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Industriekultur in NRW
Orte, Veranstaltungen, Links und jetzt neu: die Industriegeschichte der Regionen weiter
 
Filmliste
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66 Seasons
A
Adire - Indigo Textiles amongst the YorubaAids Aufklärungs Spot KurzfassungAKINI Trinidad Karneval Moko Jumbies Soca Calypso TobagoAlexander / AleksandrsAlte Reklame - Die schönsten Emailschilder und WerbefigurenAltenheimAmphitryon (Trailer)ANOTHER GLORIOUS DAY/ TrailerAntonia lässt sich Ohrlöcher schiessen (Antonia gets her ears pierced)ASIA MINOR OVER AGAINATEMZUGATHENEAuf der Suche nach noch nie gehörten Klängen
B
Bad Bill - The GatheringBahn unterm HammerBallspielBANQUET OF THE DEAD (The)Berlin Kulturforum Time Fades video installation by Philipp GeistBIRTHDAY PARTYBorn To FlyBucharest Fleeting Figures video installation by Philipp GeistBörsenbahn gestoppt?
C
CAPE TALENT / CAPE TALKChildren of Their Own Land / Savas zemes bērniCOOBER PEDY: WHITE MAN IN THE HOLEcube Pusher
D
D.S. Baldajev - Zeichner des GULagDas blaue Gold im Garten EdenDas kann's noch nicht gewesen sein...Das klingende Sonntagsrätsel - von Hans Rosenthal zu Christian BienertDas Tabu der FreiheitDas Vermächtnis des Jens KlipperDAVID GEGEN GOLIATHDavid Lynchs Dumbland / Does That Hurt You?Dein Kuss von göttlicher Natur - Vision eines FilmprojektesDer A-380Der Agrar RebellDER BOXPRINZDer eiserne BulldogDer Heinz vom FilmDER JUNGE DER VOM HIMMEL FIELDer Mesner und die DreigroschenoperDer StörenfriedDer Tod des Pero RadakovicDER TOD IST EIN WUNDERBARES ERLEBNISDeutscher VerkehrDie Auschwitz-Dialoge (Polen/Deutschland)DIE ENDLOSE QUELLE: SOLARENERGIEDie KandidatinDIE KARAWANE DER TUWINERDie Kinder des Cirque BouffonDie Kunst der FugeDie Kunst der Verführung - Das Akkordeon von Teodoro AnzellottiDie Leiden des jungen Werthers (Trailer)DIE NEUE POWER - Erneuerbare Energien in EuropaDie PARTEI mit Martin SonnebornDie PassionDIE STUNDENEICHEDIE WASSERMEISTERDie Zeit in meinen AugenDiktatoren in GundelfingenDomenicaDu bist mein Afrika
E
EARTHQUAKEEINE REISE NACH CUBAEINE TUWINISCHE REISEErna Weißenborn - Eine Frau schreibt ihren WegEu cand vreau sa fluier, fluiereXtaze - das eXperiment mit dem Glück
F
FIGHTING THE FIRESFilm About Films / Filma par filmāmFinn & TomFräulein Stinnes: Mit dem Auto um die Welt 1927-29Frank Ned & Busy LizzieFreiheit in die Welt
G
GALERAGEDANKEN WIE ZÜNDSTOFFGERMAN SOLDIERS IN ATHENS (8mm mute)Gewürzpredigt für Pfeffersäcke, Performance von Lili Fischer in St. Petri zu LübeckGIFTIG, ÄTZEND, EXPLOSIV!GOD IS NO SOPRANOGREEN LINESGrüne Türen in HetzeldorfGünter Wallraff - Ganz Unten
H
Hamlet - This Is Your FamilyHauptsache gemütlich - Deutsche WohnzimmerHeimatkunde - Eine Expedition in die Zone mit Martin SonnebornHeimliche BlickeHelmut Lachenmann und Wolfgang Rihm im Gespräch (10 Jahre später)HERCULES, ACHELOOS AND MY GRANNYHere We ComeHEUTE MINISTER, MORGEN BANKIERHinter diesen MauernHipHop-A Tale From The HoodHITLERS OstwallHOUSE OF CAIN (The)Hubert Burda - Zwischen Rebellion und PflichtHUNGERSTREIK IN DUISBURGHÖLLE IM BERG
