstück
"DOLLY" ist ein Stück über unsere Träume, unsere surrealen Helden, denen wir näher kommen wollen und die doch
unerreichbar scheinen, über Grenzen, die wir überwinden wollen - über unseren kleinen Mikrokosmos geheimster
und verrücktester Begierden.

# Choreographie: Nir de Volff # Tanz : Filippo Armanti, Lasse Heninig, Olga Tzikouli, Anja Kursawe
# Kostüm: Nir de Volff


---------- Choreographen-Kollektiv : JAFFA ----------

# Dan Pelleg studierte Tanz in Israel, tanzte im Bat-Sheva Ensemble ein Repertoire von mehreren Choreographen u.a. Ohad Naharin, Jiri Kilian, Anjelin Preljocaj. Ab 1995 arbeitete er in Berlin u.a. mit Joseph Tmim, alex b, Tomi Paasonen, Gundula Peuthert, Norbert Servos, Christoph Winkler, De La Guarda. Er unterrichtet regelmäßig u.a. auch im DOCK 11.

# Marko E. Weigert wurde an der Palucca Schule Dresden, der HS f. Musik und Theater "F. M. Bartholdy" Leipzig als Tänzer, Choreograph und Tanzpädagoge ausgebildet. Er arbeitete u. a. in Wien mit Elisabeth Orlowsky und in Berlin mit Joseph Tmim, Norbert Servos, alex b, Gundula Peuthert und Christoph Winkler. Unterrichtet regelmäßig in Berlin.

# Amit Goldenberg tanzte mit der "Isaacs Mc'eleb Dance Company" in San Diego, dem "Bat-Sheva Ensemble" und der "Bat-Sheva Dance Company" in Tel Aviv, und den Choreographen Inbal Pinto und Barak Marshall. Er erhielt den ersten Preis für darstellende Künstler beim "Bagniolé" Wettbewerb in Paris. Amit nimmt als Tänzer, Choreograph und Musiker in der "Sheketak" Produktion teil. Er ist Mitbegründer der De De Dance Company.

# Ya'ara Dolev tanzte im "Bat-Sheva Ensemble" und für die Choreographen Marta Chen-Inbar, Anat Danieli und Barak Marshall. Sie erhielt den ersten Preis für darstellende Künstler beim "Bagniolé" Wettbewerb in Paris. Ya'ara hat auch bühnentechnische Fachkenntnisse erlangt und arbeitet als Lichtdesignerin und Lichttechnikerin für verschiedene Gruppen, sowie für Produktionen der De De Dance Company in Israel, die sie mitgegründet hat und bei der sie auch als künstlerische Leiterin und Mitchoreographin arbeitet.

# Tomi Paasonen tanzte als Solist für das Joffrey Ballet of Chicago, Lines Ballet und das Hamburg Ballett. Choreographiert seit 1991 in Deutschland, Finnland, Chicago und San Fransisco. Zählt zu den Mitbegründern der " KUNST-STOFF" Company, welche seitdem Anerkennung fürs synthetisieren von theatralischem Tanz, Film, Performance und visueller Kunst erhielt. Tomi Paasonen lebt derzeitig in Berlin und arbeitet als freischaffender Choreograph in Europa und in San Fransisco.

# Gundula Peuthert Studium an der Fachhochschule für Tanz Leipzig. Tänzerin im "Freien Tanztheater Berlin" unter Leitung von Holger Bey. 1992-1996, Choreographiestudium an der HfSK "Ernst Busch" Berlin. 1997 Engagement am Vogtlandtheater Plauen als Tänzerin und Choreographin. Spielzeit 1999/2000 Künstlerische Direktorin. 2001-2002 Gastdozentin für Choreographie an der HfSK "Ernst Busch" Berlin. Seit 2001 Gastchoreographin am Staatstheater Cottbus.

 

Jaffa - Berlin Kurzstrecke
Kurzstücke von Tänzern und Choreographen der wee dance company und De De Dance Company
Für dieses Projekt wurde die israelische De De Dance Company nach Deutschland eingeladen. Innerhalb eines künstlerisch-tänzerischen Ideenaustausches zwischen in Deutschland ansässigen (konkret: deutschen, amerikanischen, israelischen und finnischen) ChoreographInnenn und TänzerInnen werden Kurztanzstücke kreiert. Gerade ein begrenzter Zeitrahmen schafft eine Dichte der Informationen und die oft abstrakte Sprache des Tanzes kann aufmerksam aufgenommen und verarbeitet werden. Die Suche nach einer systematischen und sinnvollen Konvention als Ausgangspunkt für diese Zusammenarbeit hat die 'Kurzstrecke' ergeben: Die zehnminütige Fahrt über sechs Berliner Bushaltestellen, welche gleichzeitig die illusorische 'Kfitzat Haderech' zwischen den beiden Städten bildet: Eine Brücke zwischen beiden Kulturen


--------- Felix Ruckert ----------

# Felix Ruckert: zwischen 1982 und 1992 studierte Felix Ruckert Tanz in Berlin, Essen, Paris und New York. Er tanzte mit Choreographen wie Jean-Francois Duroure, Mathilde Monnier, Charles Cre-Ange, Wanda Golonka. Von 1992 bis 1994 war er Mitglied des Tanztheaters Wuppertal von Pina Bausch. Seine eigene Companie gründete er 1994 in Berlin und überrascht seit dem immer wieder durch szenische Experimente wie "Schwartz"- ganz ohne Tänzer - oder "Hautnah".

MUSHROOM ein Tanzstück
In jeder Arbeit von Felix Ruckert gibt es ein radikales Grundprinzip. Jedes Stück entsteht durch eine spezifische Methode. Hier besteht es darin, den Platz des Choreographen als alleinigen Schöpfer unbesetzt zu lassen. Der kreative Motor ist die Gruppe selbst: eine Ansammlung von Personen, die tänzerisch kommunizieren und dabei ihre eigenen Regeln und Organisationsprinzipien entwickeln. Dabei ist das Ziel sowohl eine soziale als auch eine choreographische Utopie: Die Schaffung eines harmonischen Systems bei höchstmöglicher Freiheit des Individuums.

# Konzept: Felix Ruckert # von und mit: Laura Frigato, Catherine Jodoin, Caroline Picard, Susanna Szperling, Matthieu Burner, Felix Ruckert, Gabriel Staelen, Vidal Bini, Davide Camplani # Musik: Christian Meyer Mal # Kostüme: Daniela und Jürgen Wedhorn # Produktion: Cie Felix Ruckert und DOCK 11 # gefördert vom Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin

LOVE ZOO ein interaktives Tanz- und Bewegungsstück
MushRoom ist strukturierte Improvisation basierend auf acht verschiedenen kompositorischen Systemen. Aufgabe der Gruppe ist es, diese Systeme bei jeder Aufführung neu auszugestalten und ihnen eine neue Ordnung und Dynamik zu geben. Diese choreographische Form lehnt sich an die Struktur 'primitiver' Gruppentänze an, bei der ein eng miteinander vertrauter Personenkreis auf der Basis gemeinsamer, überlieferter tänzerischer und musikalischer Figuren improvisiert. Ein weiteres Merkmal dieser Tänze ist, dass sie sich an ein Drittes, Höheres adressieren. Der Zuschauer ist also nicht Betrachter einer Aufführung, sondern eher Zeuge eines Rituals.

Der Entstehungsprozess von MushRoom hatte drei Schwerpunkte, wobei versucht wurde die Entstehung traditioneller Tänze zu simulieren: 1. Jeder einzelne Tänzer erarbeitete sich ein spezifisches und individuelles Bewegungsmaterial für das Stück (Anthropologisch gesprochen: Definition der Rolle des Individuums in der Gemeinschaft!) 2. Die Gruppe konfrontiert sich mit verschiedenen Improvisations- und Kompositions-Techniken - durch Arbeiten mit eingeladenen Dozenten: Julyen Hamilton, Kirstie Simson, Elizabeth Corbett und Joanne Leighton (gemeinsame Erfahrungen, gemeinsame Geschichte!) 3. Definition der acht verwendeten Kompositionssysteme (Entwicklung eigener kultureller Formen!)
Der Titel ist inspiriert von der Gattung der Pilze, die sowohl extrem kleine (unter Millimetergröße) als auch riesige (mehrere Quadratkilometer große) Spezies umfasst. Er bezieht sich außerdem auf die halluzinogenen Eigenschaften gewisser Arten: Unter günstigen Umständen löst Betrachtung des Stückes beim Zuschauer Wahrnehmungsveränderungen aus.

