ÜBERHAUPTSÄCHLICH
Ein Tanzstück von PAA (Public Artistic Affairs) Tomi
Paasonen
Ein Tänzer als Medium, verschwindet
in den Schwankungen, Stürzen, Abweichungen, Lenkungen und
Beugungen und so fort. Die Bewegung als Anti-Thesis des Begreiflichen,
wie das Flüchtige Fortschreiten der aneinander geketteten
Momente, wie der Versuch ins Wasser zu schreiben. Versuche die
sich immer wieder in sich zurückkehren, bis sich unendliche
Loops bilden und die Verschmelzung von Zeit sich in einem Lärm
des Chaos ausebbt.
Ein Schauspieler als unendliches Spiegelbild
des Betrachters, ein Chamäleon als projizierbare Fläche,
der immer wieder in die nächste Rolle reinschlüpft,
um unantastbar und unnahbar zu bleiben. Eine Studie von Schizophrenie,
Multiple Personality Syndrom im ewigen Fortflüchten des
Ich-seins, das sich immer weiter vermehrt.
Ein Raum, viele virtuelle Räume.
Sie da, wir hier, oder doch nicht? Ja ja, ist ja nur ein Video,
Software, O.K und live und so, so und so viele Lampen und ihr
auf den Rampen, oder umgekehrt? Tomi Paasonen
Choreographie/ Bühne/
Kostüm: Tomi Paasonen Tanz: Jorgos Fokianos
Video/ Audio: Mike Koloska Licht: Jochen Freels
NAHME WIEDER GABE AUF ein Tanzstück für drei Darsteller
Ein Spiel zwischen drei Darstellern, einem Kameramann und einem
Protektionisten, zwischen Wiederholung und Differenz, die Beziehung
zu sich selbst im Vergleich zu anderen, dem Unterschied zwischen
Idee und Wirklichkeit, über Kontrollverlust und zu sich
zu finden.
Der Versuch, etwas zu wiederholen, erweist sich unmöglich,
da jeder Moment in einem einzigartigen Verhältnis zum Ganzen
steht. Wiederholung ist abhängig von der Differenz, denn
wenn alles gleich wäre, könnten wir nicht einen Moment
von dem anderen unterscheiden. Jeder Lernprozess besteht aus
Wiederholung, aber eine fortgetriebene Wiederholung resultiert
in der Schlappheit der Voraussehbarkeit. Wiederholung und Erinnerung
sind dieselbe Bewegung, nur in gegenseitige Richtung, denn was
man erinnert, ist gewesen und wird rückwärts wiederholt,
wobei die Wiederholung vorwärts erinnert wird. Wir verwechseln
die Vorstellungen, die wir von ein-ander haben mit der Wirklichkeit,
vor der wir flüchten. Wie verhalten sich diese Paradoxen
in einer Vor-stellung, wo der Darsteller ständig versucht
seine Aufgabe zu reanimieren und der Zuschauer sich seine eigene
Vorstellung von der Vorstellung vorstellt? Wir nehmen auf, wir
geben wieder, wir nehmen wieder die Aufgabe auf Wiederaufnahme
auf, wir nehmen und geben die Aufgaben auf. Auf Wiedersehen!
# Konzept, Regie, Choreographie, Projektionen,
Text, Kostüme: Tomi Paasonen # auf der Bühne: Carlos
Osatinsky, Yannis Adoniou, Yuko Matsuyama # Licht und Ton: Marcus
Schulte, Mike Koloska # Kamera: Stefan Bodner # produziert im
und unterstützt vom DOCK 11
MeMoRe
ein Tanzstück
"MeMoRe" ist eine audiovisuelle Tanztheater-Sinfonie
mit 6 Darstellern und einer Waschmaschine, deren pflegeleichtes
Feinwäscheprogramm auch die Klangwelt des Stücks ausmacht.
Bei den kochfesten Themen handelt es sich um persönliche
und kollektive Erinnerungen, Fantasien und Träume, selektives
Gedächtnis, Sanierung der Vergangenheit, Amnesie und digitales
Gedächtnis. Das Stück wird aus persönlichen dokumentarischen,
historischen und fiktiven Mitteln zusammengestrickt und mit Schriften
des Neurologen, Oliver Sacks, Philosophen, Henri Bergson und
Moshe Feldenkrais (Feldenkrais-Methode) gemischt.
# Regie / Bühne: Tomi Paasonen # Ton:
Mike Koloska # Licht / Bühne: Carle Lange # Video: Kari
Yli-Annala
Darsteller: Kevin Cregan, Amy Raymond, Alexander Sieber, Frank
Freyer, Ulrich Hohn, Yuko Matsuyama, Homer Avila # gefördert
vom Hauptstadtkulturfonds, Berlin # produziert im DOCK 11
---------- Alex
B ----------
# Alex B studierte von 1988-91 am
Laban Center for Movement and Dance in London. Dort erhielt sie
1991 den Choreografenpreis für "Nights". Danach
arbeitete sie zwei Jahre in Hong Kong. Seit 1994 lebt, tanzt,
unterrichtet und choreografiert sie in Berlin, u.a. im Theater
am Halleschen Ufer, in der Tanzfabrik und im Tacheles. Gastspiele
und Lehrauf-träge führten sie nach Amsterdam zu Randall
Scott, nach Hong Kong zur CCDC Dance Company, zur Ballet Academy
und Universität Peking sowie nach Taiwan.
Somebody ein
Tanzstück
Jeder sucht nach einem erfüllten Leben und geht unterschiedlichen
Strategien nach. Welche Kräfte stecken dahinter? Warum tickt
jemand so wie er tickt. Verschiedene Lebensentwürfe werden
in SomeBody gegenübergestellt, wobei die Figuren Geheimnisse
haben und hüten, rätselhaft bleiben und ihr Innerstes
vor dem Zugriff einer allzu plausiblen Erklärung schützen.
# Idee und Konzept: Alex B # Dramaturgie:
Peter Pleyer # Darsteller: Shahar Brown, Florian Bilbao, Jhaemi
Willens, Vidal Bini # Musik: Yoyo Röhm # Licht: Benjamin
Schälicke # Foto: Felix Broede # gefördert vom Senat
für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin # produziert
im und unterstützt vom DOCK 11
---------- Nir
de Volff ----------
# Nir de Volff absolvierte seine Tanzausbildung in Tel
Aviv und arbeitete u.a. mit den Choreographen Constanza
Macras, Jan Pusch, Angela Guerreiro, The Cloud Chamber Company,
Cristina de Smedt, Pina Bausch.
Seine Produktionen wurden im DOCK11, Prag, Budapest und Israel
aufgeführt.
Seine Stücke sind neben der ausgefallenen
Bewegungssprache voller Humor, immer durchmischt mit einer
tragischen Komponente. Eindrücke aus Film und Literatur
, aber auch aus dem Medium Fernsehen/Werbung,
sowie alltägliche Begebenheiten bilden dabei seine hauptsächlichen
Inspirationsquellen.
DOLLY
ein Tanzstück
"DOLLY" ist ein Stück über unsere Träume,
unsere surrealen Helden, denen wir näher kommen wollen und
die doch
unerreichbar scheinen, über Grenzen, die wir überwinden
wollen - über unseren kleinen Mikrokosmos geheimster
und verrücktester Begierden.
# Choreographie: Nir de Volff # Tanz :
Filippo Armanti, Lasse Heninig, Olga Tzikouli, Anja Kursawe
# Kostüm: Nir de Volff
---------- Choreographen-Kollektiv
: JAFFA ----------
# Dan Pelleg studierte Tanz in Israel,
tanzte im Bat-Sheva Ensemble ein Repertoire von mehreren Choreographen
u.a. Ohad Naharin, Jiri Kilian, Anjelin Preljocaj. Ab 1995 arbeitete
er in Berlin u.a. mit Joseph Tmim, alex b, Tomi Paasonen, Gundula
Peuthert, Norbert Servos, Christoph Winkler, De La Guarda. Er
unterrichtet regelmäßig u.a. auch im DOCK 11.
# Marko E. Weigert wurde an der
Palucca Schule Dresden, der HS f. Musik und Theater "F.
M. Bartholdy" Leipzig als Tänzer, Choreograph und Tanzpädagoge
ausgebildet. Er arbeitete u. a. in Wien mit Elisabeth Orlowsky
und in Berlin mit Joseph Tmim, Norbert Servos, alex b, Gundula
Peuthert und Christoph Winkler. Unterrichtet regelmäßig
in Berlin.
# Amit Goldenberg tanzte mit der
"Isaacs Mc'eleb Dance Company" in San Diego, dem "Bat-Sheva
Ensemble" und der "Bat-Sheva Dance Company" in
Tel Aviv, und den Choreographen Inbal Pinto und Barak Marshall.
Er erhielt den ersten Preis für darstellende Künstler
beim "Bagniolé" Wettbewerb in Paris. Amit nimmt
als Tänzer, Choreograph und Musiker in der "Sheketak"
Produktion teil. Er ist Mitbegründer der De De Dance Company.