I
''IM GRUNDE BIN ICH EIN AUS LAUTER ZWEIFELN BESTEHENDER GLÄUBIGER MENSCH''Ich bin kein wildes Mädchen mehrIch muss dir was sagenIhn gibt's nur einmal - Artur BraunerINS HERZ DER ZUKUNFT
J
James Krüss oder Die Suche nach den glücklichen InselnJohn Heartfield FotomonteurJonusas - Himmel und Hölle sind meinJordi Savall - Die Stimmen der GambeJordi Savall Familie & Freunde in concert
K
Kabale und LiebeKalinovski SquareKARIN WIECKHORST, FOTOGRAFIN AUS LEIPZIGKEHRAUS, wiederKEHREIN, KEHRAUSKlaus Groth - Ein Dichterleben
L
Lawine - Leben und Sterben des Werner KoenigLIGURIA LOVESTORYLOG BOOKS: GEORGE SEFERISLux et Umbra
M
''Myschink'' / andi teichmann music video by Philipp GeistMünchner FreiheitMein Herz zerreisstMein Traum, meine Liebe, meine HoffnungMentirasMister & Missis.SippiMorgenstimmungMs. Senior SweetheartMusterdorf mein MusterdorfMY CRETAN LEMON TREE
N
Nachlese mit Vilém und Edith Flusser, Teil 1Nachlese mit Vilém und Edith Flusser, Teil 2Nierenleiden, chronisch // Beatrix Hartmann: Hart im Nehmen.
P
PAINTING (The)Pater nosterPATRISPhoto: Inta Ruka. Portraits of People at Home / Foto: Inta Ruka. Cilvēku portreti savās mājās
R
rauten traurigRegina BluesRESURFACERussenbus
S
''seeblick'' #1''seeblick'' #2Sammeln, ErinnernSauna TangoSchwungrädersmall fishSneaker StoriesSolarTaxiSounds of the Seas - A science detective story.Spielzeug Zauber - Kleine WeltenStärker als die AngstStark ohne Gewalt
T
TaubblindThe Book of LeninsThe BoxThe CrossroadTHE DEADBROTHERS - Death is not the endthe happy tale of the missed auditionThe Keys To ParadiseThe Life and Other Building YardsThe Queen's Courtyard (English Subtitles)THE ROAD TO NODThis Way of Life - Neuseeland so leben wirTintenherz (Trailer)Tote ErnteTrakehnen wieder deutsch?Trickfilm-Fieber - Der Zeichentrick-Pionier Gerhard FieberTRIUMPH OVER TIMETRUPPENSPIELERTräume von Freiheit und GleichheitTschernobyl
U
Uma TrailerUP & DANCINGUtes Lesung Raumzeitlegende
V
Vergessen Sie'sVier helle KöpfeVIER WÄNDE ( Trailer)VOODOO RHYTHM - The Gospel of primitive Rock `n´ Roll
W
Wachsam Tag und NachtWas ist Improvisation?Wasser unterm HammerWasserkrieg in SpanienWelche Farbe hat das Nichts?Wenn die Zahnräder Menschen sind - György Ligeti´s KlavierkonzertWHAT TIME IS IT?Wild, Wild BeachWo ist Erkan Deriduk?Wollis PARADIES Trailer zum Film
Y
Yaptik-HasseYou`re Sexy When You`re Sad / Man pat?k ka meitene skumst
Z
ZeitRaum - 1. Film Kurzfassung (short)ZENSUR, GEFÄNGNIS, FOLTERZOWNIR - RADICAL MANZUG UM ZUG - Budapest 1944Zwielicht
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filmkultur

In einer Kooperation mit dem Projekt ONLINEFILM bieten wir den Mitgliedern der Kulturserver-Netzwerke die Möglichkeit Filme und Clips zu präsentieren. Eine Auswahl zeigen wir in der Videothek des Kulturportals. Alle Filme eines Kulturschaffenden kann man auf seiner Webvistenkarte sehen. Schreiben Sie an redaktion@kulturserver.de um weitere Informationen zu erhalten, wenn Sie Ihre Filme auch hier anbieten möchten.