# Konzept: Felix Ruckert # Tanz / Choreographie: Laura Frigato, Catherine Jodoin, Caroline Picard, Vidal Bini, Matthieu Burner, Davide Camplani, Felix Ruckert # Musik: Christian Meyer Mal # Licht: Stephan Haller und Isabelle Fuchs
# Kostüme: Jürgen + Daniela Wedhorn # Management: Isabelle Fuchs.


--------- NTTL ----------

NTTL ist ein Künstlerkollektiv bestehend aus Christian Meyer, Matthieu Burner, Nabih Amaroui, Caroline Picard, Chatrine Jodoin


--------- Cie Michèle Murray ----------

# COMPAGNIE MICHÈLE MURRAY Die Compagnie Michèle Murray, gegründet 1999 in Montpellier, und seitdem international unterwegs, mit Gastspielen unter anderem in: ImPuls Tanz, Wien - New Moves Festival, Glasgow - Montpellier Danse 04 Festival - Centre National de la Danse, Paris - Ballett Preljocaj, Aix en Provence

 

VLADIVOSTOK ein Tanzstück von der Cie Michèle Murray
Michèle Murray gestattet einen Blick auf Erfolg und Scheitern im menschlichen Leben und das in einem mysteriösen Klima, wobei die Grenzen von Theater, Tanz, Körper und Objekten ineinander übergehen. Die Tänzer besitzen mehrere Identitäten. Alle Kombinationen sind möglich. Die Geschlechter verwandeln sich, Wahrnehmungen können nicht festgelegt werden. Zu der Musik von Fatboy Slim und Chemical Brothers vermengen sich Körper und Objekte in fieberhafter Weise, brutal, lustvoll, euphorisch."

# Konzept: Michèle Murray und Compagnie # Mit Maya Brosch, Mathias Dou, Waldemar Kretchovsky, Marie Leca, Audrey Perin-Vindt, Kevin Taylor, Gilles Viandier # Musik : Fatboy Slim, Chemical Brothers # Licht: Lutz Lange #
Koproduktion: Festival Montpellier Danse/04, Theatre le Vivat-Armentieres, Theatre de Sète , DOCK 11-Berlin .


---------- Sven Seeger ----------

Sven Seeger absolvierte seine Ausbildung an der Ballett Rambert School, London. In seinen folgenden Engagements arbeitete u.a. mit Ismael Ivo, Gerald Thomas, Daniela Kurz, Isabelle Schad, Christoph Loy, Julie Bougard und Felix Ruckert. Choreographien für Musiktheater und Schauspiel u.a. Schauspiel Chemnitz sowie Kurt Weill Festival Dessau. Seine eigenen Produktionen zeigte er in ARCUB / Bukarest, De Vorst Tilburg, m Rahmen Kulturstadt Weimar 99, Sophiensaele, DNT Weimar / Junge Choreographen, Fabrik / Potsdam sowie Voxxx Chemnitz.
In seinen Stücken verbindet er auf einzigartige Weise disziplinierte strukturierte Choreographie im Kontext tagespolitischer und sozialkritischer Ereignisse. Es entsteht eine Mischung aus Tanz und Sprechtheater.

Whatever,it's gonna be... Phase 2 Whatever... on the edge
"Whatever" ist ein über zwei Jahre laufender Arbeitsprozeß zum Thema positives Denken. Aufbauend auf die ersten zwei Teile der Trilogie wird nun die Endfassung präsentiert. Die Recherchen thematisierten positives Denken bezogen auf persönliche Belange. Die Suche nach Erkenntnis und Erfüllung, die eine Konfrontation mit dem Scheitern nicht auszuschließen vermag. "Viel ist geschehen - wir sind mitten drin." "Whatever - forever!"

Eine Erfolgsbilanz des positiven Denkens: Nach Krisenjahren erlebt das Team von 'Whatever' durch die Erfolgsrezepturen, die Life Style Magazine und Sozialforschung proklamieren, einen ideellen sowie materiellen Aufschwung . Das 'Whatever'-Team wendet sich den angenehmen Seiten des Lebens zu: Stressabbau sowie sinnerfüllte Beschäftigungstherapie oder kollektiver Geist als Keimzelle für unerschöpfliche Energiepotenziale "Think pink....... Whatever for better Understanding and a perfect World......"

# Choreographie: Sven Seeger # Sound: Phil Meyer Recke # Out Fit: Pablo Alarcon # Design: Sampson Zaharkiv
von und mit Tracee Westmoreland, Sabina Ferenc, Julie Bougard, Litsa Kioussi, Sampson Zaharkiv und Sven Seeger
# Die Performancereihe 2002 bis 2004 wurde ermöglicht mit der freundlichen Unterstützung von Dock11 Berlin, Mime Centrum Berlin und Pact Zollverein Essen # Finanziert durch Hauptstadtkulturfonds (Endfassung 2004), Kulturamt Pankow Berlin (Phasen 1 + 2) sowie Goethe Inter Naciones Bukarest.


---------- Shinichi Momo Koga , Yuko Kaseki, Marc Ates ----------

Shinichi Momo Koga, Künstlerischer Leiter von inkBoat, San Francisco. Zahlreiche Produktionen mit Musikern, Künstlern, Schauspielern und Tänzern. Projekte mit Harupin-ha, TEN PEN Chii, Do Theatre, Shadowlight Theatre und Adapt.

Yuko Kaseki, tanzte bei Anzu Furukawa. Seit 2001 zeigt Solo Serie wie "Invisible Real" "Tooboe" "Kudan" in Dock11 Berlin. Seit 2001 zusammen arbeite mit inkBoat. Projekten und Improvisation in Europa, USA, Japan.

Marc Ates, Autodidakt und Universalist: Regisseur, Tänzer, Performer, Choreograph, Musiker, Programmierer, Filmemacher, Licht Designer, Techniker

 

Ame to Ame ein Tanzstück

Ame to Ame ist ein Versuch, auf Wolken zu gehen und dabei festzustellen, dass die wirkliche Herausforderung der unvermeidliche Aufprall auf der Erde ist. Die Sprache des Körpers, seine Ausdrucksformen, die Gestik sind in oft ähnlicher Weise wie japanische Kanjizeichen nicht eindeutig zu verstehen: "Wenn ein Japaner sich die Lippen leckt und lächelnd Ame spricht, wird sein Freund Süßigkeit verstehen - es ist eher Regen zu erwarten, wenn derselbe Japaner mit geöffneter Hand zum Himmel blickend Ame murmelt..."

Die Performance Ame to Ame ist ein Duett, zu Teilen ein Trio. Eine abgründige Liebeserklärung voll unerwarteter Kehrtwendungen. Thema ist die Phänomelogie der Kommunikation im konkret (explosiv) zwischenmenschlichen Bereich von Mann und Frau. Missverständnisse, Abhängigkeit, Zärtlichkeit, Gewalt und Annäherung - eine Annäherung auf tänzerische Weise an eines des ältesten Themen menschlicher Existenz..

# Choreographie, Tanz: Yuko Kaseki, Shinichi Momo Koga # Regie, Choreographie, Licht: Marc Ates #
Komposition: Sheila McCarthy (mit Beiträgen von Nils Frykdahl, Dawn McCarthy und Carla Kihlstedt)
Text: Sten Rudstrom # Musik und Text Arrangement: Shinichi Momo Koga

 

all a lone ein Tanzstück

"Heute ist alles anders. Ein Mann möchte Musik machen - es erklingt kein Ton. Eine Frau möchte tanzen, doch ihre Schuhe sind zu klein geworden. Alles ist am falschen Platz - verschoben, zu groß oder zu klein... - aber die Stille bleibt. Je mehr ich darüber nachdenke, desto stärker wird sie. Das Klavier verliert seinen Klang, der Maler malt nicht mehr, der Musiker hört auf zu musizieren, der Tänzer tanzt nicht mehr. Sie verlieren Ihre Funktionen, aber nicht Ihre Schönheit - werden noch schöner."

