PROFIL
a) Kurzprofil
b) "Das Feld" / die Produktionen
d.) Angaben zum Betrieb der Produktions- und Spielortes DOCK 11
e.) Anzahl der Hausproduktionen / Artists in Residence
f.) Orte an denen DOCK-11-Produktionen u.a. gezeigt wurden
g.) öffentliche Förderung in den letzten zwei Jahren
DOCK 11: __die Höfe__Saal 1__Saal 2__das Silber____das Cafe__die Halle
a) Kurzprofil
DOCK 11 ist ein Ort für choreographische Forschung und Entwicklung im Tanz. Neben etablierten Companies wie der Cie Felix Ruckert, MS Schrittmacher, Cie Michele Murray produzieren dort auch "Newcomer" oder "Berlinneulinge". Allein 2004 arbeitete DOCK 11 mit 13"neuen" ChoreographInnen zusammen. Bei Probenzeiten von ca. 24 Produktionen jährlich, einer nahezu durchgängig bespielten Theaterhalle mit ca. 39 Gruppen und einem kontinuierlichen Companie-Profi-Training entsteht ein zufällig scheinender, aber von der Leitung forcierter, Austausch zwischen den zeitgleich im DOCK 11 tätigen ChoreographInnen.
Am intensivsten findet der Austausch bei dem 2003 neu entwickelten Format "Das Feld - choreographische Handlungsforschung" statt. Hier wird nicht nur parallel geprobt, sondern sich auch auf ein für alle stimmiges Lichtkonzept und einen Ablauf der Vorstellungen geeinigt. Das Ritual der Fotosession als Gruppe in der Uckermark auf einem Feld mit anschließendem kurzem Aufenthalt im Bauernhaus schafft nicht nur gute PR-Fotos, sondern auch eine nachhaltige Verbindung zwischen allen Beteiligten.
Zur Entwicklung einer guten Tanzproduktion gehört somit nicht nur die künstlerische Qualität der Mitwirkenden, eine ausreichende Finanzierung und irgendein Probenort, sondern ganz sicher auch ein entsprechend anregendes Umfeld ein reger Austausch mit interessierten Fachleuten und administrative Hilfestellung.
Gerade die vom Bezirksamt zur Zeit noch kostenlos zur Verfügung gestellte Turnhalle ist wegen ihrer optimalen Größe und ihrer Nähe zum DOCK 11 ein ganz großer Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur für die ChoreographInnen.DOCK 11 präsentiert dem Publikum eine qualitativ hochwertige Momentaufnahme der derzeitigen Tanzlandschaft und verschafft den Gruppen Kontakte für internationale Gastspiele und Dozententätigkeiten.
Die bestehenden Kontakte von DOCK 11 könnten jedoch wesentlich effizienter ausgebaut, genutzt und gepflegt werden, wenn es dafür weitere Mitarbeiter sowie einen Reiseetat geben würde.Eine der Auslandsaktivitäten des DOCK 11 ist seine Außenstelle in Neapel "Napoli 11".Es ist der erste Schritt, die Struktur des DOCK 11 in eine andere europäische Stadt zu bringen, um schrittweise dort ein Tanzzentrum zu installieren. Unter diesem Label fanden 2003 an verschiedenen Orten in Neapel choreographische Workshops mit Präsentationen, sowie Vorstellungen unter anderem in einem großen mit Fresken gestalteten Speisesaal eines Klosters in der Innenstadt Neapels statt. 2004 wurde das Programm mit einer ganzen Reihe neuer Kontakte in Neapel fortgesetzt. Weitere Orte sind das Tanzstudio Chiaradanza und das Teatro Nuovo in Neapel. Unterstützt wird das Projekt von der "Comune di Napoli e dall'associazione", von "DBM" (Danza Bacino Mediterraneo) und vom Goethe-Institut Neapel.
Das Zukunftsmodell DOCK 11 ist gefragt: einerseits durch die Verbindung von Pädagogik, Produktion und Präsentation von Tanz, andererseits auch durch die Verbindung von Kunst und Wirtschaftlichkeit. So wurde DOCK 11 vom Goethe-Institut Barcelona zum Tanzfestival nach Sitges in Spanien eingeladen, um das Model Schule, Probenort und Theater vorzustellen. Weiterhin besuchte eine Delegation von ca. 20 Goethe-Institutmitarbeitern und Veranstaltern aus sechzehn verschiedenen Ländern das DOCK 11, um sich dessen Struktur erklären zu lassen.
b) "Das Feld" / die Produktionen
Es hat sich ein Bedarf herauskristallisiert: ChoreographInnen möchten früher mit dem Publikum in Dialog treten, auch Ideen zeigen, die grenzwertig und/oder unfertig sind. Um diesen ersten Arbeiten oder Ansätzen ein möglichst druckloses, freies Format zu bieten wurde die Reihe "Das Feld - choreographische Handlungsforschung" ins Leben gerufen. Gezeigt werden hier Fragmente, kurze Stücke, Experimente, Versuche. Es präsentieren sich dabei selbstverantwortliche, berufene KünstlerInnen, die über zentrale künstlerische Fähigkeiten verfügen: zu eruieren, zu experimentieren und zu improvisieren, auf unkonventionelle Art und Weise zu arbeiten und zu denken.