 

Tschernobyl
Regie: Bernd Dost 
Der GAU, der Größte Anzunehmende Unfall: Am 26. April 1986 explodiert Block vier des Atomkraftwerks Tschernobyl – Radioaktivität in der Größenordnung von 400 Hiroshima-Bomben wird freigesetzt, Radioaktivität, die schon bald Deutschland erreicht. Eine unglaubliche Vertuschungs- und Täuschungskampagne beginnt, verniedlicht die Gefahr. Umweltschützer sehen sich von Wirtschaftsmächten belogen und betrogen, Eltern bangen um die Gesundheit ihrer Kinder. Dieser Film schildert in dramatischen Bildern den Hergang des Unglücks, die Verstrahlung vor Ort, das Schicksal der an Schilddrüsenkrebs erkrankten Kinder – und die Stimmung der durch Katastrophennachrichten sensibilisierten deutschen Bevölkerung – vom Waldsterben über die verseuchte Muttermilch bis hin zur geplanten Wiederaufbereitungsanlage für Kernbrennstoffe in Wackersdorf. Atomkraft – nein danke. „Es erschien uns, als starre uns ein intelligentes, bedrohliches Wesen an, ein Lebewesen, das tötet, ohne sich zu bewegen.“ Redaktion Henric L. Wuermeling, Meggy Steffens, Jürgen Martin Möller INFO-Programm gemäß §14 JuSchG. In der Lizenz der BRW-Service GmbH www.dostfilme.de
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ATHENE
Regie: Eva Stefani 
The film depicts the life at the Athens Railway station in the spring of 1995. The camera focuses on the station\'s \'tenants\', Antonia, Florakis and George... [In Greek, with English subtitles]
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Stärker als die Angst
Regie: Ulrike Westermann 
Jugendliche, fast noch Kinder, die ihr Leben riskieren, um der Perspektivlosigkeit in ihren Heimatländern zu entkommen, werden bei uns „Wirtschaftsflüchtling“ geschimpft. Der Film verleiht diesem Wort ein Gesicht und eine Geschichte und rückt den Menschen wieder in den Vordergrund. Dieser Mensch war 15 Jahre alt, kam aus Kamerun und hieß Solomon. Er sollte die ihm zugedachte Rolle in der Familie einnehmen und wollte doch nur frei und unabhängig sein. Im Fahrwerkschacht eines Flugzeuges enden seine Träume von einem anderen Leben. Als die Maschine im Landeanflug das Fahrwerk ausklappt, stürzt Solomons Leichnam herab auf einen deutschen Acker. So beginnt der 1.Teil des Films mit dem letzten Kapitel aus Solomons Geschichte. Der Junge der vom Himmel fiel, wird in dem kleinen Ort Lauchringen post mortem adoptiert. Er wird feierlich bestattet und erhält einen Grabstein aus Granit, in den Afrika eingraviert und Kamerun gekennzeichnet ist. Immer wieder liegen Blumen auf seinem Grab, der Pfarrer sagt, man habe ihm ein Stück Heimat gegeben. Er denkt aber auch, dass nicht jeder im Ort begeistert gewesen wäre, wäre Solomon lebend zu ihnen gekommen. Ich nehme Euch als meine Eltern heißt der 2. Teil des Films, die französische Geschichte. 4 Monate vor seinem Tod wurde Solomon auf dem Rollfeld des Pariser Flughafen Charles de Gaulle aufgegriffen und erzählte die unglaubliche Geschichte, er sei im Fahrgestellschacht eines Flugzeuges gereist. Solomons Pflegemutter lobt ihn als einen braven Jungen, der nicht so raubeinig war wie die anderen und der Sozialfürsorger bedauert, dass Solomon eines Tages beschloss, wieder nach Kamerun zurückzukehren. Ein Brief Solomons aus dieser Zeit. klingt unversöhnlich und einsam, gegen wen er sich richtete, bleibt sein Geheimnis. Der verlorene Sohn ist Solomon im 3. Kapitel, bei seiner Familie in Bamenda-Kamerun. Die Menschen, die mit ihm lebten, erzählen mit großer Offenheit seine Geschichte, aber auch ihre Erwartungen, Bewertungen und ihre Moral. Sie entwerfen ein widersprüchliches Bild des Jungen und wir erhalten sehr persönliche Innenansichten einer afrikanischen Familie. Diese lassen ahnen, welcher Druck auf der jungen afrikanischen Generation lastet, die einerseits die soziale Hoffnung und Perspektive der Familien ist und andererseits von einem Leben als freies Individuum nach westlichem Vorbild träumt.