Auf der Bühne stehen fünf Türen. Sie sind geschlossen. Sie teilen die Leere in Räume von unbekannter Größe. Was befindet sich hinter diesen Türen...

# Choreographie: Yuko Kaseki # Regie / Dramaturgie / Lichtdesign: Marc Ates # Tanz: Yuko Kaseki, Paola Tognazzi, Mayumi Fukuzaki, Teresa Mayer, Katrin Geller # Komposition / Musik: Axel Dörner # Bühnenbild / Szenographie: Chiharu Shiota # gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin und Kulturamt Pankow # produziert im und unterstützt vom DOCK 11


 

---------- Estefania Miranda Rojas ----------

 

# Estefania Miranda Rojas: Studium an Hochschule der Künste Tilburg, NL. Tänzerin bei Ismael Ivo Company, u.a.. Arbeiten mit Gerald Thomas, George Tabori an der Schaubühne Berlin, u.a. Schauspielerin und Choreographin am Deutschen Nationaltheater Weimar. Eigene Stücke in den Niederlanden und Deutschland. Im DOCK 11 zeigte sie 1999 das gemeinsame Stück mit Sven Seeger "Cooking in Paradise"

Hubert want's to go out

Hubert ist der Held seiner Alltagsrituale.
Hubert hat Kommunikationsschwierigkeiten. Huberts Einsamkeit.
Hubert entwirft ein Bild von sich selbst und seinem Leben.
Hubert ist komisch.
Hubert mag Sport.
Ist Hubert tragisch?
Hubert ist naiv und grausam. Ist Hubert wahnsinnig?
Hubert ist real.
Ist Hubert dein Nachbar?

Ein Blick in die Intimität eines Menschen, der in seinen Kopfwelten gefangen ist. Das Stück befaßt sich mit der Auflösung der Gesellschaftsordnungen, wie wir sie früher einmal kannten, in unserer post-industriellen Gesellschaft. Die Schwächung der Institutionen und der Bindungen und Zugehörigkeiten haben eine zunehmende Unsicherheit des Individuums, das auf seine Einsamkeit zurückgeworfen ist, zur Folge. Durch die Abschaffung des sozialen Denkens entwickelt sich eine vollkommen neue, vom Physisch-Sinnlichen losgelöste Art der Kommunikation. Diese neu definierte Intimität, der möglich gewordene Ausschluss des Anderen, die Loslösung der Sexualität aus ihrem sozialen Kontext, lassen unsere Gesellschaft in lauter individuelle Einsamkeiten zerfallen, die in einem sehr zerbrechlichen Gleichgewicht nebeneinander leben.

 

# Konzept / Regie / Choreographie: Estefania Miranda Rojas # Foto: Maren Schneider # Video: Petra Zöpnek
Bühne & Kostüme: Silvia de Marta und Estefania Miranda Rojas # von und mit Hubert: Sven Seeger # gefördert vom Kulturamt Pankow Berlin mit freundlicher Unterstützung des Mime Zentrums Berlin und DOCK

 


---------- Mirko Hecktor ----------

 

Mirko Hecktor, ehemaliger Tänzer beim Bayerischen Staatsballett, Solist bei La La La Human Steps , Montreal und beim Ballett de Monte Carlo lebt und arbeitet seit einem Jahr in Berlin und München als freiberuflicher Choreograph. Projekte u.a. für die Bienale of Young Arts Turino, Channel 4 UK und WGBH Boston, The Place London, Schaubühne Berlin, Volkstheater München, Dom Perignon und das Hamgurger Staatsballett.

 

H_LP US von WAPpK - SIND SIe GELADeN?
ein Tanzperformanceabend von "BIGGeR BeTTER MISTAKE" und Mirko Hecktor

"Eine Performance, die die Grenzen von Bewegung, Tanz, Choreographie und Menschenverstand in Frage stellt und untersucht. In einer nicht allzu fernen Zukunft: Und dann ging das kleine Pissmonsterschweinchen auf d__ grosse japanische __ zu, blockierte den Milchabfluss mit einem 70'er-Second-Hand-Saint-Emilion-Chateau- Ausone-1er-Grand-Cru-Classe-Korken, dass sie, als Folge davon, explodierte und über die ganze Welt eine Art weißen Litiumsalzsee ergoss, der flink alles Leben auf diesem Planeten auslöschte, um eine neue Pfurzart, den Salzkrustenkrabbler, entstehen zu lassen. Litiumsalzseen: Weltspiegel um 19.20 Uhr im Ersten." Mirko Hecktor

# Konzept / Regie / Choreographie: Mirko Hecktor # Dramaturgie: Veronika Reithmaier, Gregorr Deltenre, Florian Matzku # Performer: Veronika Reithmaier, Mirko Hecktor, Alioscha Tursan, Gregory Deltenre, Udo Kersten # Kostüme: Marc Watson # Fotographie: Sonja Junkers # Postproduktion: Dirk Urbaniak, Jan Rinkens # Literatur: FX Karl, Sonja Fahrenhorst # Musik: Florian Matzku # produziert im DOCK 11


---------- Elettra de Salvo ----------

 

Elettra de Salvo: Die in Rom geborene Performancekünstlerin Elettra de Salvo lebt und arbeitet in Berlin und Frankfurt a. M.. Projekte u. a. bei und mit Marina Abramovic, Blixa Bargeld und Felix Ruckert.

 

autoreverse ein Tanzsolo fü 11 Männer
Elf Männer begeben sich in dieser choreografischen Installation auf die Suche nach dem, was Mann sein könnte, immer an den Rändern dessen, was das Geschlecht markiert. "Wann ist der Mann ein Mann?" Gibt es typische Bewegungsweisen im großen Pool der Genderkonstruktionen? In dieser Bewegungsstudie können Geschlechterdifferenzen durch körperliche Eingrenzung deutlicher hervortreten. Oder auch in die Irre führen. Nach Out of Order, einer Installation mit 40 Frauen, ist autoreverse der zweite Teil einer Trilogie zur Ästhetik der Trennung, die das Publikum mit ungewohnten Weisen der Raum- und Körperwahrnehmung konfrontiert.

# Konzept, Bühne, Regie: Elettra de Salvo # Konzept, Dramaturgie: Susanne Foellmer # von und mit: Davide Camplani, Jorgos Fokianos, Apolo Franca, Mathis Kleinschnittger, Sofian Labbani, Giancarlo Pia Mangione, Andreas Müller, Norbert Pape, Ante Pavic, Jochen Roller, u.a. # Choreografische Mitarbeit, Training: Paul Gazzola # Bühnenbildbau: Nir Moses # Licht: Benjamin Schälike # Regieassistenz: Ralica Nikolowa # Produktionsleitung: Gabi Beier # eine Koproduktion von DOCK 11, Berlin; Tanz im August - Internationales Tanzfest Berlin; Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt a. M. # gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds; durch den Fonds Darstellende Künste Essen e. V. aus Mitteln des Bundes; das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst; Amt für Wissenschaft und Kunst Frankfurt a.M.; Istituto Italiano di Cultura Frankfurt a. M.

 


---------- Jean-Guillaume Weis People ----------

 

# Guillaume Weis Dance People wurde 1998 gegründet. Sie arbeitet mit freischaffenden Künstlern aus verschiedenen Ländern: Tänzer, Schauspieler, Musiker und bildende Künstler treffen zu gemeinsamen Projekten zusammen.?

# Jean Guillaume Weis Studium am Konservatorium in Luxemburg. Tänzer in Zusammenarbeit u.a. mit Joachim Schlömer, (2000/2001), Mark Morris (1988-1993) und Pina Bausch (1994-1997). Seit 1998 Choreograph in Luxemburg.

Noise ein Tanzstück von Jean-Guillaume Weis People
"Vier Sorten Lärm werden in dem Stück Noise von Tänzern, Schauspielern und Musikern thematisiert. Es ist der durch Erinnerungen und Vorstellungen in uns liegende Lärm. Dann der Lärm außerhalb, den wir nicht oft hören wollen, der sich selbst imponiert. Als weiteren der Lärm, den wir auf der Bühne machen durch das Gesagte, Getanzte und das, was wir tun, um das Publikum in seiner Seele und seinem Denken zu provozieren. Und die vierte Sorte Lärm, die wir Musik nennen, wobei u.a. Fragen aufkommen wie: Wie wird Lärm zu Sounds in der Musik. Noise wurde schon im Februar in Luxemburg uraufgeführt. Noise in Berlin wird eine neue Kreation mit teilweise neuen Mitwirkenden sein.