Es ist eine wunderbare Möglichkeit, KünstlerInnen kennen zu lernen, und meistens entwickelt sich daraus eine längere Zusammenarbeit."Geregeltes Chaos schließt auch das bewusste Experiment mit neuen Verhaltensweisen und Formen des Zusammenlebens ein. Das Ausprobieren und Bewerten neuer Wege ist die Hauptmethode der Evolution. In diesem Sinne gibt es zwar Sackgassen, die nach negativer Bewertung wieder verlassen werden, aber im Gesamtprozess einen Sinn haben. Der Suchprozess ist seinem Wesen nach zufallsabhängig. Wer Diversität und zufallsabhängige Suche durch einen Königsweg' ersetzen möchte, verkennt die treibende Kraft des chaotischen Elementes in der Evolution." Ebeling
c) pädagogisch-künstlerische Prozesse
Diese Gleichzeitigkeit von Tanzarbeit auf allen Niveaus - die Nachbarschaft von sozialen, pädagogischen und künstlerischen Prozessen und die dadurch entstehende Verständlichmachung - seine Verankerung im sozialen Profil und Bewusstseins eines Viertels, ist ein Resultat der Aktivitäten im DOCK 11 - eine soziale Skulptur im Sinne Beuys."Ein Tanzhaus in Leeds ist eines von acht in England: 'Sein Auftrag: das in der Bevölkerung aus dem Lot geratene Image des Tanzes zu rehabilitieren. Tanz heißt es, sei sonst nur etwas für 'höhere Töchter', moderner Tanz zementiere die eigene Herrlichkeit mit einem Wort aus der Kontaktimprovisation: 'Isolation'. Dagegen wird nun angetanzt. Das Haus führen Künstler. Sie sind außer zur Kunst dazu verpflichtet, die Bevölkerung ...Samstagmorgens Thai Chi im nahe liegenden Park ausüben zu lassen. Die Beteiligung ist hoch. Das Konzept einer 'Healthy Dance Ecology', einer gesunden Tanzökologie, züchtet Tanz im Gemeindegarten. 'Community Work' integriert die Tanzkunst in die Nachbarschaft. Professionelles Training plus Seniorentanz paart Sozialarbeit und Kunst. Weil der Bürger mittanzen darf, ist er auch bereit, den künstlerischen Tanz steuerlich zu subventionieren. Offenbar scheint er gefragt zu werden, was er subventionieren will. . . . Sie kämpfen nur mit dem Vorurteil der Szene, dass, wer unterrichtet und davon lebe zwangsläufig ein schlechter oder gescheiterter Tänzer sei. ..."
Arrnd Wesemann Ballett-International
d.) ANGABEN ZUM BETRIEB DER SPIEL- / PRODUKTIONSTÄTTE
(bezogen auf die letzten vier Jahre)
Platzkapazität:
THEATERHALLE: 99 Plätze
SAAL 1: 99 Plätze
SAAL 2: 99 PlätzePlatzauslastung pro Jahr: etwa 60 Zuschauer pro Vorstellung
ca. 13600 Zuschauer pro Jahr, plus Zuschauer in Groß Leuthen beim
"Rohkunsbaufestival", in Ahrenshoop zur "Nacht der Kunst" und
in Neapel zu "Napoli 11" und der "Salesparty" in BerlinAnzahl der Vorstellungen pro Kalenderjahr:
2000: 196 Vorstellungen / Veranstaltungen mit 118 Einrichtungstagen (ohne Proben)
2001: 190 Vorstellungen / Veranstaltungen mit 111 Einrichtungstagen (ohne Proben)
2002: 136 Vorstellungen / Veranstaltungen mit 124 Einrichtungstagen (ohne Proben)
2003: 167 Vorstellungen / Veranstaltungen mit 155 Einrichtungstagen (ohne Proben)
2004: 194 Vorstellungen / Veranstaltungen mit 123 Einrichtungstagen (ohne Proben)Anzahl der Hausproduktionen pro Kalenderjahr:
2000: 7 Hausproduktionen
2001: 13 Hausproduktionen
2002: 22 Hausproduktionen
2003: 24 Hausproduktionen
2004: 24 Hausproduktionen
Anzahl der Wiederaufnahmen Hausproduktionen pro Kalenderjahr:
2000: 3 Wiederaufnahmen Hausproduktionen