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Regina Blues
Regie: Helmut Schulzeck 
Der 60-minütige Film "REGINA BLUES. Der Kampf um ein Kino" erzählt engagiert und humorvoll die wichtigsten Stationen aus 34 Jahren eines Kinolebens nach. Die Biographie eines Kieler Lichtspielhauses (1956-1990) vom ersten Filmkunsttheater bis zum ersten Programmkino Kiels wird durch Typisches erhellt. Dabei steht dieses Kino stellvertretend für viele andere, die in der BRD in den 50er Jahren entstanden und in den 80ern starben. Der Besonderheit dieses Kinolebens wird nachgespürt, indem die Menschen, die in diesem speziellen Arbeitsraum ihren Lebensunterhalt verdienten, als Zeitzeugen zu Wort kommen. Darüber hinaus erzählen Menschen aus der Kieler Kinoszene, vom Kinobesitzer bis zum Filmkritiker der lokalen Tageszeitung, aus ihren Erinnerungen und kommentieren das Vergangene. Auch ehemalige REGINA-Kinogänger vermitteln rückschauend, was sie besonderes mit diesem Kino und seinen Filmen verband. --- Bezeichnend für das Wirken dieses Kinos war der ständige Drahtseilakt zwischen anspruchsvollen Filmen und dem sogenannten "Kommerzfilm". Mit Filmkunst glaubte es auf der einen Seite eine Marktlücke gefunden zu haben. Dennoch mußte man sich andrerseits auch um "Massenware" bemühen, um die finanzielle Existenz des Hauses zu sichern. Das REGINA konnte sich in seiner Programmgestaltung also nicht nur auf anspruchsvolle Filme einlassen, die es naturgemäß häufig schwerer haben, den Kinobesuchern nahe gebracht zu werden. --- Der Kampf um das REGINA spielte sich freilich auch noch auf einer anderen Ebene ab. 1956 von eher kleinen Kinounternehmern eröffnet, mußte sich das relativ kleine Lichtspieltheater (nur 186 Plätze) sogleich gegen die immer mächtiger werdende Konkurrenz eines lokalen "Kinokönigs" behaupten. Anfangs gelang das mit gutem Erfolg. Doch das Kinosterben Ende der 50er Jahre in der BRD ging auch auch an der Kieler Szene nicht vorbei. Anfang der 60er (das immer stärker werdende Fernsehen forderte seinen Tribut) wurde das REGINA schließlich vom angehenden örtlichen Monopolisten, den "Filmtheaterbetrieben Scepanik", übernommen ("zur Abrundung unseres Theaterparks", wie es Klaus Scepanik passend im Film formuliert). --- In den 60er Jahren versuchte man mit dem Kino teilweise eine Nische abzudecken. Einem überwiegend studentischen Publikum wurden in "intimer Atmosphäre", in einem für damalige Verhältnisse noch sehr kleinen Theater, anspruchsvolle Filme gezeigt (Heinz Riech hatte die BRD noch nicht mit seinen Schachtelkinos "beglückt", welche bald beliebt in der Branche, weil zu ihrem Überleben notwendig, doch berüchtigt bei den Filmfreunden wurden). --- Doch das REGINA war damals zumeist fast hoffnungslos verstrickt zwischen Weiterspiel (Prolongation) von Erfolgsfilmen aus anderen Scepanik-Kinos und den Kultvorstellungen der Eddie-Constantine-Filme. Letztere veranlaßten allwochenendlich ein begeistertes Publikum zu Selbstinszenierungen, die eher an Stimmung und Atmosphäre in einem Fußballstadion oder auf einer Jahrmarkt denken ließen als an den Kinoalltag. --- In den 70er Jahren wurde der Besitzer aller Kieler Kinos, Klaus Scepanik, Präsident des "Hauptverbandes Deutscher Filmtheater" sowie auch Vorstandsvorsitzender der SPIO ("Spitzenorganisation der Deutschen Filmwirtschaft"). Er hatte in diesen Funktionen maßgeblichen Anteil an der Ausgestaltung eines Filmförderungsgesetzes und an der Installierung der FFA (Filmförderungsanstalt der BRD in Berlin). Mit einem Satz: Klaus Scepanik war damals eine repräsentative, aber zumeist eher hinter den Kulissen wirkende, mitbestimmende Persönlichkeit der westdeutschen Kino- und damit auch Filmlandschaft. --- Der Film vermittelt indirekt, doch