# Choreographie: Jean Guillaume Weis # Tänzer: Katia Noir, Jean-Guillaume Weis # Schauspieler: Marc Planceon # Musiker: Jerome Goldschmidt # Bühnenbild + Kostüme: Trixi Weis ¦ Soundtrack: Emre Sevindik mit Jean-Guillaume Weis # Lighting Design: Lutz Deppe # die Produzenten sind Théâtre Danse et Mouvement, Théâtre d'Esch, Le Ministère de la Culture, de l'Enseignement Supérieur et de la Recherche, Fonds Culturel National, Dance Theatre Luxembourg
die Berlin-Produktion wurde vom Hauptstadtkulturfonds gefördert.


---------- Hans-Werner Klohe ----------

 

# Hans-Werner Klohe wurde an der Heinz Bosl Stiftung in München ausgebildet. Er tanze u.a. bei Introdans (Niederlande), Adventures in Motion Pictures (London/ New York) und dem TanzTheaterBasel. Zuletzt hat er mit Joachim Schlömer und Sasha Waltz gearbeitet. Seit 2001 produziert er seine eigenen Tanzstücke in Berlin (u.a. Comme un caméléon sur le lit blanc, gehthörtspricht, RISSE, narziss.04)..

 

L.O.V.E. - Ein Spiel von Liebe und Zufall ein Tanzstück von Hans-Werner Klohe
"Mit der wahren Liebe ist es wie mit Gespenstererscheinungen: alle Welt spricht davon, aber wenige haben sie gesehen." La Rochefoucauld

Liebe ist wohl immer ein Experiment. Zwei Menschen gehen aufeinander zu, öffnen sich einander und lassen sich teilhaben an ihrer Welt. Aus zwei mach eins. Doch nicht immer geht die Gleichung auf: Es schleichen sich Fehler in die Versuchsanordnung; Einflüsse bleiben unberücksichtigt; Das Experiment muss abgebrochen werden, weil es nicht unserem Bild von Liebe entspricht. Doch woraus resultieren unsere Vorstellungen von einer idealen Beziehung? Was stimuliert unsere sonst so verborgenen romantischen Gefühle? Was lässt uns Rituale immer wieder "neu" vollziehen? "L.O.V.E. - Ein Spiel von Liebe und Zufall" verwandelt das DOCK 11 in ein Gefühls-Labor und überprüft das System Liebe auf seine Modell-haftigkeit hin. Auf der Suche nach Vorgängig- und Nachhaltigkeit entstehen Begegnungen, Atmosphären und Verbindungen - im Spannungsfeld von individuellem Begehren und normativer Struktur. Im Zentrum stehen dabei Duette, Liebespaare, die sich in unterschiedlichen Konstellationen untereinander verbinden, wieder auflösen. Es entsteht eine Art Topik der Liebesbeziehungen, ein Lexikon der Liebe.

# Choreographie: Hans-Werner Klohe # Tanz: Raffaella Galdi, Catherine Jodoin, Su-Mi Jang, Stéphane Hisler, Francisco Cuervo # Musik: Alex Catona # Visual Art: chérie # Bühne: FrideRike Meintke # Kostüm: Katharina Meintke
Licht: Benjamin Schälike # Assistenz: Detlev Alexander # Dramaturgie: Björn Frers # gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, StiftungKulturfonds und Fonds Darstellende Künste # produziert im und unterstützt vom DOCK 11


 

---------- Livia Patrizi ----------

 

# Livia Patrizi studierte an der Folkwang Hochschule in Essen. Es folgten Engagements bei Cullberg, Pina Bausch, Joachim Schlömer und Maguy Marin. Livia Patrizi choreographierte u.a. "La Paloma", es wurde am Theater am Halleschen Ufer in Berlin vorgestellt. Mit Olivia Maridjan-Koop erarbeitete sie 2003 das Stück "Glück" im DOCK 11/ Berlin, dass u.a. im Rahmen von Napoli 11 in Neapel präsentiert wurde.

 

Was ist Tanz? Nr. 1 ein Konzept von Livia Patrizi
Warum ist Tanz eine der am wenigsten etablierten und umstrittenen Kunstformen? Was können Tanzschaffende selbst daran ändern? 10 Choreographen antworten auf diese Fragen in 111 Minuten. Tanz als Kunst bleibt einem breiten Publikum von Nicht-Künstlern meistens unzugänglich. Gleichzeitig wird der Rahmen, in dem der so genannte Zeitgenössische Tanz sich bewegt, immer grenzenloser. Ist es richtig so? Oder werden Choreographen Gefangene ihrer eigenen künstlerischen Freiheit? Sollte das Publikum sich mehr anstrengen, den Tanz zu verstehen, oder sollten die Choreographen eine deutlichere Sprache sprechen? Wollen Choreographen überhaupt verstanden werden oder machen sie Stücke nur für andere Tänzer und andere Choreographen? "WAS IST TANZ? Nr. 1" ist eine bewusste und unausweichliche Auseinandersetzung von Choreographen und Tänzern mit diesen Fragen und Gedanken, um dem Publikum die verschiedenen Visionen von Tanz näher zu bringen.

# Konzept \ Dramaturgie: Livia Patrizi # Choreographie \ Tanz: Detlef Alexander, Alex B, Luc Dunberry, Catherine Jodoin, Kazue Ikeda, Susanne Linke, Adalisa # Menghini, Martin Nachbar, Mark Sieczkarek, Christoph Winkler und weitere Gäste
gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin # produziert im und unterstützt vom DOCK 11

WAS IST TANZ? Nr. 2 ein Tanzstück für Kinder ab 6 Jahren
Ist Tanz eine Sprache? Was will der Tanz uns sagen? Wie kann man Tanz verstehen? Wie erfindet man eine Choreographie?
"WAS IST TANZ? N. 2" ist ein szenisches Lehrbuch, durch das Kinder, auf der Suche nach einem verborgenen "Schatz", den Spielregeln und Hintergründen von zeitgenössischem Tanz und Choreographie begegnen. Auf eine für Kinder spannende und inhaltsvolle Weise wird durch Erzähltes ein Schlüssel für das Getanzte gegeben. Die Reise führt in das, für die meisten Kindern unbekannte Land des zeitgenössischen Tanz-Theaters, wo es notwendig wird, viele Fragen nicht nur zu beantworten, sondern sie überhaupt erst einmal stellen zu lernen! "WAS IST TANZ? N. 2" ist für Choreographen, Tänzer und Veranstalter ein Podium, sich mit der Frage der Kinder-Tanz-Erziehung auseinander zu setzen. Die Choreographen werden im Rahmen der Produktions- und Vorstellungszeit Workshops für Kinder und Jugendliche anbieten.

# Konzept \ Choreographie: Livia Patrizi # Dramaturgie: Rainer Kühn # Erzähler: Uwe Preuss # Tanz\Choreographie: Kay Grothusen, JeanMarc Lebon, Adalisa Menghini, Katrin Pohlmann # Texte: Rainer Kühn, Livia Patrizi, Uwe Preuss
gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin # produziert im und unterstützt vom DOCK 11.

# Livia Patrizi studierte an der Folkwang Hochschule in Essen. Es folgten Engagements bei Cullberg, Pina Bausch, Joachim Schlömer und Maguy Marin. Livia Patrizi choreographierte u.a. "La Paloma", es wurde am Theater am Halleschen Ufer in Berlin vorgestellt. Mit Olivia Maridjan-Koop erarbeitete sie 2003 das Stück "Glück" im DOCK 11/ Berlin, dass u.a. im Rahmen von Napoli 11 in Neapel präsentiert wurde.