# Ya'ara Dolev tanzte im "Bat-Sheva
Ensemble" und für die Choreographen Marta Chen-Inbar,
Anat Danieli und Barak Marshall. Sie erhielt den ersten Preis
für darstellende Künstler beim "Bagniolé"
Wettbewerb in Paris. Ya'ara hat auch bühnentechnische Fachkenntnisse
erlangt und arbeitet als Lichtdesignerin und Lichttechnikerin
für verschiedene Gruppen, sowie für Produktionen der
De De Dance Company in Israel, die sie mitgegründet hat
und bei der sie auch als künstlerische Leiterin und Mitchoreographin
arbeitet.
# Tomi Paasonen tanzte als Solist
für das Joffrey Ballet of Chicago, Lines Ballet und das
Hamburg Ballett. Choreographiert seit 1991 in Deutschland, Finnland,
Chicago und San Fransisco. Zählt zu den Mitbegründern
der " KUNST-STOFF" Company, welche seitdem Anerkennung
fürs synthetisieren von theatralischem Tanz, Film, Performance
und visueller Kunst erhielt. Tomi Paasonen lebt derzeitig in
Berlin und arbeitet als freischaffender Choreograph in Europa
und in San Fransisco.
# Gundula Peuthert Studium an der Fachhochschule
für Tanz Leipzig. Tänzerin im "Freien Tanztheater
Berlin" unter Leitung von Holger Bey. 1992-1996, Choreographiestudium
an der HfSK "Ernst Busch" Berlin. 1997 Engagement am
Vogtlandtheater Plauen als Tänzerin und Choreographin. Spielzeit
1999/2000 Künstlerische Direktorin. 2001-2002 Gastdozentin
für Choreographie an der HfSK "Ernst Busch" Berlin.
Seit 2001 Gastchoreographin am Staatstheater Cottbus.
Jaffa - Berlin Kurzstrecke
Kurzstücke von Tänzern und Choreographen der wee dance
company und De De Dance Company
Für dieses Projekt wurde die israelische De De Dance Company
nach Deutschland eingeladen. Innerhalb eines künstlerisch-tänzerischen
Ideenaustausches zwischen in Deutschland ansässigen (konkret:
deutschen, amerikanischen, israelischen und finnischen) ChoreographInnenn
und TänzerInnen werden Kurztanzstücke kreiert. Gerade
ein begrenzter Zeitrahmen schafft eine Dichte der Informationen
und die oft abstrakte Sprache des Tanzes kann aufmerksam aufgenommen
und verarbeitet werden. Die Suche nach einer systematischen und
sinnvollen Konvention als Ausgangspunkt für diese Zusammenarbeit
hat die 'Kurzstrecke' ergeben: Die zehnminütige Fahrt über
sechs Berliner Bushaltestellen, welche gleichzeitig die illusorische
'Kfitzat Haderech' zwischen den beiden Städten bildet: Eine
Brücke zwischen beiden Kulturen
--------- Felix
Ruckert ----------
# Felix Ruckert: zwischen 1982 und
1992 studierte Felix Ruckert Tanz in Berlin, Essen, Paris und
New York. Er tanzte mit Choreographen wie Jean-Francois Duroure,
Mathilde Monnier, Charles Cre-Ange, Wanda Golonka. Von 1992 bis
1994 war er Mitglied des Tanztheaters Wuppertal von Pina Bausch.
Seine eigene Companie gründete er 1994 in Berlin und überrascht
seit dem immer wieder durch szenische Experimente wie "Schwartz"-
ganz ohne Tänzer - oder "Hautnah".
MUSHROOM
ein Tanzstück
In jeder Arbeit von Felix Ruckert gibt es ein radikales Grundprinzip.
Jedes Stück entsteht durch eine spezifische Methode. Hier
besteht es darin, den Platz des Choreographen als alleinigen
Schöpfer unbesetzt zu lassen. Der kreative Motor ist die
Gruppe selbst: eine Ansammlung von Personen, die tänzerisch
kommunizieren und dabei ihre eigenen Regeln und Organisationsprinzipien
entwickeln. Dabei ist das Ziel sowohl eine soziale als auch eine
choreographische Utopie: Die Schaffung eines harmonischen Systems
bei höchstmöglicher Freiheit des Individuums.
# Konzept: Felix Ruckert # von und mit:
Laura Frigato, Catherine Jodoin, Caroline Picard, Susanna Szperling,
Matthieu Burner, Felix Ruckert, Gabriel Staelen, Vidal Bini,
Davide Camplani # Musik: Christian Meyer Mal # Kostüme:
Daniela und Jürgen Wedhorn # Produktion: Cie Felix Ruckert
und DOCK 11 # gefördert vom Senat für Wissenschaft,
Forschung und Kultur, Berlin
LOVE ZOO ein
interaktives Tanz- und Bewegungsstück
MushRoom ist strukturierte Improvisation basierend auf acht verschiedenen
kompositorischen Systemen. Aufgabe der Gruppe ist es, diese Systeme
bei jeder Aufführung neu auszugestalten und ihnen eine neue
Ordnung und Dynamik zu geben. Diese choreographische Form lehnt
sich an die Struktur 'primitiver' Gruppentänze an, bei der
ein eng miteinander vertrauter Personenkreis auf der Basis gemeinsamer,
überlieferter tänzerischer und musikalischer Figuren
improvisiert. Ein weiteres Merkmal dieser Tänze ist, dass
sie sich an ein Drittes, Höheres adressieren. Der Zuschauer
ist also nicht Betrachter einer Aufführung, sondern eher
Zeuge eines Rituals.
Der Entstehungsprozess von MushRoom hatte
drei Schwerpunkte, wobei versucht wurde die Entstehung traditioneller
Tänze zu simulieren: 1. Jeder einzelne Tänzer erarbeitete
sich ein spezifisches und individuelles Bewegungsmaterial für
das Stück (Anthropologisch gesprochen: Definition der Rolle
des Individuums in der Gemeinschaft!) 2. Die Gruppe konfrontiert
sich mit verschiedenen Improvisations- und Kompositions-Techniken
- durch Arbeiten mit eingeladenen Dozenten: Julyen Hamilton,
Kirstie Simson, Elizabeth Corbett und Joanne Leighton (gemeinsame
Erfahrungen, gemeinsame Geschichte!) 3. Definition der acht verwendeten
Kompositionssysteme (Entwicklung eigener kultureller Formen!)
Der Titel ist inspiriert von der Gattung der Pilze, die sowohl
extrem kleine (unter Millimetergröße) als auch riesige
(mehrere Quadratkilometer große) Spezies umfasst. Er bezieht
sich außerdem auf die halluzinogenen Eigenschaften gewisser
Arten: Unter günstigen Umständen löst Betrachtung
des Stückes beim Zuschauer Wahrnehmungsveränderungen
aus.
# Konzept: Felix Ruckert # Tanz / Choreographie:
Laura Frigato, Catherine Jodoin, Caroline Picard, Vidal Bini,
Matthieu Burner, Davide Camplani, Felix Ruckert # Musik: Christian
Meyer Mal # Licht: Stephan Haller und Isabelle Fuchs
# Kostüme: Jürgen + Daniela Wedhorn # Management: Isabelle
Fuchs.
--------- NTTL ----------
NTTL
ist ein Künstlerkollektiv bestehend aus Christian Meyer,
Matthieu Burner, Nabih Amaroui, Caroline Picard, Chatrine Jodoin
--------- Cie
Michèle Murray ----------
# COMPAGNIE MICHÈLE MURRAY Die
Compagnie Michèle Murray, gegründet 1999 in Montpellier,
und seitdem international unterwegs, mit Gastspielen unter anderem
in: ImPuls Tanz, Wien - New Moves Festival, Glasgow - Montpellier
Danse 04 Festival - Centre National de la Danse, Paris - Ballett
Preljocaj, Aix en Provence
VLADIVOSTOK ein Tanzstück von der Cie Michèle Murray
Michèle Murray gestattet einen Blick auf Erfolg und Scheitern
im menschlichen Leben und das in einem mysteriösen Klima,
wobei die Grenzen von Theater, Tanz, Körper und Objekten
ineinander übergehen. Die Tänzer besitzen mehrere Identitäten.
Alle Kombinationen sind möglich. Die Geschlechter verwandeln
sich, Wahrnehmungen können nicht festgelegt werden. Zu der
Musik von Fatboy Slim und Chemical Brothers vermengen sich Körper
und Objekte in fieberhafter Weise, brutal, lustvoll, euphorisch."
# Konzept: Michèle Murray und Compagnie
# Mit Maya Brosch, Mathias Dou, Waldemar Kretchovsky, Marie Leca,
Audrey Perin-Vindt, Kevin Taylor, Gilles Viandier # Musik : Fatboy
Slim, Chemical Brothers # Licht: Lutz Lange #
Koproduktion: Festival Montpellier Danse/04, Theatre le Vivat-Armentieres,
Theatre de Sète , DOCK 11-Berlin .
---------- Sven
Seeger ----------
Sven Seeger
absolvierte seine Ausbildung an der Ballett Rambert School, London.
In seinen folgenden Engagements arbeitete u.a. mit Ismael Ivo,
Gerald Thomas, Daniela Kurz, Isabelle Schad, Christoph Loy, Julie
Bougard und Felix Ruckert. Choreographien für Musiktheater
und Schauspiel u.a. Schauspiel Chemnitz sowie Kurt Weill Festival
Dessau. Seine eigenen Produktionen zeigte er in ARCUB / Bukarest,
De Vorst Tilburg, m Rahmen Kulturstadt Weimar 99, Sophiensaele,
DNT Weimar / Junge Choreographen, Fabrik / Potsdam sowie Voxxx
Chemnitz.