nicht minder deutlich, Scepaniks Position zur damaligen Situation der deutschen Kinolandschaft, durch seine Ansichten zu seinem Monopol in Kiel, zum Autorenfilm und zum Kampf und die Gründung des Kommunalen Kinos in Kiel (1979). Es war dies die Zeit, in der "Opas Kino" sich nach Edgar-Wallace- und Karl-May-Filmen nun mit Sexstreifen (sogenannten "Reports") austobte. Die Autorenfilmer des Jungen Deutschen Films versuchten lange Zeit vergeblich, ein zahlenmäßig großes Publikum zu erreichen. Auf der anderen Seite gierte ein immer größeres, in erster Linie studentisches Publikum nach ästhetisch anspruchsvolleren und sozialkritischen Filmen. Diese gab es ja alle auf dem internationalen Filmmarkt. Sie wurden aber nicht nur in Kiel, sondern auch in vielen anderen mittelgroßen Städten, ja sogar Großstädten, von den traditionellen Kinobesitzern kaum gezeigt. Somit hatten diese Filme auch bei den größeren Verleihern weniger Chancen, ins Programm genommen zu werden. --- Es kam die Zeit der Programm- und Kommunalen Kinos, die nicht nur diesen Bedarf an aktueller Filmkunst zu decken suchten. Eine zweite Aufgabe dieser Kinos: Es bestand auch ein immenser Nachholbedarf an Filmgeschichte, welcher sich in der meist einseitig am kommerziell erfolgreichen Unterhaltungsfilm orientierten herkömmlichen Kinostruktur aufgebaut hatte. Die große Zeit der Filmclub-Bewegung, die zuvor nicht nur in Kiel ein alternatives Angebot an Filmen ihren Mitgliedern gezeigt hatte, mündete vielerorts in die Kommunalen Kinos. --- "REGINA BLUES" erzählt, daß der kommerzielle Kinobetreiber Scepanik (der sich selbst wohl immer als "Kinokaufinann" verstand) als Reaktion darauf, sein REGINA in seiner Programmstruktur und seinen Inhalten zu einem Programmkino umgestaltete. --- Wenige Monate später verabschiedete sich Scepanik im Herbst 1980 aus dem immer schwieriger werdenden Kinogeschäft. Er verkaufte seine Kinos, man könnte meinen, fast folgerichtig, an Deutschlands Kinokönig Heinz Riech und seine UFA Filmtheater AG, die inzwischen mit ihren Töchter- und Nebengesellschaften über 500 Kinos in der Republik besaß. --- Das REGINA blieb in der 80ern lange Zeit nicht nur das einzige Programmkino in der Landeshauptstadt Kiel, die sich bisher nicht nur in Sachen Kino des öfteren als provinziell gebärdete. Es war auch das einzige kommerzielle Kino am Ort, dessen Filmprogramm noch in Kiel zusammengestellt wurde und nicht in Hamburg bei der norddeutschen "Zentraldisposition" der UFA, wie die Programme aller anderen Riech-Kinos im Norden. --- In den 80er Jahren erlebte das REGINA noch einmal eine Blüte. Es wurde zu einem der beliebtesten Kinos der Stadt. Sein Publikum schätzte besonders die persönliche Atmosphäre, die ein locker eingestelltes Personal in die leicht beengten aber gemütlichen Räumlichkeiten brachte. --- Der Film versucht in der episodenhaften Schilderung dieser Zeit die besondere Beziehung zwischen Publikum und Personal deutlich werden zu lassen, wobei er hier besonderen Wert auf die Sicht der Angestellten auf den Arbeitsalltag im Kino legt. --- Ende 1990 mußte das REGINA geschlossen werden, weil eine Verlängerung des Pachtvertrages nicht möglich war. Es handelt sich wiederum um ein typisches Phänomen: Gutlaufene Kinos (meist Einzelkinos) werden aus unseren Innenstädten verdrängt, weil die vom Kino zu erbringende Pacht den Vermietern als zu wenig proftitabel erscheint. --- Neuer Pächter der Räumlichkeiten wurde nach Total-Um- und Neubau eine Bank. --- Und so träumt Christel Thomsen, die als "Star-Eisverkäuferin" des REGINA mit ihren Entertainer-Qualitäten eine stadtbekannte Popularität erlangte, gegen Schluß des Filmes in den Bankräumen Zeiten hinterher, die für immer verloren zu sein scheinen. --- Die