Podiumsdiskussion
Ist Tanz die schöne Bewegung im Raum? Ausdruck des Körpers und der Seele? Oder Variation des klassischen oder modernen Bewegungs-Repertoires? Was will die Jury fördern? Was will die Kritikerin sehen? Was kann der Produzent verkaufen? Ach, und ja, was wollen die Künstler? Darüber soll mit den künstlerischen Produzenten von Was ist Tanz diskutiert werden und mit Franz Anton Cramer (Mitglied der Jury der Senatskulturförderung), Wiebke Hüster (freie Tanzkritikerin), Arnd Wesemann (ballet-tanz), Dirk Elwert (Produktionsbüro The Lab) und anderen. Moderation: Michael Freundt


---------- Martin Stiefermann ----------

# Martin Stiefermann erhielt seine Tanzausbildung an der Ballettschule der Hamburgischen Staatsoper. Erstes Engagement als Tänzer beim Hamburger Ballett für fünf Jahre, in Hamburg entstanden auch seine ersten choreographischen Arbeiten. Von 1992-95 war er als freier Choreograph tätig, u.a. in Wien, Dresden, Kampnagelfabrik Hamburg, Basel und Berlin. Von 1995-97 war er Ballettdirektor und Choreograph an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel. 1998 gründete er in Berlin die freie Gruppe MS Schrittmacher. Sein Stückrepertoire umfasst mittlerweile über 30 meist abendfüllende Choreographien. Seit der Spielzeit 2001/2002 ist Martin Stiefermann gleichzeitig Direktor der Sparte Tanz am Oldenburgischen Staatstheater und Leiter seiner Berliner Kompanie 1MS Schrittmacher.

Das Lewskowmanuskript ein Tanzstück
Der Berliner Autor Matthias Wittkindt hat für die Tanzkompanie einen Text geschrieben, den Christoph Kalkowski zu einem Hörspiel verarbeitet hat. Dieses Hörspiel hört der Zuschauer über Kopfhörer, während gleichzeitig die Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne darstellen, was im Kopf des Erzählers vor sich geht.
Diese ungewohnte theatralische Wahrnehmungsform ist eine besondere Symbiose von Sehen und Hören. Zunächst werden die Sinneswahrnehmungen isoliert aufgenommen, erst der Zuschauer und Zuhörer kombiniert diese und bringt die optischen und akustischen Eindrücke zusammen.
Das Tanz-Hörspiel "Das Lewskowmanuskript" spielt mit Elementen aus Krimi, Love Story und Science Fiction. Es erzählt eine Geschichte über die Möglichkeit, in einer von Sinnesreizen übervollen Welt einen klaren Gedanken zu fassen. Er führt das Publikum in die Welt des Alexander Lewskow. Eine Welt, aus der der Erzähler nie zurückkehrte.

# Choreographie und Konzept: Martin Stiefermann # Text: Matthias Wittekindt # Bühne und Kostüme: Till Kuhnert
# Hörspielregie: Christoph Kalkowski # Licht: Max Wikström # Sprecher: Grit Galisch, Bernhard Schütz
choreographische Assistenz: Annette Lopez-Leal # es tanzen: Maura Morales, Sita Ostheimer, Antje Rose, Efrat Stempler, Jonathan Buckels, Damian Gmür, Pascal Séraline # Foto: Andreas J. Etter# Info. www.msschrittmacher.de # gefördert vom Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur von Berlin

Memotrip ein Tanzstück
"MEMOTRIP" ist die Fortführung des Tanz-Hörspiels "Das Lewskow-Manuscript". Hier versucht Protagonist Levi, sich an einen für ihn existentiell wichtigen Begriff zu erinnern. Doch um auf diesen Begriff zu kommen, muss er zunächst eine bestimmte Methode des Erinnerns, die in der Antike gebräuchliche Mnemonik, rekonstruieren, welche seinem Gedächtnis ebenfalls abhanden gekommen ist. So begibt er sich auf eine Reise durch verschiedene Räume, Zeiten und Zustände. Anhand der Bilder, die ihm auf seinem Erinnerungs-Trip begegnen, gelangt er immer tiefer in ein zunächst undurchdringlich scheinendes Gewirr aus Zeichen, deren Bedeutung und Ordnung er nicht deuten kann. Doch nach und nach entschlüsselt er das System, das ihm ursprünglich dazu dienen sollte, seine Erinnerungen jederzeit abrufen zu können. Mit der Wiederentdeckung der Mnemonik stößt er auch auf den Begriff, den er eigentlich im Gedächtnis behalten wollte, und der ihm die Lösung des Rätsels bringt.Wie in "Das Lewskow-Manuscript" erhalten die Zuschauer auch beim "MEMOTRIP" Kopfhörer, über die sie ein Hörspiel hören, während gleichzeitig die Tänzer auf der Bühne darstellen, was im Kopf des Erzählers vor sich geht. So werden die Sinneswahrnehmungen zunächst isoliert aufgenommen, erst der Zuschauer und Zuhörer kombiniert die optischen und akustischen Eindrücke.

# Choreographie und Konzept: Martin Stiefermann # TexMatthias Wittekindt # Hörspielregie: ChristophKalkowski
Bühne: Till Kuhnert # Kostüme: Birgit Wentsch # Sprecher: Bernhard Schütz # Dramaturgie:Diether Schlicker # Assistenz: Efrat Stempler # Foto: Andreas Etter # mit: Annett Gurtler, Tina McErvale, Sita Ostheimer, Jonathan Buckels, Damian Gmür, Daniel Soulié # gefördert vom Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Co-Produzent Oldenburgisches Staatstheater # unterstützt von DOCK 11 und DINAMIX





Feld 3 Choreographische Handlungsforschung

Die Reihe "Das Feld - choreographische Handlungsforschung" bietet ein druckloses Format um Ideen und Ansätze zu präsentieren, die grenzwertig und/oder unfertig sind. Gezeigt werden hier Fragmente, kurze Stücke, Experimente, Versuche. Es präsentieren sich dabei selbstverantwortliche, berufene KünstlerInnen, die über zentrale künstlerische Fähigkeiten verfügen: zu eruieren, zu experimentieren und zu improvisieren, auf unkonventionelle Art und Weise zu arbeiten und zu denken.

 

Still (a) Life [20 min] ein Tanzsolo von Marco A. Queiroz
Der Ausgangspunkt für dieses Projekt ist die Stillebenmalerei des frühen 17. Jahrhunderts. Der aus dem Holländischen entlehnte Terminus "stilleven" meint ursprünglich nichts anderes als "regloses Modell", "unbewegte Natur" ("leven" = "Modell"). In diesen Bildern steckt mehr als eine schöne zusammenhängende Ordnung von Gegenständen, bzw. Lebensmittel in ihren Vergänglichkeitsprozess, sondern auch eine Symbolik der "Verdinglichung". Die Waren in ihren verschiedenen Formen und Zuständen estimmen den fetischhaften "Stoffwechseln" der Gesell-schaft", in der schon seit der Renaissance eine "Entzauberung" der Religion stattfindet. Dadurch erhalten die Waren eine besondere Ausstrahlung - sie werden fast (und manchmal auch tatsächlich) zu libidinös besetzten Fetischen, von denen sogar eine magische Wirkung auszugehen scheint.

# Idee / Choreographie / Tanz: Marco Antonio Queiroz # Bühne: York Landgraf

 

Dunas [7 min] ein Tanzfilm von Carlos Cortizo
Zwei Menschen verschmelzen mit der Materie und den Kontrastfarben der Dünen. Ein Geflecht aus Verbinden und Lösen, Ruhen und Bewegen entsteht aus Szenen tänzerischen Geschehens und natürlicher Bewegungsfreiheit.

# Kamera: Mathias Ch. Reubel # mit Alexandra Matana-Emminger, Marcelo de Melo

Carlos Cortizo arbeitete u.a. mit Jean Renshaw, William Forsythe, Rui Horta, Liz King, Richard Werlock. Seine Lehr- und Choreographentätigkeit übte er in Brasilien, Österreich, der Schweiz und Deutschland aus. Er ist Gastdozenten an vielen Staatstheatern Deutschlands tätig. Einige seiner Videoproduktionen und Choreographien wurden ins Deutsche Tanzarchiv der SK Stiftung Kultur Köln und die Jiri Kylian Foundation in Prag und den Haag aufgenommen.

 

Did you leave or run away? [10 min] ein Tanzfilm von Sharon Paz
Thema des Videos ist die Notwendigkeit oder das Bedürfnis von Migration. Wahlmöglichkeit und Freiheit ziehen Bewegung nach sich. Die Charaktere nehmen verschiedene Haltungen in Bezug auf den Migrationsprozess an. Sie offenbaren ihre Aufregung darüber, den bekannten Ort für einen unbekannten zu verlassen. Es zeigt den Konflikt, der zwischen dem Bedürfnis ein sicheres Zuhause zu haben einerseits und der Sehnsucht weg zu gehen und frei zu sein andererseits, entsteht. Hauptort der Handlung ist ein Bahnsteig im Berliner "Ostbahnof".