2001: 2 Wiederaufnahmen Hausproduktionen
2002: 4 Wiederaufnahmen Hausproduktionen
2003: 5 Wiederaufnahmen Hausproduktionen
2004: 2 Wiederaufnahmen HausproduktionenAnzahl der Gastspiele pro Kalenderjahr:
2000: 18 Gastspiele
2001: 26 Gastspiele
2002: 16 Gastspiele
2003: 12 Gastspiele (incl. 2 Konzerte, 1 Lesung, 1 erlebbare Tanzgeschichte, Salesparty)
2004: 13 Gastspiele (incl. Salesparty, Konzerte)
e.) Anzahl der Hausproduktionen / Artists in Residence:
2003: 26 Haus-Produktionen mit Premieren (Auswahl)
Oh, my Good, you look great Nir de Volff
RE: "U", "W", "O" Tomi Paasonen
Risse Hans-Werner Klohe
Stadt als Körper, Teil III:
Get up and boogie Aloisio Avaz
Whatever..on the edge Sven Seeger
Motherfackel - Mutter aller Feuer - Yoshiko Waki
Mittelwelle - AFC Jasna Vino
Kleiner Prinz Nachtflug Nino Sandow
From // to Marco A. Queiroz
It's a Kind of Magic Eva Meyer-Keller, Alexandra Bachzetsis,
Uta Eisenreich
Whitheout Detlev Alexander
MushRoom Felix Ruckert
DOLLY Nir de Volff
Gender Observation Felix Ruckert
Im freien Fall Detlev Alexander
5 Jahre MS Schrittmacher Barbora Kryslova, Detlev Alexander,
Michael Langeneckert, Martin Stiefermann
sowie Massimo Geradi
Glück Livia Patrizi und Olivia Maridjan-Kook
Changing Places Gilys Komova
In the flat Field Yuko Kaseki
Hipp-Shake Yoshiko Waki
Ohne Titel Davide Camplani
Der Zauberer von Oz Tanzkinder des DOCK 11
2004: 26 Haus-Produktionen mit Premieren (Auswahl)
Das Lewskowmanuskript Martin Stiefermann
NAHME WIEDER GABE AUF Tomi Paasonen
Somebody Alex B
Dolly in the City (Weiterentwicklung) Nir de Volff
Jaffa Kurzstücke von Tänzern und Choreographen
der wee dance company und De De Dance Company
Mushroom (Wiederaufnahme) Felix Ruckert
LOVE ZOO Felix Ruckert
NTTL Nabih Amaraoui, Matthieu Burner, Catherine Jodoin,
Caroline Picard, Christian Meyer
Peter und der Wolf Choreographie der Kindertanzlehrer vom DOCK 11
Whatever - the Power of positive Thinking Sven Seeger
Ame to Ame Yuko Kaseki, Shinchi Momo Koga, Marc Ates
Hubert wants to go out Estefania Miranda Rojas
DOCK 11 Landpartie / Rohkunstbaufestival Groß Leuthen mit Kazue Ikeda, Tomi Paasonen
Dolly in the City (Weiterentwicklung) Nir de Volff
H_LPUS von WAPpK - SIND Sie GELADeN? Mirko Hecktor
autoreverse Elettra de Salvo
MeMoRe Tomi Paasonen
Noise Jean-Guillaume Weis People (Koproduktion)
Still (a) Life Marco A. Queiroz
Whatever .forever Sven Seeger
L.O.V.E. - Ein Spiel von Liebe und Zufall Hans-Werner Klohe
Was ist Tanz? Nr. 1 Livia Patrizi
Was ist Tanz? Nr. 2 Livia Patrizi
Exitus-Trip Martin Stiefermann (MS Schrittmacher)
AllAlone Yuko Kaseki
Vladivostok (Wiederaufnahme) Cie Michelle MurrayWhatever .forever Sven Seeger
L.O.V.E. - Ein Spiel von Liebe und Zufall Hans-Werner Klohe
Was ist Tanz? Nr. 1 Livia Patrizi
Was ist Tanz? Nr. 2 Livia Patrizi
Exitus-Trip Martin Stiefermann (MS Schrittmacher)
Solo Yuko Kaseki
Vladivostok (Wiederaufnahme) Cie Michelle Murray2004: 12 Gastspiele (Auswahl)
Zelle 401 Caroline Picard
Kalter weißer Flügel Ingrid Müller-Farny
Tag Zero Howard Katz und Jan Böttcher
Amaraoui Burner Project Nabih Amaraoui und Matthieu Burner
Bumping Heads Brendan Shelper und Tina McErvale
Take a Trip, take a Ubiqui Trip Arthur Kuggeleyn
Ernormous Flying Flower Jelly Job Arthur Kuggeleyn
Sélavy Public Record Release Concert mit Ulrike Haage