Film REGINA BLUES vermittelt noch einmal, was einmal auch durch Kinos wie das REGINA an Kinokultur da war. Und wenn das auch nur ausschnittsweise geschehen kann, so soll doch der Zuschauer aus den in diesem Film nacherzählten Erinnerungen eine Ahnung bekommen, warum wir wieder "richtige" Kinos, wie das REGINA eines war, mit all ihrer Lebendigkeit und ihrer das Filmerlebnis unterstützenden Atmosphäre brauchen. Insofern stehen die Erlebnisse im und mit dem REGINA für ein Stück Alltagskultur und Lebensqualität, das nicht nur in Kiel, sondern auch anderswo zu verschwinden droht. (Helmut Schulzeck)
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GIFTIG, ÄTZEND, EXPLOSIV!
Regie: Peter Kleinert 
230 Millionen Tonnen Gefahrgut wurden 1987 durch unser Land transportiert. Davon täglich allein 500 000 Tonnen auf der Straße. 500 000 Tonnen gefährliche Chemikalien. Brennbare, giftige, radioaktive und hochexplosive Stoffe. Über Autobahnen, durch Städte und Dörfer. Jeder Unfall kann eine Katastrophe für Menschen und Umwelt auslösen. Es ist schwierig, den Alltag von Gefahrguttransporten zu dokumentieren. Die Firmen lassen einen nicht hinter die Kulissen schauen. Die Fahrer haben Angst, vor der Kamera über ihren Alltag zu berichten. Sie würden ihren Arbeitsplatz riskieren. Michael Schomers hatte vor Jahren während seines Studiums als Fernfahrer gearbeitet. Für diesen Film machte er den Gefahrgutführerschein. Der Lehrgang: eine Kleinigkeit. Für verschiedene Speditionen legte er in einem halben Jahr eine Strecke von 30 000 km zurück. Seinen Alltag dokumentierte er mit einer versteckten kleinen Schwarz-Weiß-Kamera, die wir schon für den Film "Ganz unten" mit Günter Wallraff verwendet hatten. Ein paar besonders krasse Verstöße, auf die er während dieser Zeit von Fernfahrerkollegen aufmerksam gemacht wurde, haben wir im Team mit der Farbkamera dokumentiert. Am Ende entstand unter der Regie von Peter Kleinert ein Film, der zwar einigen Spediteuren und Konzernen wie der BASF und der BAYER AG nicht besonders gefiel, für den wir aber nach der Sendung in der "ZDF-Reportage" den Eduard Rhein-Preis erhielten. Nur wenige Monate nach unserem Film bestätigte sich, was Michael Schomers als Gefahrgutfahrer recherchiert hatte: Ein mit dem neuen, aber noch nicht ausreichend abgesicherten Getriebe EPS der Firma Daimler Benz AG ausgerüsteter Gefahrguttransporter raste in die hessische Kleinstadt Herborn und explodierte im Stadtzentrum. Siehe dazu: EPS - Die Katstrophe von Herborn - unsere MONITOR-Sendung und den langen Film. Die Wochenzeitung "Unsere Zeit": "Für ihre Fernsehreportage "Giftig, ätzend, explosiv" über die Praktiken beim Transport von hochgiftigen und explosiven Gütern erhielten Michael Schomers und Peter Kleinert den zweiten Preis der Eduard Rhein-Stiftung. Sein Preisgeld in Höhe von 10 000 DM reichte TV-Journalist Peter Kleinert zu gleichen Teilen weiter an: > die Journalistin Roni Ben Efrat von der israelischen Wochenzeitung "Derech Hanitzotz/Tariq Al Sharara", die nach einem halben Jahr Haft jetzt mit drei weiteren Journalisten vor Gericht steht, weil ihr Unterstützung der PLO vorgeworfen wird, > die Bewohner der Hafenstraße in Hamburg, denen noch immer die Räumung droht, > die Journalistin Ingrid Strobl aus Köln, die aufgrund von Indizien seit einem dreiviertel Jahr Untersuchungsgefangene in Einzelhaft ist, > die Initiative "Weg mit den Berufsverboten" in Hamburg. Anläßlich der Preisverleihung regte Kleinert an, einen Preis für den besten nicht gesendeten Fernsehfilm zu schaffen - "als Auszeichnung für Menschen, die sich das Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit nicht nehmen lassen wollen". Seither durfte Peter Kleinert keine Filme mehr für's ZDF machen.