# Leitung: Sharon Paz # Tänzer und Choreographen: Davide Camplani, Lisa Densem, Ante Pavic, Sigal Zouk-Harder
Kamera unditing: Andreas Harder, Sharon Paz # Assistenz: Amnon Liberman

Wenn es 25 Stockwerke sind, dann sind es eben so viele [20 min]
Try out von seeger/löw/e.weiss
"Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen Stagnation, der Sog der Globalisierung hat uns erfaßt. Das Unternehmen in dem du bist, geht kaputt, dein Ventil explodiert. Dein Leben war die Arbeit, aber jetzt gibt es sie nicht mehr. Wir setzten uns damit auseinander, daß in unserem Umfeld eigentlich nichts mehr funktioniert. Jeder ar-beitet irgendwas, nur um beschäftigt zu sein, träumt aber von ganz anderen Dingen. Sprich, wir sind die arbeitslosen Arbeitnehmer, unbarmherzigen Agenturkreativchefs, zarte Geschöpfe mit Befind-lichkeiten, verstehenden Gutmenschen, wir sind abhängig. In der Performance ist der Schrank leer, aber wir sind voll." e.weiss

# von und mit: Sven Seeger, Ann-marie von Löw und Verena E.Weiss das Stück wird später abendfüllend, weitere Aufführungen in Zürich, festival petits fours


---------- Detlev Alexander ----------

Detlev Alexander studierte in Stuttgart und München. Er arbeitete u.a. mit den Choreographen Heinz Spoerli, William ForsytheMatthew Bourne (AMP), Joachim Schlömer, Martin Stiefermann und Jan Pusch. Detlev ist Gastlehrer für klassisches Ballett bei verschiedenen Theatern und Companien. Er erhielt die choreographische Auszeichnung des SIWIC(Schweizerischer Internationaler Weiterbildungskurs in Choreographie). Eigene Choreographien für: Deutsche Oper am Rhein(Düsseldorf), Studio Theater Introdans (Niederlande), Tanztage Berlin, Theater am Halleschen Ufer Berlin, Dock 11 Berlin, Staatstheater Braunschweig.

MUD (ein Tanzsoli)
Die Tänzerin betritt den Raum und stellt sich die Frage, ob dies ein realer, wirklicher Ort für sie ist, oder ob sie
sich in einem imaginären, vielleicht virtuellen Raum befindet. Äußere Einflüsse und Reize lösen Aspekte ihrer
Persönlichkeit heraus, und sie scheint für einige Zeit die Gefangene ihrer eigenen inneren Welten zu sein.
# Konzept / Choreographie: Detlev Alexander # Tanz: Katrin Pohlmann# Dauer ca.30 min., Bühne ca.8x8m
# gefördert durch das Kulturamt Pankow, unterstützt durch DOCK 11

whiteout
whiteout geht auf Suche nach der eigenen Identität. Ist diese Identität als ein fiktives Konstrukt zu entlarven?
Zusammenhänge, zwischen dem was man will und dem was man tut, sind gestört, die Körper außer Kontrolle,
Kommunikation geraubt. Das Individuum scheint aus Bruchstücken zusammengesetzt zu sein.
Der Mensch ist in vielen Gesichtspunkten beziehungslos geworden. Gegenüber seinem eigenen Körper, seinen
Emotionen, seinen Mitmenschen und seiner Umwelt. Übriggeblieben sind einzig Fetzen der Erinnerung.
Eine Bezugs- und Orientierungslosigkeit bestimmt in vieler Hinsicht sein Leben.

Der Bühnenraum ist ein white cube ( 3 Wände) mit einem Schlitz, durch den die Darsteller auf-bzw. abgehen
können. Ein Tisch und einige Stühle sind ein weiterer Teil der Bühne und stehen sozusagen als "realer"
Bezugspunkt zu den Darstellern im Raum.
# Konzept / Choreographie: Detlev Alexander # Tanz:Susanne Ogan, Katrin Pohlmann, Francisco Cuervo,
Hans-Werner Klohe # Produktion: Detlev Alexander
# gefördert durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin, unterstützt durch DOCK 11

Im freien Fall
"Augenblicke, in denen Ich und Du uns nahe sind, wir uns als individuelle begegnen, wir entseht. Augenblicke deren Magie, Rausch und Besonderheit ich nicht vergessen kann. "Detlev Alexander untersucht in seinem neuen Stück unterschiedliche Aspekte des Vertrauens sowie der Ungewissheit in unterschiedlichen Beziehungsgeflechten. Ein Thema dabei sind Grenzüberschreitungen innerhalb unserer eigenen Person und auch ihre Ausweitung zu andern Personen und den sie umgebenden Raum.
# Konzept / Choreographie: Detlev Alexander # Tanz: Katrin Pohlmann, Hans-Werner Klohe
# Dauer ca.60min.,Bühne 8x 8 m


---------- Jasna Vino ----------

Jasna Vino arbeitete mit Montazstroj Physical Theater in Kroatien und Groupe Dunes Dance Company in Marseille, studierte an der Folkwang Hochschule Essen und tanzte am Stadttheater Bonn und Theater Basel. Seit 1999 arbeitet sie mit Joachim Schlömer und als freie Choreographin.

Mittelwelle - AFC Ein Tanzsolo
"In meinem Solo gehe ich einen Schritt vor und hinter den Zustand, außer sich zu sein oder aus seiner eigenen Fassade auszubrechen. Was bringt einen dazu, die Wände von sich selbst fallen zu lassen? Was entsteht danach und wie verändert man sich? Behilflich ist mir dabei ein altes Radio, das ständig Empfang sucht. Es erschafft Räume und Zwischenräume, um die Grenzen zwischen den Zuständen zu ergründen. Ob die Grenzen bleiben, ist offen." Jasna Vino
# Idee / Choreographie / Tanz:: Jasna Vino # Bühne: Regina Lorenz # unterstützt von DOCK 11, mit Mitteln des Kulturamtes Pankow


---------- Marco Antonio Queiroz ----------

Marco Antonio Queiroz wurde in Brasilien geboren und lebt seit 1994 in Deutschland. Er tanzte bei Harad Wantke (Dresden), Irina Pauls (Leipzig u. Oldenburg), Felix Ruckert, Alex B., Arthur Kuggeleyn. Seit 2000 war er festes Ensemblemitglied des Choreographischen Theaters Johann Kresnik an der Volksbühne. 2002 präsentierte er die Produktionen " Schmutzige Wände" und "looking-glass-selves" im DOCK 11. 2003 arbeitet er als Gastlehrer und Choreograph an der Korean National University of Art, Seoul.

from//to Ein Tanzsolo
Nach zehn Jahren in Deutschland, geboren in Brasilien, versucht Marco Antonio Queiroz sich selbst zu definieren, indem er für sich Begriffe wie Heimat, Kultur, Integration untersucht. In Form von Fragen durchleuchtet er die Grenzen der Akzeptanz, der Neugier, der Weltoffenheit, die Erwartungen an seine Person. Die gelieferten Antworten bilden die Grundlage des Stückes.

Das Solo findet in einem Rondell statt, dessen Balustrade mit Tausenden von Reflektoren versehen ist. Im Kreis um das Rondell sitzend sieht das Publikum eine ausgeklügelte Choreographie, in der brasilianische Einflüsse in die Ballettsprache einfließen und im Modernen Tanz weitergeführt werden.
# Choreographie / Tanz: Marco Antonio Queiroz # Bühne / Kostüm: York Landgraf # Musik: Daniel Dorsch
# Unterstützt vom Hauptstadtkulturfonds Berlin und DOCK 11


---------- L & O -- Livia Patrizi und Olivia Maridjan-Koop ----------

L&O lernten sich vor 18 Jahren an der Folgwangschule Essen kennen. Bei Livia Patrizi folgten Engagements mit Cullberg,Pina Bausch, Joachim Schlömer und Maguy Marin. L's letzte Produktion ("La Paloma") würde im Theater am Halleschen Ufer in Berlin vorgestellt. Olivia Maridjan-Koop tanzte mit Mark Morris in Brüssel & New York, und danach folgte eine noch immer dauernde Zusammenarbeit mit J. Schlömer. O's letzte Arbeit
("Auf der Schwelle") wurde in Basel aufgeführt. In Paris choreographierten L&O zusammen das Stück "Pas Perdu".