In seinen Stücken verbindet er auf einzigartige Weise disziplinierte
strukturierte Choreographie im Kontext tagespolitischer und sozialkritischer
Ereignisse. Es entsteht eine Mischung aus Tanz und Sprechtheater.
Whatever,it's gonna be...
Phase 2 Whatever... on the
edge
"Whatever" ist ein über zwei Jahre laufender Arbeitsprozeß
zum Thema positives Denken. Aufbauend auf die ersten zwei Teile
der Trilogie wird nun die Endfassung präsentiert. Die Recherchen
thematisierten positives Denken bezogen auf persönliche
Belange. Die Suche nach Erkenntnis und Erfüllung, die eine
Konfrontation mit dem Scheitern nicht auszuschließen vermag.
"Viel ist geschehen - wir sind mitten drin." "Whatever
- forever!"
Eine Erfolgsbilanz des positiven Denkens:
Nach Krisenjahren erlebt das Team von 'Whatever' durch die Erfolgsrezepturen,
die Life Style Magazine und Sozialforschung proklamieren, einen
ideellen sowie materiellen Aufschwung . Das 'Whatever'-Team wendet
sich den angenehmen Seiten des Lebens zu: Stressabbau sowie sinnerfüllte
Beschäftigungstherapie oder kollektiver Geist als Keimzelle
für unerschöpfliche Energiepotenziale "Think pink.......
Whatever for better Understanding and a perfect World......"
# Choreographie: Sven Seeger # Sound: Phil
Meyer Recke # Out Fit: Pablo Alarcon # Design: Sampson Zaharkiv
von und mit Tracee Westmoreland, Sabina Ferenc, Julie Bougard,
Litsa Kioussi, Sampson Zaharkiv und Sven Seeger
# Die Performancereihe 2002 bis 2004 wurde ermöglicht mit
der freundlichen Unterstützung von Dock11 Berlin, Mime Centrum
Berlin und Pact Zollverein Essen # Finanziert durch Hauptstadtkulturfonds
(Endfassung 2004), Kulturamt Pankow Berlin (Phasen 1 + 2) sowie
Goethe Inter Naciones Bukarest.
---------- Shinichi
Momo Koga , Yuko Kaseki, Marc Ates
----------
Shinichi Momo Koga,
Künstlerischer Leiter von inkBoat, San Francisco. Zahlreiche
Produktionen mit Musikern, Künstlern, Schauspielern und
Tänzern. Projekte mit Harupin-ha, TEN PEN Chii, Do Theatre,
Shadowlight Theatre und Adapt.
Yuko Kaseki,
tanzte bei Anzu Furukawa. Seit 2001 zeigt Solo Serie wie "Invisible
Real" "Tooboe" "Kudan" in Dock11 Berlin.
Seit 2001 zusammen arbeite mit inkBoat. Projekten und Improvisation
in Europa, USA, Japan.
Marc Ates,
Autodidakt und Universalist: Regisseur, Tänzer, Performer,
Choreograph, Musiker, Programmierer, Filmemacher, Licht Designer,
Techniker
Ame to Ame ein Tanzstück
Ame to Ame ist ein Versuch, auf Wolken
zu gehen und dabei festzustellen, dass die wirkliche Herausforderung
der unvermeidliche Aufprall auf der Erde ist. Die Sprache des
Körpers, seine Ausdrucksformen, die Gestik sind in oft ähnlicher
Weise wie japanische Kanjizeichen nicht eindeutig zu verstehen:
"Wenn ein Japaner sich die Lippen leckt und lächelnd
Ame spricht, wird sein Freund Süßigkeit verstehen
- es ist eher Regen zu erwarten, wenn derselbe Japaner mit geöffneter
Hand zum Himmel blickend Ame murmelt..."
Die Performance Ame to Ame ist ein Duett,
zu Teilen ein Trio. Eine abgründige Liebeserklärung
voll unerwarteter Kehrtwendungen. Thema ist die Phänomelogie
der Kommunikation im konkret (explosiv) zwischenmenschlichen
Bereich von Mann und Frau. Missverständnisse, Abhängigkeit,
Zärtlichkeit, Gewalt und Annäherung - eine Annäherung
auf tänzerische Weise an eines des ältesten Themen
menschlicher Existenz..
# Choreographie, Tanz: Yuko Kaseki, Shinichi
Momo Koga # Regie, Choreographie, Licht: Marc Ates #
Komposition: Sheila McCarthy (mit Beiträgen von Nils Frykdahl,
Dawn McCarthy und Carla Kihlstedt)
Text: Sten Rudstrom # Musik und Text Arrangement: Shinichi Momo
Koga
all a lone ein Tanzstück
"Heute ist alles anders. Ein Mann
möchte Musik machen - es erklingt kein Ton. Eine Frau möchte
tanzen, doch ihre Schuhe sind zu klein geworden. Alles ist am
falschen Platz - verschoben, zu groß oder zu klein... -
aber die Stille bleibt. Je mehr ich darüber nachdenke, desto
stärker wird sie. Das Klavier verliert seinen Klang, der
Maler malt nicht mehr, der Musiker hört auf zu musizieren,
der Tänzer tanzt nicht mehr. Sie verlieren Ihre Funktionen,
aber nicht Ihre Schönheit - werden noch schöner."
Auf der Bühne stehen fünf Türen.
Sie sind geschlossen. Sie teilen die Leere in Räume von
unbekannter Größe. Was befindet sich hinter diesen
Türen...
# Choreographie: Yuko Kaseki # Regie /
Dramaturgie / Lichtdesign: Marc Ates # Tanz: Yuko Kaseki, Paola
Tognazzi, Mayumi Fukuzaki, Teresa Mayer, Katrin Geller # Komposition
/ Musik: Axel Dörner # Bühnenbild / Szenographie: Chiharu
Shiota # gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin und
Kulturamt Pankow # produziert im und unterstützt vom DOCK
11
---------- Estefania
Miranda Rojas ----------
# Estefania Miranda Rojas: Studium
an Hochschule der Künste Tilburg, NL. Tänzerin bei
Ismael Ivo Company, u.a.. Arbeiten mit Gerald Thomas, George
Tabori an der Schaubühne Berlin, u.a. Schauspielerin und
Choreographin am Deutschen Nationaltheater Weimar. Eigene Stücke
in den Niederlanden und Deutschland. Im DOCK 11 zeigte sie 1999
das gemeinsame Stück mit Sven Seeger "Cooking in Paradise"
Hubert want's to go out
Hubert ist der Held seiner Alltagsrituale.
Hubert hat Kommunikationsschwierigkeiten. Huberts Einsamkeit.
Hubert entwirft ein Bild von sich selbst und seinem Leben.
Hubert ist komisch.
Hubert mag Sport.
Ist Hubert tragisch?
Hubert ist naiv und grausam. Ist Hubert wahnsinnig?
Hubert ist real.
Ist Hubert dein Nachbar?
Ein Blick in die Intimität eines Menschen,
der in seinen Kopfwelten gefangen ist. Das Stück befaßt
sich mit der Auflösung der Gesellschaftsordnungen, wie wir
sie früher einmal kannten, in unserer post-industriellen
Gesellschaft. Die Schwächung der Institutionen und der Bindungen
und Zugehörigkeiten haben eine zunehmende Unsicherheit des
Individuums, das auf seine Einsamkeit zurückgeworfen ist,
zur Folge. Durch die Abschaffung des sozialen Denkens entwickelt
sich eine vollkommen neue, vom Physisch-Sinnlichen losgelöste
Art der Kommunikation. Diese neu definierte Intimität, der
möglich gewordene Ausschluss des Anderen, die Loslösung
der Sexualität aus ihrem sozialen Kontext, lassen unsere
Gesellschaft in lauter individuelle Einsamkeiten zerfallen, die
in einem sehr zerbrechlichen Gleichgewicht nebeneinander leben.
# Konzept / Regie / Choreographie: Estefania
Miranda Rojas # Foto: Maren Schneider # Video: Petra Zöpnek
Bühne & Kostüme: Silvia de Marta und Estefania
Miranda Rojas # von und mit Hubert: Sven Seeger # gefördert
vom Kulturamt Pankow Berlin mit freundlicher Unterstützung
des Mime Zentrums Berlin und DOCK
---------- Mirko
Hecktor ----------
Mirko Hecktor,
ehemaliger Tänzer beim Bayerischen Staatsballett, Solist
bei La La La Human Steps , Montreal und beim Ballett de Monte
Carlo lebt und arbeitet seit einem Jahr in Berlin und München
als freiberuflicher Choreograph. Projekte u.a. für die Bienale
of Young Arts Turino, Channel 4 UK und WGBH Boston, The Place
London, Schaubühne Berlin, Volkstheater München, Dom
Perignon und das Hamgurger Staatsballett.