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Film About Films / Filma par filmām
Regie: Janis Vingris 
A look at Latvian filmmaking situation back in 1998. Is a Latvian film competitive to a Hollywood product? Should a potential participant of European Community have its own national cinematography? Can cinematography survive on the trivial share in the country's budget allotted to cultural needs? Uneasy questions like these are being put to officials, authorities, society, and filmmakers in the film about films. At the same time it is also an attractive and humorous story about the present film industry, about the legends and myths of the Latvian cinema. About a small country's urgent problems of film industry under pos-socialism. It is a story about the films to become as well. This is a very first film made by director Janis Vingris.
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Vergessen Sie's
Regie: C. Cay Wesnigk 
Der diesige Hamburger Novembertag ist nicht Nowaks Tag. Der Hamburger Taxifahrer glaubt, gesehen zu haben wie eine Leiche aus "dem Viertel" in einer Mülltonne abtransportiert wird. Dabei wollte er doch nur den Teddy seines Sohnes zurückbringen den der beim Wochenend Besuch beim Scheidungsvater vergessen hatte. Plötzlich sieht der Taxifahrer überall orange Fahrzeuge und seine Frau glaubt auch noch, dass er den gemeinsamen Sohn entführt hat. Hat er nicht, also wo ist Timmy? Die Polizei will von dem alle dem nichts hören "Vergessen Sie`s Herr Nowak! " Einer Eingebung folgend fährt Novak den Müllwagen zu der Müllverbrennungsanlage am Rande der Stadt hinterher und gelangt ins Innere der Anlage. Was er dort entdeckt ist nicht das was er erwartet hat.
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Deutscher Verkehr
Regie: Tom Koesel 
Der Film dokumentiert Tom Koesels mehrtägige Aktion auf der Venloer Straße in Köln, in der er ein halbes Jahr nach der sogenannten Wende die bevorstehende Invasion der Westdeutschen Autoindustrie in die neuen Bundesländer thematisierte. Im Rahmen der Aktion entstand eine Auto-Edition, die in der Galerie Zimmermann-Franken und später im Shop des Museum Ludwig verkauft wurde. Boden und Wände des vorderen Galerieraumes waren nach drei Produktionstagen mit Fahrzeugen zugeparkt, im hinteren Teil wurden u.a. Arbeiten von Blala W. Hallmann und Christoph Inderweisen gezeigt. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" schreibt: Ein Menschenrecht "Deutscher Verkehr" in der Galerie Zimmermann Eine Aktion/Ausstellung mit dem etwas zweideutigen Titel "Deutscher Verkehr" inszeniert derzeit Tom Koesel in der Galerie Zimmermann u. Franken. Tatsächlich geht es um Autos und Straßenverkehr, wozu auch einige andere Künstler Arbeiten beigesteuert haben....Hauptstück der Ausstellung ist aber Tom Koesels "Autoproduktion" unter dem Titel "Westautos fahren ist Menschenrecht" - eine Prozessaktion, bei der die Mischmaschine am Straßenrand vor der Galerie Beton aufbereitete und in Formen goß. Die Fabrikate erhalten DM-Stücke als Vorderräder (= Lenkung) und DDR-Mark-Stücke als Hinterräder...Ziel ist, die Verkehrsdichte in der DDR der unseren anzugleichen, was, wenn Koesel seine Produktion unvermindert beibehalten kann, binnen eines Jahres erreichbar wäre - so das Expertenurteil...