Glück (EIN HÖRTANZ)
Was ist Glück? Zufall, Erfolg, ein Lachen oder ein Leben? Rennt man ihm ständig nach, ist es gar in einem selbst? Zwischen eigenen Geschichten und Gesprächen, getanztem Wort und gesprochener Geste setzen die beiden Künstlerinnen sich mit den Erwartungen und Ängsten, Hoffnungen und Gedanken der hohen Freuden auseinander. Zwei Lebensanschauungen, zwei unterschiedliche choreographische Sprachen und eigene Erzählungen lassen einen intimen Hörtanz über das Glück entstehen.
# Konzept / Choreographie / Texte / Tanz: Livia Patrizi / Olivia Maridjan-Koop # Bühne / Kostüme: L&O Produktionsassistenz: Asier Solana # Produktion: DOCK 11 und L&O # mit Unterstützung des Italienische Kulturinstituts


---------- Sven Seeger ----------

Sven Seeger absolvierte seine Ausbildung an der Ballett Rambert School, London. In seinen folgenden Engagements arbeitete u.a. mit Ismael Ivo, Gerald Thomas, Daniela Kurz, Isabelle Schad, Christoph Loy, Julie Bougard und Felix Ruckert. Choreographien für Musiktheater und Schauspiel u.a. Schauspiel Chemnitz sowie Kurt Weill Festival Dessau. Seine eigenen Produktionen zeigte er in ARCUB / Bukarest, De Vorst Tilburg, m Rahmen Kulturstadt Weimar 99, Sophiensaele, DNT Weimar / Junge Choreographen, Fabrik / Potsdam sowie Voxxx Chemnitz.

In seinen Stücken verbindet er auf einzigartige Weise disziplinierte strukturierte Choreographie im Kontext tagespolitischer und sozialkritischer Ereignisse. Es entsteht eine Mischung aus Tanz und Sprechtheater.

Whatever,it's gonna be...,Phase 2 Whatever... on the edge
Whatever,…ist ein über zwei Jahre verlaufener Arbeitsprozess. Die Gruppe recherchiert die verschiedenen Aspekte des positiven Denkens, wobei der persönliche Bezug der Performer im Vordergrund steht. So entsteht eine Reflexion privater sowie sozialpolitischer Ereignisse.... Die Suche nach der Erkenntnis, die eine Konfrontation mit dem Scheitern nicht auszuschließen vermag. Viel ist geschehen, wir sind mitten drin. Whatever for better understanding and a perfect world...
Aufbauend auf Inhalt und Struktur der Phasen 1(Okt.2002) und 2(Nov.2003) folgt 2004 die Endfassung.
# Regie/ Choreographie: Sven Seeger # Sound: Phil Meyer Recke # Von und mit: Tracee Westmoreland, Julie Bougard, Sabina Ferenc, Litsa Kioussi, Sampson Zaharkiv und Sven Seeger # Die Produktion wird gefördert vom Kulturamt Pankow und Hauptstadtkulturfonds, produziert im DOCK 11, Mime Centrum und Pact Zollverein Essen


---------- Nir de Volff ----------

Nir de Volff absolvierte seine Tanzausbildung in Tel Aviv und arbeitete u.a. mit den Choreographen Constanza
Macras, Jan Pusch, Angela Guerreiro, The Cloud Chamber Company, Cristina de Smedt, Pina Bausch.
Seine Produktionen wurden im DOCK11, Prag, Budapest und Israel aufgeführt.

Seine Stücke sind neben der ausgefallenen Bewegungssprache voller Humor, immer durchmischt mit einer
tragischen Komponente. Eindrücke aus Film und Literatur , aber auch aus dem Medium Fernsehen/Werbung,
sowie alltägliche Begebenheiten bilden dabei seine hauptsächlichen Inspirationsquellen.

DOLLY
"DOLLY" ist ein Stück über unsere Träume, unsere surrealen Helden, denen wir näher kommen wollen und die doch
unerreichbar scheinen, über Grenzen, die wir überwinden wollen - über unseren kleinen Mikrokosmos geheimster
und verrücktester Begierden.

# Choreographie: Nir de Volff # Tanz : Filippo Armanti, Lasse Heninig, Olga Tzikouli, Anja Kursawe
# Kostüm: Nir de Volff


--------- Felix Ruckert ----------

Felix Ruckert: Zwischen 1982 und 1992 studierte Felix Ruckert Tanz in Berlin, Essen, Paris und New York. Er tanzte mit Choreographen wie Jean-Francois Duroure, Mathilde Monnier, Charles Cre-Ange, Wanda Golonka. Von 1992 bis 1994 war er Mitglied des Tanztheaters Wuppertal von Pina Bausch. Seine eigene Companie gründete er 1994 in Berlin und überrascht seit dem immer wieder durch szenische Experimente wie "Schwartz"- ganz ohne Tänzer - oder "Hautnah".

Gender Observation
Drei Männer und drei Frauen treffen in unterschiedlichen Situationen aufeinander und variieren dabei den Gegensatz nackt - bekleidet. Das Durchspielen aller möglichen Variationen einer Konstellation lenkt die Wahrnehmung auf die unterschiedliche Körpersprache der Geschlechter und beleuchtet gleichzeitig das eigene Verhältnis zum weiblichen bzw. männlichen Körper.
# Choreographie: Felix Ruckert # Musik: Christian Meyer # mit: Laura Frigato, Caroline Picard, Cathrine Jodoin, Matthieu Burner, Felix Ruckert, Gabriel Staelen

MUSHROOM
In jeder Arbeit von Felix Ruckert gibt es ein radikales Grundprinzip. Jedes Stück entsteht durch eine spezifische Methode. Hier besteht es darin, den Platz des Choreographen als alleinigen Schöpfer unbesetzt zu lassen. Der kreative Motor ist die Gruppe selbst: eine Ansammlung von Personen, die tänzerisch kommunizieren und dabei ihre eigenen Regeln und Organisationsprinzipien entwickeln. Dabei ist das Ziel sowohl eine soziale als auch eine choreographische Utopie: Die Schaffung eines harmonischen Systems bei höchstmöglicher Freiheit des Individuums.
# Konzept: Felix Ruckert # von und mit: Laura Frigato, Catherine Jodoin, Caroline Picard, Susanna Szperling, Matthieu Burner, Felix Ruckert, Gabriel Staelen, Vidal Bini, Davide Camplani # Musik: Christian Meyer Mal # Kostüme: Daniela und Jürgen Wedhorn # Produktion: Cie Felix Ruckert und DOCK 11 # gefördert vom Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin

Secret Service
Die Produktion der Cie Felix Ruckert ist angewendete Anthropologie, es behandelt die rohen Vorstellungen von Weichheit, Rauheit, von Lust erlauben und Schmerz spüren.
Der Körper der einzelnen Besucher wird das Zentrum der Tätigkeit. Das Stück besteht aus zwei unterschiedlichen Niveaus: Auf Niveau 1 werden die Augen des Besuchers bedeckt und somit das Sehvermögen geraubt. Unter dem Schutz der Anonymität werden sie manipuliert, herausgefordert, Bewegungen mit und an ihnen durchgeführt. Nachdem der Besucher eingeladen wurde, etwas zu trinken, besteht die Möglichkeit zum Niveau 2 überzugehen... Vertrauen zahlt sich aus!
# Konzept / Choreographie: Felix Ruckert # Von und mit: Helene Chevrier, Chatherine Jodoin, Lara Martelli, Elettra de Salvo, Malah Helman, Laura Frigato, Marika Rizi, Caroline Picard, Mata sakka, Brenner Matthieu, Anton Reza Bernal,Felix Ruckert Gabriel Staelen # Musik / Licht: Christian Meyer Mahl

Feld 1 Choreographische Handlungsforschung

Es hat sich ein Bedarf herauskristallisiert: Choreographen möchten früher in Dialog mit dem Publikum treten, ihm auch Ideen zeigen, die grenzwertig und/oder unfertig sind. Mit der neuen Reihe "Das Feld"
kommen wir diesem Bedürfnis entgegen: Gezeigt werden hier Fragmente, kurze Stücke, Experimente, Versuche. Wir präsentieren dabei Selbstverantwortliche berufene Künstler, "die über zentrale künstlerische Fähigkeiten verfügen: zu eruieren, zu experimentieren und zu improvisieren, auf unkonventionelle Art und Weise zu arbeiten und zu denken." Uta Meta Bauer.
Das Feld bietet den Nährboden, was wächst, wird sich zeigen...