H_LP US von WAPpK - SIND
SIe GELADeN?
ein Tanzperformanceabend von "BIGGeR BeTTER MISTAKE"
und Mirko Hecktor
"Eine Performance, die die Grenzen
von Bewegung, Tanz, Choreographie und Menschenverstand in Frage
stellt und untersucht. In einer nicht allzu fernen Zukunft: Und
dann ging das kleine Pissmonsterschweinchen auf d__ grosse japanische
__ zu, blockierte den Milchabfluss mit einem 70'er-Second-Hand-Saint-Emilion-Chateau-
Ausone-1er-Grand-Cru-Classe-Korken, dass sie, als Folge davon,
explodierte und über die ganze Welt eine Art weißen
Litiumsalzsee ergoss, der flink alles Leben auf diesem Planeten
auslöschte, um eine neue Pfurzart, den Salzkrustenkrabbler,
entstehen zu lassen. Litiumsalzseen: Weltspiegel um 19.20 Uhr
im Ersten." Mirko Hecktor
# Konzept / Regie / Choreographie: Mirko
Hecktor # Dramaturgie: Veronika Reithmaier, Gregorr Deltenre,
Florian Matzku # Performer: Veronika Reithmaier, Mirko Hecktor,
Alioscha Tursan, Gregory Deltenre, Udo Kersten # Kostüme:
Marc Watson # Fotographie: Sonja Junkers # Postproduktion: Dirk
Urbaniak, Jan Rinkens # Literatur: FX Karl, Sonja Fahrenhorst
# Musik: Florian Matzku # produziert im DOCK 11
---------- Elettra
de Salvo ----------
Elettra de Salvo:
Die in Rom geborene Performancekünstlerin Elettra de Salvo
lebt und arbeitet in Berlin und Frankfurt a. M.. Projekte u.
a. bei und mit Marina Abramovic, Blixa Bargeld und Felix Ruckert.
autoreverse ein Tanzsolo fü 11 Männer
Elf Männer begeben sich in dieser choreografischen Installation
auf die Suche nach dem, was Mann sein könnte, immer an den
Rändern dessen, was das Geschlecht markiert. "Wann
ist der Mann ein Mann?" Gibt es typische Bewegungsweisen
im großen Pool der Genderkonstruktionen? In dieser Bewegungsstudie
können Geschlechterdifferenzen durch körperliche Eingrenzung
deutlicher hervortreten. Oder auch in die Irre führen. Nach
Out of Order, einer Installation mit 40 Frauen, ist autoreverse
der zweite Teil einer Trilogie zur Ästhetik der Trennung,
die das Publikum mit ungewohnten Weisen der Raum- und Körperwahrnehmung
konfrontiert.
# Konzept, Bühne, Regie: Elettra de
Salvo # Konzept, Dramaturgie: Susanne Foellmer # von und mit:
Davide Camplani, Jorgos Fokianos, Apolo Franca, Mathis Kleinschnittger,
Sofian Labbani, Giancarlo Pia Mangione, Andreas Müller,
Norbert Pape, Ante Pavic, Jochen Roller, u.a. # Choreografische
Mitarbeit, Training: Paul Gazzola # Bühnenbildbau: Nir Moses
# Licht: Benjamin Schälike # Regieassistenz: Ralica Nikolowa
# Produktionsleitung: Gabi Beier # eine Koproduktion von DOCK
11, Berlin; Tanz im August - Internationales Tanzfest Berlin;
Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt a. M. # gefördert
aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds; durch den Fonds Darstellende
Künste Essen e. V. aus Mitteln des Bundes; das Hessische
Ministerium für Wissenschaft und Kunst; Amt für Wissenschaft
und Kunst Frankfurt a.M.; Istituto Italiano di Cultura Frankfurt
a. M.
---------- Jean-Guillaume Weis
People ----------
# Guillaume Weis Dance People wurde
1998 gegründet. Sie arbeitet mit freischaffenden Künstlern
aus verschiedenen Ländern: Tänzer, Schauspieler, Musiker
und bildende Künstler treffen zu gemeinsamen Projekten zusammen.?
# Jean Guillaume Weis Studium am
Konservatorium in Luxemburg. Tänzer in Zusammenarbeit u.a.
mit Joachim Schlömer, (2000/2001), Mark Morris (1988-1993)
und Pina Bausch (1994-1997). Seit 1998 Choreograph in Luxemburg.
Noise ein
Tanzstück von Jean-Guillaume Weis People
"Vier Sorten Lärm werden in dem Stück Noise von
Tänzern, Schauspielern und Musikern thematisiert. Es ist
der durch Erinnerungen und Vorstellungen in uns liegende Lärm.
Dann der Lärm außerhalb, den wir nicht oft hören
wollen, der sich selbst imponiert. Als weiteren der Lärm,
den wir auf der Bühne machen durch das Gesagte, Getanzte
und das, was wir tun, um das Publikum in seiner Seele und seinem
Denken zu provozieren. Und die vierte Sorte Lärm, die wir
Musik nennen, wobei u.a. Fragen aufkommen wie: Wie wird Lärm
zu Sounds in der Musik. Noise wurde schon im Februar in Luxemburg
uraufgeführt. Noise in Berlin wird eine neue Kreation mit
teilweise neuen Mitwirkenden sein.
# Choreographie: Jean Guillaume Weis #
Tänzer: Katia Noir, Jean-Guillaume Weis # Schauspieler:
Marc Planceon # Musiker: Jerome Goldschmidt # Bühnenbild
+ Kostüme: Trixi Weis ¦ Soundtrack: Emre Sevindik
mit Jean-Guillaume Weis # Lighting Design: Lutz Deppe # die Produzenten
sind Théâtre Danse et Mouvement, Théâtre
d'Esch, Le Ministère de la Culture, de l'Enseignement
Supérieur et de la Recherche, Fonds Culturel National,
Dance Theatre Luxembourg
die Berlin-Produktion wurde vom Hauptstadtkulturfonds gefördert.
---------- Hans-Werner
Klohe ----------
# Hans-Werner Klohe wurde an der
Heinz Bosl Stiftung in München ausgebildet. Er tanze u.a.
bei Introdans (Niederlande), Adventures in Motion Pictures (London/
New York) und dem TanzTheaterBasel. Zuletzt hat er mit Joachim
Schlömer und Sasha Waltz gearbeitet. Seit 2001 produziert
er seine eigenen Tanzstücke in Berlin (u.a. Comme un caméléon
sur le lit blanc, gehthörtspricht, RISSE, narziss.04)..
L.O.V.E. -
Ein Spiel von Liebe und Zufall ein Tanzstück von Hans-Werner
Klohe
"Mit der wahren Liebe ist es wie mit Gespenstererscheinungen:
alle Welt spricht davon, aber wenige haben sie gesehen."
La Rochefoucauld
Liebe ist wohl immer ein Experiment. Zwei
Menschen gehen aufeinander zu, öffnen sich einander und
lassen sich teilhaben an ihrer Welt. Aus zwei mach eins. Doch
nicht immer geht die Gleichung auf: Es schleichen sich Fehler
in die Versuchsanordnung; Einflüsse bleiben unberücksichtigt;
Das Experiment muss abgebrochen werden, weil es nicht unserem
Bild von Liebe entspricht. Doch woraus resultieren unsere Vorstellungen
von einer idealen Beziehung? Was stimuliert unsere sonst so verborgenen
romantischen Gefühle? Was lässt uns Rituale immer wieder
"neu" vollziehen? "L.O.V.E. - Ein Spiel von Liebe
und Zufall" verwandelt das DOCK 11 in ein Gefühls-Labor
und überprüft das System Liebe auf seine Modell-haftigkeit
hin. Auf der Suche nach Vorgängig- und Nachhaltigkeit entstehen
Begegnungen, Atmosphären und Verbindungen - im Spannungsfeld
von individuellem Begehren und normativer Struktur. Im Zentrum
stehen dabei Duette, Liebespaare, die sich in unterschiedlichen
Konstellationen untereinander verbinden, wieder auflösen.
Es entsteht eine Art Topik der Liebesbeziehungen, ein Lexikon
der Liebe.
# Choreographie: Hans-Werner Klohe # Tanz:
Raffaella Galdi, Catherine Jodoin, Su-Mi Jang, Stéphane
Hisler, Francisco Cuervo # Musik: Alex Catona # Visual Art: chérie
# Bühne: FrideRike Meintke # Kostüm: Katharina Meintke
Licht: Benjamin Schälike # Assistenz: Detlev Alexander #
Dramaturgie: Björn Frers # gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds,
StiftungKulturfonds und Fonds Darstellende Künste # produziert
im und unterstützt vom DOCK 11
---------- Livia
Patrizi ----------
# Livia Patrizi studierte an der
Folkwang Hochschule in Essen. Es folgten Engagements bei Cullberg,
Pina Bausch, Joachim Schlömer und Maguy Marin. Livia Patrizi
choreographierte u.a. "La Paloma", es wurde am Theater
am Halleschen Ufer in Berlin vorgestellt. Mit Olivia Maridjan-Koop
erarbeitete sie 2003 das Stück "Glück" im
DOCK 11/ Berlin, dass u.a. im Rahmen von Napoli 11 in Neapel
präsentiert wurde.
Was ist Tanz? Nr. 1 ein Konzept von Livia Patrizi
Warum ist Tanz eine der am wenigsten etablierten und umstrittenen
Kunstformen? Was können Tanzschaffende selbst daran ändern?