Psycho / Cycle - (A manuel for Better Live) amorphy.org /Griechenland
Dunas Tanzvideo von Carlos Cortizo
Did you leave or run away? Tanzvideo von Sharon Paz
Wenn es 25 Stockwerke sind,
dann sind es so viele seeger/löw/e.weiss
f. ) Orte an denen DOCK-11-Produktionen u.a. gezeigt wurden:
# ACC Gallerie, Weimar (D) # Agora de Danse, Montreal (CAN) # Athenaeum, DIjon (F) # Ballet de Lorraine, Nancy (F) # Ballet du Rhin , Strassburg (F) # Centre de Developpement Choreographique, Toulouse (F) # Centre Georges Pompidou, Paris (F) # Centro del Artes, Mexico City (MEXICO) # CRT-Theatro dell' Arte, Milano (I) # DTW, NEW YORK (USA) # Ferm du Buisson, Marne-la-Vallee (F) # Festival Art Danse, L' Usine (F) # Festival BucharEast/West, Bucharest (R) # Festival Cervantino, Guanajuato (Mexico) # Festival de Beweging, Antwerpen (B) # Festival de la Batie, Salle du Faubourg, Genf (CH) # Festival de la Cité, Paris (F) # Festival Kunstperspektiven, Saarbrücken (D) # Festival Perspectives , Le Carreau, Forbach (F) # Flottmannhallen, Herne (D) # Het Veem Theatre, Amsterdam (NL) # International theatre research location ,Schloss Bröllin (D) # Interzona,Verona (I) # Jacob's Pillow, New York # Fringe Festival, Philadelphia # Museum of contemorary art, Chicago;,Miami city Ballett, Miami # Los Angeles # Joyce Soho, New York (USA) # Tanzmesse 2000, Essen (D) # Kampnagel, Hamburg (D) # Kansai, KYOTO (Japan) # Kulturzentrum, Solingen (D) # La Filature, Mulhouse (F) # Le Carreau, Forbach (F) # Les Hivernales, Avignon (F) # Les Urbaines, Lausanne (CH) #Link Bologna, Bologna (I) # Luzerntanz, Luzern (CH) # Menagerie de Verre, Paris (F) # Miami Light Projekt, Miami (USA) # Mounsonturm, Frankfurt, (D) # Museum für Zeitgenössische Kunst, Florenz (I) #National Slovak Museum, Bratislava (SL) # Nott Dance Festival , Nottingham (GB) # Oldenburgisches Staatstheater (D) # On the Boards ,Seattle (USA) # Onyx, Club de Cinque, Nantes (F) # Pica, Portland (USA) # Progressive Tanzfestival, Prag (CZ) # RomEuropa Festival, Villa Massimo, Rom (I) # SK Kultur, Mediapark, Ball Kultur, Köln (D) # Sophiensaele, Berlin (D) # Staatstheater, Oldenburg (D) # Tafelhalle, Nürnberg, (D) # Tanztage, Glad House, Berlin (D) Tanz-Tage,Von-Roll-Halle, Bern (CH) # Tanztendenzen, Greifswald (D) # Tanzwerkstatt Europa, Neues Theater, München (D) # Theaterlabor, Bielefeld (D) # Théàtre Balsamine, Brüssel (B) # Theatre Contemporaine de la danse, Paris (F) # Théâtre de la Cité International , Paris (F) # Theatre des Provinces du Monde, Blois (F) # Theatre Grütli, Schweiz (CH) # Theatre Sevellin 36, Lausanne (CH) # Trafo, Budapest (HU) # Twenty four seven, Rotterdam (NL) # Werkstatt, Düsseldorf (D) # Yorkshire Dance Center, Leeds (GB)
g.) öffentliche Förderung in den letzten zwei Jahren
Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur:
2003: 100.000 Euro Basisförderung vom Senat für Personal und laufende Kosten
2004: 100.000 Euro Basisförderung vom Senat für Personal und laufende Kosten
2005: 100.000 Euro Basisförderung vom Senat für Personal und laufende Kosten
2006: 100.000 Euro Basisförderung vom Senat für Personal und laufende Kosten
Kulturamt Prenzlauer Berg / Pankow:
keine FörderungBezirksamt Pankow - Frau Nehring-Venus:
2003: ---- / ---- kostenlose Nutzung der Turnhalle für Proben in der Kastanienallee