Proper Dancing in the Background von und mit Eva Meyer-Keller
Die präsentierten Handlungen zeichnen sich durch Akkuratheit und Aufmerksamkeit für das Detail und gleichzeitig durch eine legere handwerklich souveräne Art aus. Wir sehen keine Dramatisierung, sondern einen operativen Modus, der die perfekte Logistik erkennen lässt, die Präsentationen in Kochsendungen im Fernsehen als ästhetisch bewusste Performances erkennbar macht. "Wir haben das hier schon einmal vorbereitet." Dieser wohlbekannte Satz kennzeichnet den Trick, den das Vorausgeplante produziert und eine Minimaldingung der Bühnensituation.
In einer Mischung aus Kochstudio und Zaubervorführung produziert "Proper Dancing in the Background" Absurdität durch Handlungen ohne "Sinn" und "Nutzen". Aber diese Absurdität ist nicht die verzweifelte Sinnzerstörung, die wir von künstlerischen Strategien der Zwischen- und Nachkriegszeit kennen. Hier scheinen wir es mehr mit einer
Art sanfter Verzerrung zu tun zu haben.
# Idee / Darsteller: Eva Meyer-Keller # Musik: Elvis, Madonna, Bob Dylan # Licht: Kindred Gottlieb # unterstützt von DOCK 11 mit Mitteln des Kulturamtes Pankow

# Eva Meyer-Keller studierte Tanz und Choreographie an der (SNDO) Amsterdam und
Fotografie und Bildende Kunst in Berlin und London. Sie macht Performances, Videoarbeiten, organisiert Festivals und tanzt u.a. für Jérôme Bel und Les Ballets C de la B. Sie kooperiert regelmäßig mit dem DOCK 11 in Berlin (seit 1996) und Monty in Antwerpen (seit 2000).


Mittelwelle - AFC von und mit Jasna
Ein altes Radio das mühsam seine Frequenz sucht, die jeder Zeit unberechenbar kommen und verschwinden kann. Die Frequenzausbrüche provozieren verschiedene Zustände, wo die Kontrolle nachlässt und man ausser sich gerät. Wenn die Fassade einer Person anfängt sich aufzulösen und die eigenen Schutzwände zerfallen.
# Idee / Choreographie / Tanz: Jasna Vino # Licht: Coco Durand # unterstützt von DOCK 11 mit Mitteln des Kulturamtes Pankow # Musik: Jordi Savall, Deana Carter, Andi di Franco (B.Springsteen), Chet Baker

# Jasna Vino arbeitete mit Montazstroj Physical Theater in Kroatien und Groupe Dunes Dance Company in Marseille, studierte an der Folkwang Hochschule Essen und tanzte am Stadttheater Bonn und Theater Basel. Seit1999 arbeitet sie mit Joachim Schlömer und als freie Choreographin

Changing Places von und mit Gilys Komova
Die Frage nach der Herkunft, die Suche nach der eigenen Identität. Berührungspunkte zweier unterschiedlicher Welten vereint in einer Figur, die das afrikanische Land durchstreift, gekleidet in einer slowakischen Landestracht.
"In meiner Arbeit wird ein Film gezeigt, den ich in Afrika gedreht habe während einer Reise in dem Land aus dem ich zur Hälfte komme. Gleichzeitig zeige ich choreographisches Material, in dem die Eindrücke dieser Reise verarbeitet werden, wo sich slowakische und afrikanische Elemente vermischen zu einem einzigartigen Bilder- und Bewegungserlebnis." Gilys Komvoa
# Idee / Choreographie / Tanz: Gilys Komova # Assistent: Christian Schwaan # Licht: Kindred Gottlieb # unterstützt von DOCK 11 mit Mitteln des Kulturamtes Pankow

# Gilys Komova studierte an der Heinz-Bosel-Stiftung in München, tanzte in Heidelberg (Liz King), an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel (Martin Stiefermann), u.a.. "Changing Places" ist ihre erste choreographische Arbeit.


Feld 2 Choreographische Handlungsforschung

Ohne Titel von Davide Camplani
Er realisiert so wenig, dass er sich selbst nicht kennt, sowie er nicht realisiert, welche Macht sich daraus entwickelt. Begegnungen ändern die Bedingung seiner sozialen Umgebung. Die den Raum erfüllenden Emotionen werden auf seine Ebene verschoben, so als änderte sich ein energetisches Feld, dass alle anderen umfängt und beherrscht. In dem Maße wie seine Observationen stärker werden, wächst seine Macht über die anderen. Er findet den Weg nicht zu sich selbst, sondern zieht die anderen in diese Dissonanz hinein. Sein Handeln ist mit Unkenntnis - verantwortlich und zugleich ohne Schuld.
# Konzept: Davide Camplani #Dramaturgie: Maren Hoffmeister

# Davide Camplani: War als Tänzer in diversen Tanzprojekten tätig, u.a. Cie Felix Ruckert, Sasha Waltz, Alex B., Schaubühne, Sophiensäle, Compagnia Lyria, Brescia (Italy) mit Giulia Gussaggo. # Maren Hoffmeister:. Sie leitete Kunstprojekte im Rahmen der Expo am Meer und ist seit 2000 Doktorantin an der Universität Oldenburg, sowie Stipendiatin im Institut für Theaterwissenschaft an der FU Berlin.

Ochosa
"Ein Spezialkonzert für, wenn die Bühne größer ist als der Publikumsraum." Zitat
Eva Meyer-Keller zeigt seit 1998 als Performerin und Choreographin Stücke im DOCK 11 und organisierte zweimal das Festival "Liminal Institute" im DOCK 11.
# mit: Eva Meyer-Keller, Rico Repotente, Oliver Benn

Turn off the Light von Einat Tuchmann
Der Moment vor der Entscheidung birgt Zweifel, gemischt mit Gefühlen zwischen Verlassen und Wachsen. Eine Frau packt alleine ihre Reisetasche aus, während sie sich daran erinnert, was sie zu diesem Punkt brachte. Ihre Gedanken übersetzen sich in Tanz. Vor sich hinsingend entstehen verschiedene Handlungen, manchmal privat, manchmal abstrakt, welche die Einsamkeit farbiger und die Realität poetischer machen.
# Choreographie / Tanz: Einat Tuchman# Produktion: Victoria # Couch: Miel van Haselt

# Einat Tuchman eigene Stücke: "Bartime" Gent / Victoria. Sie tanzte u.a. mit: Alain Platel, Belgiem; Christofer Bruce, London; Block and Stil, Amsterdam; vielen ist Einat Tuchmann als Tänzerin bei Jossef Tmim -Tolada, Berlin bekannt. Die Proben fanden im DOCK 11 statt.

In the flat Field von Yuko Kaseki und Marc Ates
Die Welt ist wie ein flaches Feld - ein mal zwei Meter - darunter eine schlafende Schildkröte. Kann man sie dort finden? Was braucht sie zum Leben? Physisch, emotional, intellektuell. Los geht's...: Sie isst eine Schüssel Reis pro Mahlzeit, dreimal an einem Tag, 7 Tage in der Woche, 4 Wochen im Monat, 12 Monate im Jahr - das macht 1008 Schüsseln Reis pro Jahr. Vielleicht etwas mehr oder weniger. Für den Reis und um zu essen, arbeitet sie.
Dazwischen - Denken - Schlafen - Singen. Die Zeit vergeht.... Dieses ist ihr Feld, jenes eures. Wir werden uns begegnen oder uns möglicherweise nie treffen und drehen uns weiter und weiter.

# Idee: Yuko Kaseki, Marc Ates # Realisierung: Nadine Milzner, Søren Dø, Yuko Kaseki, Marc Ates
# Licht / Bühne: Marc Ates