10 Choreographen antworten auf diese Fragen in 111 Minuten. Tanz
als Kunst bleibt einem breiten Publikum von Nicht-Künstlern
meistens unzugänglich. Gleichzeitig wird der Rahmen, in
dem der so genannte Zeitgenössische Tanz sich bewegt, immer
grenzenloser. Ist es richtig so? Oder werden Choreographen Gefangene
ihrer eigenen künstlerischen Freiheit? Sollte das Publikum
sich mehr anstrengen, den Tanz zu verstehen, oder sollten die
Choreographen eine deutlichere Sprache sprechen? Wollen Choreographen
überhaupt verstanden werden oder machen sie Stücke
nur für andere Tänzer und andere Choreographen? "WAS
IST TANZ? Nr. 1" ist eine bewusste und unausweichliche Auseinandersetzung
von Choreographen und Tänzern mit diesen Fragen und Gedanken,
um dem Publikum die verschiedenen Visionen von Tanz näher
zu bringen.
# Konzept \ Dramaturgie: Livia Patrizi
# Choreographie \ Tanz: Detlef Alexander, Alex B, Luc Dunberry,
Catherine Jodoin, Kazue Ikeda, Susanne Linke, Adalisa # Menghini,
Martin Nachbar, Mark Sieczkarek, Christoph Winkler und weitere
Gäste
gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin # produziert
im und unterstützt vom DOCK 11
WAS IST TANZ? Nr. 2 ein Tanzstück für Kinder ab 6 Jahren
Ist Tanz eine Sprache? Was will der Tanz uns sagen? Wie kann
man Tanz verstehen? Wie erfindet man eine Choreographie?
"WAS IST TANZ? N. 2" ist ein szenisches Lehrbuch, durch
das Kinder, auf der Suche nach einem verborgenen "Schatz",
den Spielregeln und Hintergründen von zeitgenössischem
Tanz und Choreographie begegnen. Auf eine für Kinder spannende
und inhaltsvolle Weise wird durch Erzähltes ein Schlüssel
für das Getanzte gegeben. Die Reise führt in das, für
die meisten Kindern unbekannte Land des zeitgenössischen
Tanz-Theaters, wo es notwendig wird, viele Fragen nicht nur zu
beantworten, sondern sie überhaupt erst einmal stellen zu
lernen! "WAS IST TANZ? N. 2" ist für Choreographen,
Tänzer und Veranstalter ein Podium, sich mit der Frage der
Kinder-Tanz-Erziehung auseinander zu setzen. Die Choreographen
werden im Rahmen der Produktions- und Vorstellungszeit Workshops
für Kinder und Jugendliche anbieten.
# Konzept \ Choreographie: Livia Patrizi
# Dramaturgie: Rainer Kühn # Erzähler: Uwe Preuss #
Tanz\Choreographie: Kay Grothusen, JeanMarc Lebon, Adalisa Menghini,
Katrin Pohlmann # Texte: Rainer Kühn, Livia Patrizi, Uwe
Preuss
gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin # produziert
im und unterstützt vom DOCK 11.
# Livia Patrizi studierte an der Folkwang
Hochschule in Essen. Es folgten Engagements bei Cullberg, Pina
Bausch, Joachim Schlömer und Maguy Marin. Livia Patrizi
choreographierte u.a. "La Paloma", es wurde am Theater
am Halleschen Ufer in Berlin vorgestellt. Mit Olivia Maridjan-Koop
erarbeitete sie 2003 das Stück "Glück" im
DOCK 11/ Berlin, dass u.a. im Rahmen von Napoli 11 in Neapel
präsentiert wurde.
---------- Martin
Stiefermann ----------
# Martin Stiefermann erhielt seine Tanzausbildung an der Ballettschule
der Hamburgischen Staatsoper. Erstes Engagement als Tänzer
beim Hamburger Ballett für fünf Jahre, in Hamburg entstanden
auch seine ersten choreographischen Arbeiten. Von 1992-95 war
er als freier Choreograph tätig, u.a. in Wien, Dresden,
Kampnagelfabrik Hamburg, Basel und Berlin. Von 1995-97 war er
Ballettdirektor und Choreograph an den Bühnen der Landeshauptstadt
Kiel. 1998 gründete er in Berlin die freie Gruppe MS Schrittmacher.
Sein Stückrepertoire umfasst mittlerweile über 30 meist
abendfüllende Choreographien. Seit der Spielzeit 2001/2002
ist Martin Stiefermann gleichzeitig Direktor der Sparte Tanz
am Oldenburgischen Staatstheater und Leiter seiner Berliner Kompanie
1MS Schrittmacher.
Das Lewskowmanuskript ein Tanzstück
Der Berliner Autor Matthias Wittkindt hat für die Tanzkompanie
einen Text geschrieben, den Christoph Kalkowski zu einem Hörspiel
verarbeitet hat. Dieses Hörspiel hört der Zuschauer
über Kopfhörer, während gleichzeitig die Tänzerinnen
und Tänzer auf der Bühne darstellen, was im Kopf des
Erzählers vor sich geht.
Diese ungewohnte theatralische Wahrnehmungsform ist eine besondere
Symbiose von Sehen und Hören. Zunächst werden die Sinneswahrnehmungen
isoliert aufgenommen, erst der Zuschauer und Zuhörer kombiniert
diese und bringt die optischen und akustischen Eindrücke
zusammen.
Das Tanz-Hörspiel "Das Lewskowmanuskript" spielt
mit Elementen aus Krimi, Love Story und Science Fiction. Es erzählt
eine Geschichte über die Möglichkeit, in einer von
Sinnesreizen übervollen Welt einen klaren Gedanken zu fassen.
Er führt das Publikum in die Welt des Alexander Lewskow.
Eine Welt, aus der der Erzähler nie zurückkehrte.
# Choreographie und Konzept: Martin Stiefermann # Text: Matthias
Wittekindt # Bühne und Kostüme: Till Kuhnert
# Hörspielregie: Christoph Kalkowski # Licht: Max Wikström
# Sprecher: Grit Galisch, Bernhard Schütz
choreographische Assistenz: Annette Lopez-Leal # es tanzen: Maura
Morales, Sita Ostheimer, Antje Rose, Efrat Stempler, Jonathan
Buckels, Damian Gmür, Pascal Séraline # Foto: Andreas
J. Etter# Info. www.msschrittmacher.de # gefördert vom Senat
für Wissenschaft, Forschung und Kultur von Berlin
Memotrip ein
Tanzstück
"MEMOTRIP" ist die Fortführung des Tanz-Hörspiels
"Das Lewskow-Manuscript". Hier versucht Protagonist
Levi, sich an einen für ihn existentiell wichtigen Begriff
zu erinnern. Doch um auf diesen Begriff zu kommen, muss er zunächst
eine bestimmte Methode des Erinnerns, die in der Antike gebräuchliche
Mnemonik, rekonstruieren, welche seinem Gedächtnis ebenfalls
abhanden gekommen ist. So begibt er sich auf eine Reise durch
verschiedene Räume, Zeiten und Zustände. Anhand der
Bilder, die ihm auf seinem Erinnerungs-Trip begegnen, gelangt
er immer tiefer in ein zunächst undurchdringlich scheinendes
Gewirr aus Zeichen, deren Bedeutung und Ordnung er nicht deuten
kann. Doch nach und nach entschlüsselt er das System, das
ihm ursprünglich dazu dienen sollte, seine Erinnerungen
jederzeit abrufen zu können. Mit der Wiederentdeckung der
Mnemonik stößt er auch auf den Begriff, den er eigentlich
im Gedächtnis behalten wollte, und der ihm die Lösung
des Rätsels bringt.Wie in "Das Lewskow-Manuscript"
erhalten die Zuschauer auch beim "MEMOTRIP" Kopfhörer,
über die sie ein Hörspiel hören, während
gleichzeitig die Tänzer auf der Bühne darstellen, was
im Kopf des Erzählers vor sich geht. So werden die Sinneswahrnehmungen
zunächst isoliert aufgenommen, erst der Zuschauer und Zuhörer
kombiniert die optischen und akustischen Eindrücke.
# Choreographie und Konzept: Martin Stiefermann
# TexMatthias Wittekindt # Hörspielregie: ChristophKalkowski
Bühne: Till Kuhnert # Kostüme: Birgit Wentsch # Sprecher:
Bernhard Schütz # Dramaturgie:Diether Schlicker # Assistenz:
Efrat Stempler # Foto: Andreas Etter # mit: Annett Gurtler, Tina
McErvale, Sita Ostheimer, Jonathan Buckels, Damian Gmür,
Daniel Soulié # gefördert vom Senat für Wissenschaft,
Forschung und Kultur, Co-Produzent Oldenburgisches Staatstheater
# unterstützt von DOCK 11 und DINAMIX
Feld 3 Choreographische Handlungsforschung
Die Reihe "Das Feld - choreographische
Handlungsforschung" bietet ein druckloses Format um Ideen
und Ansätze zu präsentieren, die grenzwertig und/oder
unfertig sind. Gezeigt werden hier Fragmente, kurze Stücke,
Experimente, Versuche. Es präsentieren sich dabei selbstverantwortliche,
berufene KünstlerInnen, die über zentrale künstlerische
Fähigkeiten verfügen: zu eruieren, zu experimentieren
und zu improvisieren, auf unkonventionelle Art und Weise zu arbeiten
und zu denken.