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COOBER PEDY: WHITE MAN IN THE HOLE
Regie: Anna Kessissoglou 
A film about opal mining. In the desert of South Australia lies the village Coober Pedy, with a population of 3,500 and a Greek Community which was formed in the fifties, during the big immigrant wave from Greece to Australia. At the time there was no village and the 50-60 degree heat presented a serious problem. The Greeks began digging their homes underground, as others had done on the island of Santorini in Greece and in Cappadocia, Asia Minor. These 'dugouts' maintain a temperature of 23-25 degrees all year round. The film documents the Greek opal miners as they tell their stories, while at the same time it explores the emotions and the lifestyle of these people who remain children since they consider opal mining more a game that must not end rather than a profession. [In Greek and English, with English subtitles]
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Münchner Freiheit
Regie: Harald Rumpf 
Münchner Freiheit - das sind Beobachtungen, Skizzen und Szenen aus dem Leben von sechs Menschen, die auf der Straße leben, festgehalten über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Sie handeln vom Altwerden auf der Straße, von einer Liebesbeziehung, von medizinischer Selbstversorgung, von Freundschaften und Zweckbündnissen, von verquerem Humor und, trotz aller Unbill, einem ungeheuren Lebenswillen. Ich wollte kein Einzelporträt schaffen, sondern die Lebenslinien mehrerer Personen aus dem Obdachlosenmilieu zu einem größeren Gebilde zusammenfügen. So sind auch die Protagonisten nicht einfach nur Obdachlose und Alkoholiker, sondern Menschen mit Vergangenheit, die Fähigkeiten besitzen oder besaßen und auch einmal Träume hatten von einem anderen Leben. Die filmische Methode ist die des direct cinema, d.h. der Regisseur war im Alltag der Protagonisten anwesend und versuchte, sowenig wie möglich einzugreifen, um eine direkte, unmittelbare Anschauung aus dem Alltag zu bekommen. Kaleidoskopartig formt sich aus den Einzelszenen und individuellen Schicksalen das umfassende Bild von der Existenz auf der Straße. Epilog zu Münchner Freiheit Alles wird zur Erinnerung. Sehen wir gerade noch Güni, Steffi, Stalin und James lebendig vor uns, wenn auch gesundheitlich angeschlagen, wird die weitere Begleitung mit den Protagonisten zu einem Requiem. Stalins Mutter besucht heute fast täglich das Grab ihres Sohnes Peter (Stalin), der im April 2001 an Krebs gestorben ist. Sie räsoniert noch einmal über das Leben ihres Sohnes, der lange musterhaft gelebt hat und ein ambitionierter Bergsteiger war. Wir können Ausschnitte vom 16 mm Farbmaterial sehen, das Stalin bei der Besteigung des Mont Blancs 1975 drehte. Eine Expedition, die für seinen besten Freund tödlich endete, für ihn selbst mit starken Erfrierungen. Erfahrungen, die womöglich auch Einfluss auf sein weiteres Leben hatten. Güni war das größte Erlebnis bis zu seinem Tod, ebenfalls in 2001, die Wiederbegegnung mit seiner Schwester Gisela, die 28 Jahre zuvor einen amerikanischen Soldaten heiratete und nach Amerika verschwand. Durch ihre Erinnerungen und Bilder lernen wir Güni aus einer anderen Perspektive kennen. Anfang zwanzig, immer in den schönsten Klamotten, mit Haartolle und spitzen Schuhen. Ein Typ für den Mädchen schwärmen. Wir begleiten Güni ein wenig auf den verschiedenen Stationen bis zu seinem Tod. Nur wenige Wochen vor Stalin ist Güni gestorben. Ebenfalls an Krebs. Steffi ist kurz nach Stalin gestorben. James lebt als Einziger aus dem Kreis der Protagonisten.
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