Still (a) Life [20 min] ein Tanzsolo von Marco A. Queiroz
Der Ausgangspunkt für dieses Projekt ist die Stillebenmalerei
des frühen 17. Jahrhunderts. Der aus dem Holländischen
entlehnte Terminus "stilleven" meint ursprünglich
nichts anderes als "regloses Modell", "unbewegte
Natur" ("leven" = "Modell"). In diesen
Bildern steckt mehr als eine schöne zusammenhängende
Ordnung von Gegenständen, bzw. Lebensmittel in ihren Vergänglichkeitsprozess,
sondern auch eine Symbolik der "Verdinglichung". Die
Waren in ihren verschiedenen Formen und Zuständen estimmen
den fetischhaften "Stoffwechseln" der Gesell-schaft",
in der schon seit der Renaissance eine "Entzauberung"
der Religion stattfindet. Dadurch erhalten die Waren eine besondere
Ausstrahlung - sie werden fast (und manchmal auch tatsächlich)
zu libidinös besetzten Fetischen, von denen sogar eine magische
Wirkung auszugehen scheint.
# Idee / Choreographie / Tanz: Marco Antonio
Queiroz # Bühne: York Landgraf
Dunas
[7 min] ein Tanzfilm von Carlos Cortizo
Zwei Menschen verschmelzen mit der Materie und den Kontrastfarben
der Dünen. Ein Geflecht aus Verbinden und Lösen, Ruhen
und Bewegen entsteht aus Szenen tänzerischen Geschehens
und natürlicher Bewegungsfreiheit.
# Kamera: Mathias Ch. Reubel # mit Alexandra Matana-Emminger,
Marcelo de Melo
Carlos Cortizo
arbeitete u.a. mit Jean Renshaw, William Forsythe, Rui Horta,
Liz King, Richard Werlock. Seine Lehr- und Choreographentätigkeit
übte er in Brasilien, Österreich, der Schweiz und Deutschland
aus. Er ist Gastdozenten an vielen Staatstheatern Deutschlands
tätig. Einige seiner Videoproduktionen und Choreographien
wurden ins Deutsche Tanzarchiv der SK Stiftung Kultur Köln
und die Jiri Kylian Foundation in Prag und den Haag aufgenommen.
Did you leave or run away? [10 min] ein Tanzfilm von Sharon Paz
Thema des Videos ist die Notwendigkeit oder das Bedürfnis
von Migration. Wahlmöglichkeit und Freiheit ziehen Bewegung
nach sich. Die Charaktere nehmen verschiedene Haltungen in Bezug
auf den Migrationsprozess an. Sie offenbaren ihre Aufregung darüber,
den bekannten Ort für einen unbekannten zu verlassen. Es
zeigt den Konflikt, der zwischen dem Bedürfnis ein sicheres
Zuhause zu haben einerseits und der Sehnsucht weg zu gehen und
frei zu sein andererseits, entsteht. Hauptort der Handlung ist
ein Bahnsteig im Berliner "Ostbahnof".
# Leitung: Sharon Paz # Tänzer und
Choreographen: Davide Camplani, Lisa Densem, Ante Pavic, Sigal
Zouk-Harder
Kamera unditing: Andreas Harder, Sharon Paz # Assistenz: Amnon
Liberman
Wenn es 25 Stockwerke sind,
dann sind es eben so viele [20 min]
Try out von seeger/löw/e.weiss
"Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen Stagnation,
der Sog der Globalisierung hat uns erfaßt. Das Unternehmen
in dem du bist, geht kaputt, dein Ventil explodiert. Dein Leben
war die Arbeit, aber jetzt gibt es sie nicht mehr. Wir setzten
uns damit auseinander, daß in unserem Umfeld eigentlich
nichts mehr funktioniert. Jeder ar-beitet irgendwas, nur um beschäftigt
zu sein, träumt aber von ganz anderen Dingen. Sprich, wir
sind die arbeitslosen Arbeitnehmer, unbarmherzigen Agenturkreativchefs,
zarte Geschöpfe mit Befind-lichkeiten, verstehenden Gutmenschen,
wir sind abhängig. In der Performance ist der Schrank leer,
aber wir sind voll." e.weiss
# von und mit: Sven Seeger, Ann-marie von
Löw und Verena E.Weiss das Stück wird später abendfüllend,
weitere Aufführungen in Zürich, festival petits fours
----------
Detlev Alexander ----------
Detlev Alexander
studierte in Stuttgart und München. Er arbeitete u.a. mit
den Choreographen Heinz Spoerli, William ForsytheMatthew Bourne
(AMP), Joachim Schlömer, Martin Stiefermann und Jan Pusch.
Detlev ist Gastlehrer für klassisches Ballett bei verschiedenen
Theatern und Companien. Er erhielt die choreographische Auszeichnung
des SIWIC(Schweizerischer Internationaler Weiterbildungskurs
in Choreographie). Eigene Choreographien für: Deutsche Oper
am Rhein(Düsseldorf), Studio Theater Introdans (Niederlande),
Tanztage Berlin, Theater am Halleschen Ufer Berlin, Dock 11 Berlin,
Staatstheater Braunschweig.
MUD
(ein Tanzsoli)
Die Tänzerin betritt den Raum und stellt sich die Frage,
ob dies ein realer, wirklicher Ort für sie ist, oder ob
sie
sich in einem imaginären, vielleicht virtuellen Raum befindet.
Äußere Einflüsse und Reize lösen Aspekte
ihrer
Persönlichkeit heraus, und sie scheint für einige Zeit
die Gefangene ihrer eigenen inneren Welten zu sein.
# Konzept / Choreographie: Detlev Alexander # Tanz: Katrin Pohlmann#
Dauer ca.30 min., Bühne ca.8x8m
# gefördert durch das Kulturamt Pankow, unterstützt
durch DOCK 11
whiteout
whiteout geht auf Suche nach der eigenen Identität. Ist
diese Identität als ein fiktives Konstrukt zu entlarven?
Zusammenhänge, zwischen dem was man will und dem was man
tut, sind gestört, die Körper außer Kontrolle,
Kommunikation geraubt. Das Individuum scheint aus Bruchstücken
zusammengesetzt zu sein.
Der Mensch ist in vielen Gesichtspunkten beziehungslos geworden.
Gegenüber seinem eigenen Körper, seinen
Emotionen, seinen Mitmenschen und seiner Umwelt. Übriggeblieben
sind einzig Fetzen der Erinnerung.
Eine Bezugs- und Orientierungslosigkeit bestimmt in vieler Hinsicht
sein Leben.
Der Bühnenraum ist ein white cube
( 3 Wände) mit einem Schlitz, durch den die Darsteller auf-bzw.
abgehen
können. Ein Tisch und einige Stühle sind ein weiterer
Teil der Bühne und stehen sozusagen als "realer"
Bezugspunkt zu den Darstellern im Raum.
# Konzept / Choreographie: Detlev Alexander # Tanz:Susanne Ogan,
Katrin Pohlmann, Francisco Cuervo,
Hans-Werner Klohe # Produktion: Detlev Alexander
# gefördert durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft,
Forschung und Kultur, Berlin, unterstützt durch DOCK 11
Im freien Fall
"Augenblicke, in denen Ich und Du uns nahe sind, wir uns
als individuelle begegnen, wir entseht. Augenblicke deren Magie,
Rausch und Besonderheit ich nicht vergessen kann. "Detlev
Alexander untersucht in seinem neuen Stück unterschiedliche
Aspekte des Vertrauens sowie der Ungewissheit in unterschiedlichen
Beziehungsgeflechten. Ein Thema dabei sind Grenzüberschreitungen
innerhalb unserer eigenen Person und auch ihre Ausweitung zu
andern Personen und den sie umgebenden Raum.
# Konzept / Choreographie: Detlev Alexander # Tanz: Katrin Pohlmann,
Hans-Werner Klohe
# Dauer ca.60min.,Bühne 8x 8 m
---------- Jasna
Vino ----------
Jasna Vino
arbeitete mit Montazstroj Physical Theater in Kroatien und Groupe
Dunes Dance Company in Marseille, studierte an der Folkwang Hochschule
Essen und tanzte am Stadttheater Bonn und Theater Basel. Seit
1999 arbeitet sie mit Joachim Schlömer und als freie Choreographin.
Mittelwelle - AFC Ein Tanzsolo
"In meinem Solo gehe ich einen Schritt vor und hinter den
Zustand, außer sich zu sein oder aus seiner eigenen Fassade
auszubrechen. Was bringt einen dazu, die Wände von sich
selbst fallen zu lassen? Was entsteht danach und wie verändert
man sich? Behilflich ist mir dabei ein altes Radio, das ständig
Empfang sucht. Es erschafft Räume und Zwischenräume,
um die Grenzen zwischen den Zuständen zu ergründen.
Ob die Grenzen bleiben, ist offen." Jasna Vino
# Idee / Choreographie / Tanz:: Jasna Vino # Bühne: Regina
Lorenz # unterstützt von DOCK 11, mit Mitteln des Kulturamtes
Pankow
---------- Marco
Antonio Queiroz ----------
Marco Antonio Queiroz wurde in Brasilien geboren und lebt seit 1994 in
Deutschland. Er tanzte bei Harad Wantke (Dresden), Irina Pauls
(Leipzig u. Oldenburg), Felix Ruckert, Alex B., Arthur Kuggeleyn.
Seit 2000 war er festes Ensemblemitglied des Choreographischen
Theaters Johann Kresnik an der Volksbühne. 2002 präsentierte
er die Produktionen " Schmutzige Wände" und "looking-glass-selves"
im DOCK 11. 2003 arbeitet er als Gastlehrer und Choreograph an
der Korean National University of Art, Seoul.
from//to
Ein Tanzsolo
Nach zehn Jahren in Deutschland, geboren in Brasilien, versucht
Marco Antonio Queiroz sich selbst zu definieren, indem er für
sich Begriffe wie Heimat, Kultur, Integration untersucht. In
Form von Fragen durchleuchtet er die Grenzen der Akzeptanz, der
Neugier, der Weltoffenheit, die Erwartungen an seine Person.
Die gelieferten Antworten bilden die Grundlage des Stückes.
Das Solo findet in einem Rondell statt,
dessen Balustrade mit Tausenden von Reflektoren versehen ist.
Im Kreis um das Rondell sitzend sieht das Publikum eine ausgeklügelte
Choreographie, in der brasilianische Einflüsse in die Ballettsprache
einfließen und im Modernen Tanz weitergeführt werden.
# Choreographie / Tanz: Marco Antonio Queiroz # Bühne /
Kostüm: York Landgraf # Musik: Daniel Dorsch
# Unterstützt vom Hauptstadtkulturfonds Berlin und DOCK
11
---------- L
& O -- Livia Patrizi und Olivia Maridjan-Koop ----------
L&O
lernten sich vor 18 Jahren an der Folgwangschule Essen kennen.
Bei Livia Patrizi folgten Engagements mit Cullberg,Pina Bausch,
Joachim Schlömer und Maguy Marin. L's letzte Produktion
("La Paloma") würde im Theater am Halleschen Ufer
in Berlin vorgestellt. Olivia Maridjan-Koop tanzte mit Mark Morris
in Brüssel & New York, und danach folgte eine noch immer
dauernde Zusammenarbeit mit J. Schlömer. O's letzte Arbeit
("Auf der Schwelle") wurde in Basel aufgeführt.
In Paris choreographierten L&O zusammen das Stück "Pas
Perdu".
Glück (EIN HÖRTANZ)
Was ist Glück? Zufall, Erfolg, ein Lachen oder ein Leben?
Rennt man ihm ständig nach, ist es gar in einem selbst?
Zwischen eigenen Geschichten und Gesprächen, getanztem Wort
und gesprochener Geste setzen die beiden Künstlerinnen sich
mit den Erwartungen und Ängsten, Hoffnungen und Gedanken
der hohen Freuden auseinander. Zwei Lebensanschauungen, zwei
unterschiedliche choreographische Sprachen und eigene Erzählungen
lassen einen intimen Hörtanz über das Glück entstehen.
# Konzept / Choreographie / Texte / Tanz: Livia Patrizi / Olivia
Maridjan-Koop # Bühne / Kostüme: L&O Produktionsassistenz:
Asier Solana # Produktion: DOCK 11 und L&O # mit Unterstützung
des Italienische Kulturinstituts
---------- Sven
Seeger ----------
Sven Seeger
absolvierte seine Ausbildung an der Ballett Rambert School, London.
In seinen folgenden Engagements arbeitete u.a. mit Ismael Ivo,
Gerald Thomas, Daniela Kurz, Isabelle Schad, Christoph Loy, Julie
Bougard und Felix Ruckert. Choreographien für Musiktheater
und Schauspiel u.a. Schauspiel Chemnitz sowie Kurt Weill Festival
Dessau. Seine eigenen Produktionen zeigte er in ARCUB / Bukarest,
De Vorst Tilburg, m Rahmen Kulturstadt Weimar 99, Sophiensaele,
DNT Weimar / Junge Choreographen, Fabrik / Potsdam sowie Voxxx
Chemnitz.
In seinen Stücken verbindet er auf
einzigartige Weise disziplinierte strukturierte Choreographie
im Kontext tagespolitischer und sozialkritischer Ereignisse.
Es entsteht eine Mischung aus Tanz und Sprechtheater.
Whatever,it's gonna be...,Phase 2 Whatever... on the edge
Whatever,
ist ein über zwei Jahre verlaufener Arbeitsprozess.
Die Gruppe recherchiert die verschiedenen Aspekte des positiven
Denkens, wobei der persönliche Bezug der Performer im Vordergrund
steht. So entsteht eine Reflexion privater sowie sozialpolitischer
Ereignisse.... Die Suche nach der Erkenntnis, die eine Konfrontation
mit dem Scheitern nicht auszuschließen vermag. Viel ist
geschehen, wir sind mitten drin. Whatever for better understanding
and a perfect world...
Aufbauend auf Inhalt und Struktur der Phasen 1(Okt.2002) und
2(Nov.2003) folgt 2004 die Endfassung.
# Regie/ Choreographie: Sven Seeger # Sound: Phil Meyer Recke
# Von und mit: Tracee Westmoreland, Julie Bougard, Sabina Ferenc,
Litsa Kioussi, Sampson Zaharkiv und Sven Seeger # Die Produktion
wird gefördert vom Kulturamt Pankow und Hauptstadtkulturfonds,
produziert im DOCK 11, Mime Centrum und Pact Zollverein Essen
---------- Nir
de Volff ----------
Nir de Volff absolvierte seine Tanzausbildung in Tel Aviv
und arbeitete u.a. mit den Choreographen Constanza
Macras, Jan Pusch, Angela Guerreiro, The Cloud Chamber Company,
Cristina de Smedt, Pina Bausch.
Seine Produktionen wurden im DOCK11, Prag, Budapest und Israel
aufgeführt.
Seine Stücke sind neben der ausgefallenen
Bewegungssprache voller Humor, immer durchmischt mit einer
tragischen Komponente. Eindrücke aus Film und Literatur
, aber auch aus dem Medium Fernsehen/Werbung,
sowie alltägliche Begebenheiten bilden dabei seine hauptsächlichen
Inspirationsquellen.
DOLLY
"DOLLY" ist ein Stück über unsere Träume,
unsere surrealen Helden, denen wir näher kommen wollen und
die doch
unerreichbar scheinen, über Grenzen, die wir überwinden
wollen - über unseren kleinen Mikrokosmos geheimster
und verrücktester Begierden.
# Choreographie: Nir de Volff # Tanz :
Filippo Armanti, Lasse Heninig, Olga Tzikouli, Anja Kursawe
# Kostüm: Nir de Volff
--------- Felix
Ruckert ----------
Felix Ruckert:
Zwischen 1982 und 1992 studierte Felix Ruckert Tanz in Berlin,
Essen, Paris und New York. Er tanzte mit Choreographen wie Jean-Francois
Duroure, Mathilde Monnier, Charles Cre-Ange, Wanda Golonka. Von
1992 bis 1994 war er Mitglied des Tanztheaters Wuppertal von
Pina Bausch. Seine eigene Companie gründete er 1994 in Berlin
und überrascht seit dem immer wieder durch szenische Experimente
wie "Schwartz"- ganz ohne Tänzer - oder "Hautnah".
Gender Observation
Drei Männer und drei Frauen treffen in unterschiedlichen
Situationen aufeinander und variieren dabei den Gegensatz nackt
- bekleidet. Das Durchspielen aller möglichen Variationen
einer Konstellation lenkt die Wahrnehmung auf die unterschiedliche
Körpersprache der Geschlechter und beleuchtet gleichzeitig
das eigene Verhältnis zum weiblichen bzw. männlichen
Körper.
# Choreographie: Felix Ruckert # Musik: Christian Meyer # mit:
Laura Frigato, Caroline Picard, Cathrine Jodoin, Matthieu Burner,
Felix Ruckert, Gabriel Staelen
MUSHROOM
In jeder Arbeit von Felix Ruckert gibt es ein radikales Grundprinzip.
Jedes Stück entsteht durch eine spezifische Methode. Hier
besteht es darin, den Platz des Choreographen als alleinigen
Schöpfer unbesetzt zu lassen. Der kreative Motor ist die
Gruppe selbst: eine Ansammlung von Personen, die tänzerisch
kommunizieren und dabei ihre eigenen Regeln und Organisationsprinzipien
entwickeln. Dabei ist das Ziel sowohl eine soziale als auch eine
choreographische Utopie: Die Schaffung eines harmonischen Systems
bei höchstmöglicher Freiheit des Individuums.
# Konzept: Felix Ruckert # von und mit: Laura Frigato, Catherine
Jodoin, Caroline Picard, Susanna Szperling, Matthieu Burner,
Felix Ruckert, Gabriel Staelen, Vidal Bini, Davide Camplani #
Musik: Christian Meyer Mal # Kostüme: Daniela und Jürgen
Wedhorn # Produktion: Cie Felix Ruckert und DOCK 11 # gefördert
vom Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin
Secret Service
Die Produktion der Cie Felix Ruckert ist angewendete Anthropologie,
es behandelt die rohen Vorstellungen von Weichheit, Rauheit,
von Lust erlauben und Schmerz spüren.
Der Körper der einzelnen Besucher wird das Zentrum der Tätigkeit.
Das Stück besteht aus zwei unterschiedlichen Niveaus: Auf
Niveau 1 werden die Augen des Besuchers bedeckt und somit das
Sehvermögen geraubt. Unter dem Schutz der Anonymität
werden sie manipuliert, herausgefordert, Bewegungen mit und an
ihnen durchgeführt. Nachdem der Besucher eingeladen wurde,
etwas zu trinken, besteht die Möglichkeit zum Niveau 2 überzugehen...
Vertrauen zahlt sich aus!
# Konzept / Choreographie: Felix Ruckert # Von und mit: Helene
Chevrier, Chatherine Jodoin, Lara Martelli, Elettra de Salvo,
Malah Helman, Laura Frigato, Marika Rizi, Caroline Picard, Mata
sakka, Brenner Matthieu, Anton Reza Bernal,Felix Ruckert Gabriel
Staelen # Musik / Licht: Christian Meyer Mahl
Feld 1 Choreographische
Handlungsforschung
Es hat sich ein Bedarf herauskristallisiert:
Choreographen möchten früher in Dialog mit dem Publikum
treten, ihm auch Ideen zeigen, die grenzwertig und/oder unfertig
sind. Mit der neuen Reihe "Das Feld"
kommen wir diesem Bedürfnis entgegen: Gezeigt werden hier
Fragmente, kurze Stücke, Experimente, Versuche. Wir präsentieren
dabei Selbstverantwortliche berufene Künstler, "die
über zentrale künstlerische Fähigkeiten verfügen:
zu eruieren, zu experimentieren und zu improvisieren, auf unkonventionelle
Art und Weise zu arbeiten und zu denken." Uta Meta Bauer.
Das Feld bietet den Nährboden, was wächst, wird sich
zeigen...
Proper Dancing in the Background von und mit Eva Meyer-Keller
Die präsentierten Handlungen zeichnen sich durch Akkuratheit
und Aufmerksamkeit für das Detail und gleichzeitig durch
eine legere handwerklich souveräne Art aus. Wir sehen keine
Dramatisierung, sondern einen operativen Modus, der die perfekte
Logistik erkennen lässt, die Präsentationen in Kochsendungen
im Fernsehen als ästhetisch bewusste Performances erkennbar
macht. "Wir haben das hier schon einmal vorbereitet."
Dieser wohlbekannte Satz kennzeichnet den Trick, den das Vorausgeplante
produziert und eine Minimaldingung der Bühnensituation.
In einer Mischung aus Kochstudio und Zaubervorführung produziert
"Proper Dancing in the Background" Absurdität
durch Handlungen ohne "Sinn" und "Nutzen".
Aber diese Absurdität ist nicht die verzweifelte Sinnzerstörung,
die wir von künstlerischen Strategien der Zwischen- und
Nachkriegszeit kennen. Hier scheinen wir es mehr mit einer
Art sanfter Verzerrung zu tun zu haben.
# Idee / Darsteller: Eva Meyer-Keller # Musik: Elvis, Madonna,
Bob Dylan # Licht: Kindred Gottlieb # unterstützt von DOCK
11 mit Mitteln des Kulturamtes Pankow
# Eva Meyer-Keller studierte Tanz
und Choreographie an der (SNDO) Amsterdam und
Fotografie und Bildende Kunst in Berlin und London. Sie macht
Performances, Videoarbeiten, organisiert Festivals und tanzt
u.a. für Jérôme Bel und Les Ballets C de la
B. Sie kooperiert regelmäßig mit dem DOCK 11 in Berlin
(seit 1996) und Monty in Antwerpen (seit 2000).
Mittelwelle - AFC von und mit Jasna
Ein altes Radio das mühsam seine Frequenz sucht, die jeder
Zeit unberechenbar kommen und verschwinden kann. Die Frequenzausbrüche
provozieren verschiedene Zustände, wo die Kontrolle nachlässt
und man ausser sich gerät. Wenn die Fassade einer Person
anfängt sich aufzulösen und die eigenen Schutzwände
zerfallen.
# Idee / Choreographie / Tanz: Jasna Vino # Licht: Coco Durand
# unterstützt von DOCK 11 mit Mitteln des Kulturamtes Pankow
# Musik: Jordi Savall, Deana Carter, Andi di Franco (B.Springsteen),
Chet Baker
# Jasna Vino arbeitete mit Montazstroj
Physical Theater in Kroatien und Groupe Dunes Dance Company in
Marseille, studierte an der Folkwang Hochschule Essen und tanzte
am Stadttheater Bonn und Theater Basel. Seit1999 arbeitet sie
mit Joachim Schlömer und als freie Choreographin
Changing Places von und mit Gilys Komova
Die Frage nach der Herkunft, die Suche nach der eigenen Identität.
Berührungspunkte zweier unterschiedlicher Welten vereint
in einer Figur, die das afrikanische Land durchstreift, gekleidet
in einer slowakischen Landestracht.
"In meiner Arbeit wird ein Film gezeigt, den ich in Afrika
gedreht habe während einer Reise in dem Land aus dem ich
zur Hälfte komme. Gleichzeitig zeige ich choreographisches
Material, in dem die Eindrücke dieser Reise verarbeitet
werden, wo sich slowakische und afrikanische Elemente vermischen
zu einem einzigartigen Bilder- und Bewegungserlebnis." Gilys
Komvoa
# Idee / Choreographie / Tanz: Gilys Komova # Assistent: Christian
Schwaan # Licht: Kindred Gottlieb # unterstützt von DOCK
11 mit Mitteln des Kulturamtes Pankow
# Gilys Komova studierte an der
Heinz-Bosel-Stiftung in München, tanzte in Heidelberg (Liz
King), an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel (Martin Stiefermann),
u.a.. "Changing Places" ist ihre erste choreographische
Arbeit.
Feld 2 Choreographische
Handlungsforschung
Ohne Titel von Davide Camplani
Er realisiert so wenig, dass er sich selbst nicht kennt, sowie
er nicht realisiert, welche Macht sich daraus entwickelt. Begegnungen
ändern die Bedingung seiner sozialen Umgebung. Die den Raum
erfüllenden Emotionen werden auf seine Ebene verschoben,
so als änderte sich ein energetisches Feld, dass alle anderen
umfängt und beherrscht. In dem Maße wie seine Observationen
stärker werden, wächst seine Macht über die anderen.
Er findet den Weg nicht zu sich selbst, sondern zieht die anderen
in diese Dissonanz hinein. Sein Handeln ist mit Unkenntnis -
verantwortlich und zugleich ohne Schuld.
# Konzept: Davide Camplani #Dramaturgie: Maren Hoffmeister
# Davide Camplani: War als Tänzer
in diversen Tanzprojekten tätig, u.a. Cie Felix Ruckert,
Sasha Waltz, Alex B., Schaubühne, Sophiensäle, Compagnia
Lyria, Brescia (Italy) mit Giulia Gussaggo. # Maren Hoffmeister:.
Sie leitete Kunstprojekte im Rahmen der Expo am Meer und ist
seit 2000 Doktorantin an der Universität Oldenburg, sowie
Stipendiatin im Institut für Theaterwissenschaft an der
FU Berlin.
Ochosa
"Ein Spezialkonzert für, wenn die Bühne größer
ist als der Publikumsraum." Zitat
Eva Meyer-Keller zeigt seit 1998 als Performerin und Choreographin
Stücke im DOCK 11 und organisierte zweimal das Festival
"Liminal Institute" im DOCK 11.
# mit: Eva Meyer-Keller, Rico Repotente, Oliver Benn
Turn off the Light von Einat Tuchmann
Der Moment vor der Entscheidung birgt Zweifel, gemischt mit Gefühlen
zwischen Verlassen und Wachsen. Eine Frau packt alleine ihre
Reisetasche aus, während sie sich daran erinnert, was sie
zu diesem Punkt brachte. Ihre Gedanken übersetzen sich in
Tanz. Vor sich hinsingend entstehen verschiedene Handlungen,
manchmal privat, manchmal abstrakt, welche die Einsamkeit farbiger
und die Realität poetischer machen.
# Choreographie / Tanz: Einat Tuchman# Produktion: Victoria #
Couch: Miel van Haselt
# Einat Tuchman eigene Stücke:
"Bartime" Gent / Victoria. Sie tanzte u.a. mit: Alain
Platel, Belgiem; Christofer Bruce, London; Block and Stil, Amsterdam;
vielen ist Einat Tuchmann als Tänzerin bei Jossef Tmim -Tolada,
Berlin bekannt. Die Proben fanden im DOCK 11 statt.
In the flat Field von Yuko Kaseki und Marc Ates
Die Welt ist wie ein flaches Feld - ein mal zwei Meter - darunter
eine schlafende Schildkröte. Kann man sie dort finden? Was
braucht sie zum Leben? Physisch, emotional, intellektuell. Los
geht's...: Sie isst eine Schüssel Reis pro Mahlzeit, dreimal
an einem Tag, 7 Tage in der Woche, 4 Wochen im Monat, 12 Monate
im Jahr - das macht 1008 Schüsseln Reis pro Jahr. Vielleicht
etwas mehr oder weniger. Für den Reis und um zu essen, arbeitet
sie.
Dazwischen - Denken - Schlafen - Singen. Die Zeit vergeht....
Dieses ist ihr Feld, jenes eures. Wir werden uns begegnen oder
uns möglicherweise nie treffen und drehen uns weiter und
weiter.
# Idee: Yuko Kaseki, Marc Ates # Realisierung:
Nadine Milzner, Søren Dø, Yuko Kaseki, Marc Ates
# Licht / Bühne: Marc Ates